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Debatten um die Bibel: Analysen zu gelehrten Zeitschriften der Aufklärungszeit. Dissertationsschrift

معرفی کتاب «Debatten um die Bibel: Analysen zu gelehrten Zeitschriften der Aufklärungszeit. Dissertationsschrift» نوشتهٔ Valentin Wendebourg، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Co. KG در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Wie lassen sich der Anspruch der Bibel, "Heilige Schrift" zu sein, und die historische Kritik miteinander in Einklang bringen? Der Beginn der sich Mitte des 18. Jahrhunderts ausbreitenden radikalen Religions- und Bibelkritik in Europa hing eng mit der Dynamik einer theologischen Debattenkultur zusammen, die sich aus dem institutionellen Rahmen der Universitäten in eine breitere, gelehrte Öffentlichkeit auszubreiten begann. Wesentlichen Anteil hieran hatte das Aufkommen des Zeitschriftenwesens, das maßgeblich zu einem Rationalisierungs- und Popularisierungsprozess des Diskurses beigetragen hat. Valentin Wendebourg zeichnet anhand exemplarischer Bibeldebatten aus Deutschland, Frankreich und England die grenzüberschreitenden Rezeptionsprozesse der Debatten und ihrer Kommunikationskulturen nach. Anhand dessen wird die unmittelbare Wechselwirkung zwischen den Veränderungen medialer Kommunikation und den fundamentalen theologischen Umbrüchen in Hinblick auf Schrift- und Theologieverständnis in der Aufklärungszeit sichtbar. Cover Titel Vorwort Inhaltsverzeichnis I. Einleitung 1. Aufklärung, Zeitschriften und Religionskritik 2. Das Aufkommen öffentlicher Debatten zur historischen Bibelkritik 3. Methodik: Rezeptions- und Diskursanalyse anhand der gelehrten Zeitschriften 3.1 Die Zeitschrift als Medium des Gelehrtendiskurses 3.2 Auswahl der Zeitschriften 3.3 Auswahl der Debatten 3.4 Digitale Erschließungsmethoden des Mediums der Zeitschriften II. Gelehrte Zeitschriften im Wandel der Kommunikations- und Gesellschaftskultur des 18. Jahrhunderts 1. Die Entwicklung des deutschen Zeitschriftenwesens im 18. Jahrhundert 1.1 Die Anfänge der gelehrten Zeitschriften 1.2 Christian Thomasius und der Beginn der deutschsprachigen Zeitschriften 1.3 Kontroverstheologie und Zeitschriftenwesen 1.4 Theologische Zeitschriften 2. Zentren und Publikationsorgane gelehrter Zeitschriften zwischen 1750 und 1790 2.1 Göttingen 2.1.1 Gründung der Universität und der K. Gesellschaft der Wissenschaften 2.1.2 Die Göttingischen Anzeigen von gelehrten Sachen 2.2 Berlin 2.2.1 Aufstieg und bürgerliche Bildungskultur 2.2.2 Die Allgemeine deutsche Bibliothek III. Historische Bibelkritik und konfessionelle Debattenkultur zu Beginn des 18. Jahrhunderts 1. Die Schrift als Gegenstand kontroverstheologischer Debattenkultur vor 1750 2. Der Beginn bibelkritischer Debatten in der gelehrten Öffentlichkeit (Wertheimer Bibel, Edelmann) IV. Die Debatte um Jean- Martin de Prades und die empirische Beweisbarkeit der biblischen Wahrheit (1751–1753) 1. Der Prozess um Jean- Martin de Prades’ Disputation an der Sorbonne 1751 1.1 Jean- Martin de Prades und die französische Aufklärung um 1750 1.2 De Prades’ Thesen zum Beweis der christlichen Offenbarung 1.3 Die Verurteilung der Thesen durch die Sorbonne 2. Die publizistische Inszenierung des Falls de Prades 2.1 Die Empörung über die Thesen in deutschen gelehrten Zeitschriften 2.1.1 Tübingische Berichte von gelehrten Sachen (Tübingen) 2.1.2 Freye Urtheile und Nachrichten (Hamburg) 2.1.3 Neue Zeitungen von gelehrten Sachen (Leipzig) 2.1.4 Rostockische gelehrte Nachrichten (Rostock) 2.2 Die Veröffentlichung der Satire Tombeau de la Sorbonne 2.3 Die Reaktionen auf die Satire 3. Die publizistische Verteidigung durch de Prades’ Apologie 3.1 Die Apologie de Prades’ 3.2 Die veränderte Wahrnehmung in gelehrten Zeitschriften 3.3 Die Wahrnehmung in theologischen Zeitschriften 4. Folgen: Empirische Methoden und umstrittene Freiheit der akademischen Bibelkritik V. Die Debatte um Henry St. John Bolingbroke und die Popularisierung der deistischen Bibelkritik (1753–1758) 1. Bolingbroke und der englische Deismus 2. Die offenbarungskritischen Thesen der Letters on the study and use of history (1752) 2.1 Der pragmatische Nutzen des Geschichtsstudiums 2.2 