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Demokratie und Wahlen in westlichen Demokratien : Eine vergleichende Rational-Choice-Analyse

معرفی کتاب «Demokratie und Wahlen in westlichen Demokratien : Eine vergleichende Rational-Choice-Analyse» نوشتهٔ Henrike Fröchling (auth.)، منتشرشده توسط نشر VS Verlag für Sozialwissenschaften در سال 1998. این کتاب در 2 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Die Doktorandin Henrike Fröchling ist im Controlling einer Verlagsgruppe tätig. 1. 1 Wirtschaftslage und Wahlverhalten: die internationale Perspektive In den westlichen Industrienationen ist seit jeher der Zusammenhang zwischen der Konjunkturlage in einem Land und dem Schicksal seiner Regierung bei Wahlen Bestandteil des popularen Wissens uber Politik: Wenn die Wirtschaftslage im Wahljahr sich trfibe ausnimmt, hat die amtierende Regierung Verluste bei den Wahlen zu befurchten. Als ein einschlagiges Zitat IMt sich hier der britische Pre mierminister Harold Wilson anfiihren: "All political history shows that the standing of the Government and its ability to hold the confidence of the electorate at a General Election depend on the success of its economic policy" (Prime Minister Harold Wilson, Miirz 1968, berichtet von David Watt in der Financial Times, 9. 3. 1968). AuBer in Kriegszeiten scheint Wirtschaftspolitik der Hauptbereich zu sein, fur den nationale Regierungen zur Rechenschaft gezogen werden (Weatherford 1986:238). Bei allen drei hier untersuchten Wahlen in der Bundesrepublik, Schweden und den USA hat die Wirtschaftslage den joumalistischen und wissenschaftlichen Analysen zufolge einen entscheidenden EinfluB auf den Ausgang der Wahl gehabt (z. B. Taylor 1991, Holmberg und Gilljam 1994:320-1). Der Zusammenhang zwischen Wirt schaftslage und Wahlverhalten auf der Aggregatebene wurde nach Kramers bahn 1 brechendem Artikel 1971 von zahlreichen Studien empirisch getestet (z. B. Tufte 1975, Bloom und Price 1975, Goodman und Kramer 1975). Diese Makrobeziehung wird im allgemeinen auf folgenden Mikrozusammenhang zurUckgefUhrt: Wahler, die die Wirtschaftslage pessimistisch einschatzen, neigen dazu, der Regierung ihre Stimme zu verweigem und die Opposition zu wahlen Front Matter....Pages 1-10 Front Matter....Pages 11-11 Einleitung....Pages 12-18 Die Elemente des Modells....Pages 19-30 Information als Nebenprodukt: Erfahrungsbereiche des Alltags und Informationsmechanismen in der politischen Entscheidung....Pages 31-52 Die Rolle wirtschaftlicher Faktoren in der Wahlentscheidung....Pages 53-64 Diskussion des Modells....Pages 65-76 Front Matter....Pages 77-77 Einleitung zu Teil II....Pages 78-83 Die Bedeutung verschiedener Informationsverarbeitungsmechanismen: Kostenvorteile lang- vs. kurzfristiger Mechanismen....Pages 84-90 Die Bedeutung verschiedener Issuebereiche: die praktische Relevanz der Wirtschaftslage im Alltag....Pages 91-110 Front Matter....Pages 111-111 Operationalisierung des Modells....Pages 112-129 Interpretation und Vergleich der Ergebnisse in den USA, der Bundesrepublik und Schweden....Pages 130-135 Test der Abfederungshypothese....Pages 136-142 Schlußwort....Pages 143-145 Literaturverzeichnis....Pages 146-157 Back Matter....Pages 159-172 In den USA ist der Einfluß der Wirtschaftslage auf das Wahlverhalten stärker ausgeprägt als in der Bundesrepublik, und dort wiederum stärker als in Schweden. Diese Unterschiede sollen durch den internationalen Vergleich ökonomischen Wahlverhaltens erklärt werden. Dazu wird ein möglichst einfaches und präzises ökonomisches Modell des Wahlverhaltens entwickelt, in dem informationsarme Rationalität eine zentrale Position einnimmt und die Rolle wirtschaftlicher Faktoren besonders detailliert herausgearbeitet ist. Die Kernhypothese lautet: Die Wirtschaftslage hat in Schweden einen geringeren Stellenwert für das Wahlverhalten als in den USA, weil die schwedischen Wählerinnen und Wähler durch höhere Sozialleistungen weniger von Veränderungen der Wirtschaftslage betroffen sind, d. h. das soziale Netz federt Konjunkturschwankungen ab. Die Hypothese wird im empirischen Test anhand von nationalen Wahlstudien bestätigt. In den USA ist der Einfluss der Wirtschaftslage auf das Wahlverhalten starker ausgepragt als in der Bundesrepublik, und dort wiederum starker als in Schweden.
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