Bolingbrokes Trennung zwischen Profan- und Sakralgeschichte 2.3 Die Theorie der Geschichtsfälschung durch den Klerus 3. Die Rezeption der Debatte um Bolingbrokes Letters in England 4. Die Rezeption der Debatte um Bolingbrokes Letters in Deutschland 4.1 Die Rezeption der englischsprachigen Debatte 4.1.1 Göttingische Anzeigen von gelehrten Sachen (Göttingen) 4.1.1.1 Defense de Mr. Bolingbroke par M. de Voltaire 4.1.1.2 James Hervey’s Remarks on Lord Bolingbroke’s Letters 4.1.1.3 John Leland’s Reflections on The late Lord Bolingbroke’s Letters 4.1.1.4 Robert Claytons A vindication of the histories of the Old and New Testament 4.1.1.5 Peter Whalleys A vindication of the evidences and authenticity of the gospels 4.1.1.6 John Hills Thoughts concerning God and nature 4.1.2 Freye Urtheile und Nachrichten (Hamburg) 4.1.3 Zuverlässige Nachrichten (Leipzig) 4.1.4 Nachrichten von merkwürdigen Büchern (Halle) 4.2 Die Rezeption der deutschsprachigen Ausgabe der Letters 4.2.1 Bergmanns deutsche Übersetzung der Letters 4.2.2 Lessings Rezension in den Briefen, die neueste Litteratur betreffend 4.2.3 Rezension der Neuedition Johann Georg Hamanns in der Allgemeinen deutschen Bibliothek (Berlin) 5. Folgen: Popularisierung deistischer Bibelkritik und historisch gelehrte Apologetik VI. Die Debatte um Johann Salomo Semler und die beginnende Adaption der historischen Bibelkritik in der deutschen protestantischen Theologie (1757–1765) 1. Semler zwischen Aufklärung und Pietismus in Halle 2. Das theologische Reformprogramm der Nähern Anleitung zu nützlichem Fleisse in der ganzen Gottesgelersamkeit (1757) 3. Die Wahrnehmung der Nähern Anleitung in gelehrten Zeitschriften 3.1 Göttingische Anzeigen von gelehrten Sachen (Göttingen) 3.2 Erlangische gelerte Anmerkungen und Nachrichten (Erlangen) 3.3 Neue Zeitungen von gelerten Sachen (Leipzig) 3.4 Rostockische Anzeigen (Rostock) 4. Semlers Erster Anhang (1758) 5. Semlers Zweiter Anhang (1758) 6. Die Reaktionen auf Semlers Ersten und Zweiten Anhang 6.1 Göttingische Anzeigen von gelehrten Sachen (Göttingen) 6.2 Neue Zeitungen von gelehrten Sachen (Leipzig) 7. Der Streit um die historische Kanonkritik nach Semlers Institutio brevior (1765) 7.1 Göttingische Anzeigen von gelehrten Sachen (Göttingen) 7.2 Jenaische gelehrte Zeitungen (Jena) 7.3 Allgemeine deutsche Bibliothek (Berlin) 8. Folgen: Anfänge der Adaption der historischen Bibelkritik und die Polarisierung des innerprotestantisch- theologischen Diskurses VII. Die Debatte um Gottfried Less und die Hinwendung vom historischen zum moralischen Wahrheitsbeweis der Bibel (1768–1785) 1. Gottfried Less als Vermittlungstheologe zwischen Orthodoxie und Aufklärung 2. Jean Lévesque de Burignys Examen critique des apologistes (1766) 3. Gottfried Less’ Beweiß der Wahrheit der christlichen Religion (1768) 4. Die Rezeption von Less’ Beweiß der Wahrheit in theologischen und gelehrten Zeitschriften 4.1 Theologische Berichte von neuen Büchern und Schriften (Danzig) 4.2 Neue Critische Nachrichten (Greifswald) 4.3 Jenaische gelehrte Zeitungen (Jena) 4.4 Neue Zeitungen von gelehrten Sachen (Leipzig) 4.5 Göttingische Anzeigen von gelehrten Sachen (Göttingen) 4.6 Allgemeine deutsche Bibliothek (Berlin) 5. Less’ Veränderungen in den weiteren Auflagen und die Neuedition 1784 6. Die Wahrnehmung der Neufassung in theologischen und gelehrten Zeitschriften 6.1 Journal für Prediger (Halle) 6.2 Tübingische gelehrte Anzeigen (Tübingen) 6.3 Göttingische Anzeigen von gelehrten Sachen (Göttingen) 6.4 Allgemeine deutsche Bibliothek (Berlin) 7. Die Reaktion radikaler Aufklärer am Beispiel Christian Ludwig Paalzows 7.1 Paalzows Satire Hierokles oder Prüfung und Vertheidigung der christlichen Religion angestellt von den Herren Michaelis, Semler, Leß und Freret (1785) 7.2 Die Reaktionen auf Paalzows Hierokles in gelehrten Zeitschiften 7.2.1 Jenaische gelehrte Zeitungen (Jena) 7.2.2 Tübingische gelehrte Anzeigen (Tübingen) 7.2.3 Allgemeine deutsche Bibliothek (Berlin) 8. Paalzows Parodie auf Less’ Schriftbeweis in Gewissheit der Beweise des Apollinismus (1787) 9. Folgen: Transformationen des theologisch gelehrten Schriftbeweises und seine Rezeption im Diskurs unter Gebildeten der Spätaufklärung 9.1 Veränderungen der Rezeptionsbedingungen theologischer Debatten 9.2 Die Pluralisierung des protestantischen Schriftverständnisses VIII. Fazit: Transformationen des Schriftverständnisses unter Gelehrten und Gebildeten (1750–1785) 1. Popularisierung und Radikalisierung theologischer Debatten seit 1750 1.1 Auswirkungen der Radikalisierung französischer Religionsdebatten 1.2 Der englische Deismus als Vorbild liberaler laientheologischer Debattenkultur 2. Die Ausdifferenzierung des Schriftverständnisses im öffentlichen Diskurs 2.1 Halle und die Polarisierung des innertheologischen Diskurses 2.2 Göttingen und der Diskurs unter universitären Gelehrten 2.3 Berlin und der Diskurs im bürgerlich gebildeten Milieu 3. Die Zeitschrift als Forum und Transformator des historischkritischen Schriftdiskurses Literaturverzeichnis 1. Quellen bis 1800 2. Gelehrte und theologische Zeitschriften 3. Sekundärliteratur Personenregister Sachregister "Wie lassen sich der Anspruch der Bibel 'Heilige Schrift' zu sein, und die historische Kritik miteinander in Einklang bringen? Der Beginn der sich Mitte des 18. Jahrhunders ausbreitenden radikalen Religions- und Bibelkritik in Europa hing eng mit der Dynamik einer theologischen Debattenkultur zusammen, die sich aus dem institutionellen Rahmen der Universitäten in eine breitere, gelehrte Öffentlichkeit auszubreiten begann. Wesentlichen Anteil hieran hatte das Aufkommen des Zeitschriftenwesens, das maßgeblich zu einem Rationalisierungs- und Popularisierungsprozess des Diskurses beigetragen hat. Valentin Wendebourg zeichnet anhand exemplarischer Bibeldebatten aus Deutschland, Frankreich und England die grenzüberschreitenden Rezeptionsprozesse der Debatten und ihrer Kommunikationskulturen nach. Anhand dessen wird die unmittelbare Wechselwirkung zwischen den Veränderungen medialer Kommunikation und den fundamentalen theologischen Umbrüchen in Hinblick auf Schrift- und Theologieverständnis in der Aufklärungszeit sichtbar." -- Publisher, front inside flap of dust jacket "Wie lassen sich der Anspruch der Bibel 'Heilige Schrift' zu sein, und die historische Kritik miteinander in Einklang bringen? Der Beginn der sich Mitte des 18. Jahrhunders ausbreitenden radikalen Religions- und Bibelkritik in Europa hing eng mit der Dynamik einer theologischen Debattenkultur zusammen, die sich aus dem institutionellen Rahmen der Universitäten in eine breitere, gelehrte Öffentlichkeit auszubreiten begann. Wesentlichen Anteil hieran hatte das Aufkommen des Zeitschriftenwesens, das massgeblich zu einem Rationalisierungs- und Popularisierungsprozess des Diskurses beigetragen hat. Valentin Wendebourg zeichnet anhand exemplarischer Bibeldebatten aus Deutschland, Frankreich und England die grenzüberschreitenden Rezeptionsprozesse der Debatten und ihrer Kommunikationskulturen nach. Anhand dessen wird die unmittelbare Wechselwirkung zwischen den Veränderungen medialer Kommunikation und den fundamentalen theologischen Umbrüchen in Hinblick auf Schrift- und Theologieverständnis in der Aufklärungszeit sichtbar." -- Publisher, front inside flap of dust jacket. "Wie lassen sich der Anspruch der Bibel 'Heilige Schrift' zu sein, und die historische Kritik miteinander in Einklang bringen? Der Beginn der sich Mitte des 18. Jahrhunders ausbreitenden radikalen Religions- und Bibelkritik in Europa hing eng mit der Dynamik einer theologischen Debattenkultur zusammen, die sich aus dem institutionellen Rahmen der Universitäten in eine breitere, gelehrte Öffentlichkeit auszubreiten begann. Wesentlichen Anteil hieran hatte das Aufkommen des Zeitschriftenwesens, das maßgeblich zu einem Rationalisierungs- und Popularisierungsprozess des Diskurses beigetragen hat. Valentin Wendebourg zeichnet anhand exemplarischer Bibeldebatten aus Deutschland, Frankreich und England die grenzüberschreitenden Rezeptionsprozesse der Debatten und ihrer Kommunikationskulturen nach. Anhand dessen wird die unmittelbare Wechselwirkung zwischen den Veränderungen medialer Kommunikation und den fundamentalen theologischen Umbrüchen in Hinblick auf Schrift- und Theologieverständnis in der Aufklärungszeit sichtbar."--Rabat de la jaquette
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