(de)formierte Körper 2: Die Wahrnehmung Und Das Andere Im Mittelalter = Corps (dé)formés : Perceptions Et L'altérité Au Moyen-âge 2 ; Interdisziplinäre Tagung Göttingen, 1. - 3. Oktober 2010 (de)formed Body 2: Perception And The Other In The Middle
معرفی کتاب «(de)formierte Körper 2: Die Wahrnehmung Und Das Andere Im Mittelalter = Corps (dé)formés : Perceptions Et L'altérité Au Moyen-âge 2 ; Interdisziplinäre Tagung Göttingen, 1. - 3. Oktober 2010 (de)formed Body 2: Perception And The Other In The Middle» نوشتهٔ Gabriela Antunes, Björn Reich, Carmen Stange (Hrsg.)، منتشرشده توسط نشر Georg-August-Universität Göttingen. Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen - Universitätsverlag Göttingen در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
"Corps (Dé)formés: Perceptions et l’Altérité au Moyen-Âge 2". Interdisziplinäre Tagung. Göttingen, 1.–3. Oktober 2010. In der Kultur des Mittelalters nehmen Körper in ihrer äußeren Zeichenhaftigkeit eine zentrale Stellung ein. Dies gilt insbesondere für deformierte Körper, die aufgrund ihrer auffälligen Andersartigkeit immer wieder Thema wahrnehmungstheoretischer Diskurse werden. Das zeigt sich in zweierlei Hinsicht: Zum einen wird bereits in zeitgenössischen Quellen diskutiert, wie die körperlichen Besonderheiten den inneren Imaginationsapparat der Betrachter stimulieren, zum anderen zeichnen sich körperlich Deformierte zumindest in Kunst und Literatur auffallend häufig durch gesteigerte Wahrnehmungsfähigkeiten aus. Die körperliche Deformation markiert dabei Grenzüberschreitungen. Sie weist über die Dinge hinaus auf "das Andere" – gleich ob es sich dabei um ein kulturell Anderes handelt, oder um das "Andere" der Diesseitigkeit: das Transzendente und Göttliche. Obgleich man für das Hoch- und Spätmittelalter kein einheitliches Körperkonzept annehmen kann, ist auffällig, an wie vielen Schnittpunkten der deformierte Körper ins Zentrum der Wahrnehmung rückt. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den Perspektiven verschiedener Fachdisziplinen, wie z. B. Kunst- und Literaturwissenschaft, Medizingeschichte, Dis/ability Studies oder Theologie in diesem Band, die den Besonderheiten des deformierten Körpers in seinem Verhältnis zur Epistemologie und eben zum "Anderen" gezielt nachspüren. In Der Kultur Des Mittelalters Nehmen Körper In Ihrer äußeren Zeichenhaftigkeit Eine Zentrale Stellung Ein. Dies Gilt Insbesondere Für Deformierte Körper, Die Aufgrund Ihrer Auffälligen Andersartigkeit Immer Wieder Thema Wahrnehmungstheoretischer Diskurse Werden. Das Zeigt Sich In Zweierlei Hinsicht: Zum Einen Wird Bereits In Zeitgenössischen Quellen Diskutiert, Wie Die Körperlichen Besonderheiten Den Inneren Imaginationsapparat Der Betrachter Stimulieren, Zum Anderen Zeichnen Sich Körperlich Deformierte Zumindest In Kunst Und Literatur Auffallend Häufi G Durch Gesteigerte Wahrnehmungsfähigkeiten Aus. Die Körperliche Deformation Markiert Dabei Grenzüberschreitungen. Sie Weist über Die Dinge Hinaus Auf ‚das Andere‘ – Gleich Ob Es Sich Dabei Um Ein Kulturell Anderes Handelt, Oder Um Das ‚andere‘ Der Diesseitigkeit: Das Transzendente Und Göttliche. Obgleich Man Für Das Hoch- Und Spätmittelalter Kein Einheitliches Körperkonzept Annehmen Kann, Ist Auffällig, An Wie Vielen Schnittpunkten Der Deformierte Körper Ins Zentrum Der Wahrnehmung Rückt. Diese Vielfalt Spiegelt Sich Auch In Den Perspektiven Verschiedener Fachdisziplinen, Wie Z. B. Kunst- Und Literaturwissenschaft, Medizingeschichte, Dis/ability Studies Oder Theologie In Diesem Band, Die Den Besonderheiten Des Deformierten Körpers In Seinem Verhältnis Zur Epistemologie Und Eben Zum Anderen Gezielt Nachspüren. In The Culture Of The Middle Ages, Bodies Occupy A Central Position In Their External Character. This Applies In Particular To Deformed Bodies That, Due To Their Conspicuous Otherness, Are Repeatedly The Subject Of Perceptual-theoretical Discourses. This Is Evident In Two Respects: On The One Hand, It Is Already Being Discussed In Contemporary Sources How The Physical Peculiarities Stimulate The Viewer's Inner Imagination, And On The Other Hand Physically Deformed People, At Least In Art And Literature, Are Conspicuously Characterized By Increased Perceptive Abilities. The Physical Deformation Marks Border Crossing. It Points Beyond Things, 'the Other' - Whether It Is A Culturally Different Thing Or The 'other' Of This Worldliness: The Transcendent And The Divine. Although One Can Not Assume A Uniform Body Concept For The High And Late Middle Ages, It Is Noticeable How Many Intersections The Deformed Body Moves Into The Center Of Perception. This Diversity Is Also Reflected In The Perspectives Of Various Specialist Disciplines, Such As: For Example, Art And Literature, Medical History, Did/ability Studies Or Theology In This Volume, The Specific Nature Of The Deformed Body In Its Relation To Epistemology And Just To Other Trace. Gabriela Antunes, Björn Reich Und Carmen Stange (hrsg.) Includes Bibliographical References And Index. Text In German. Die Sicht des Hinkenden – zum Verhältnis von Wahrnehmung und Körperdeformation: Eine Einleitung / Gabriela Antunes, Björn Reich, Carmen Stange 9 Entstellte Schönheiten: Überlegungen zum mittelalterlichen Bezug zwischen Hässlichkeit des Körpers und Schönheit der Seele / Gabriela Antunes 35 Der leidende Leib als deformierter Leib: Überlegungen zum "Armen Heinrich" Hartmanns von Aue / Daniele Gallindo Gonçalves Silva 49 "in ir kemenâten gie si sô / und nam ein scharf schære": Inzest und weibliche Autoaggression in der Literatur des Mittelalters / Sabrina Hufnagel 67 Lepröse, Riesen und der Teufel selbst: Ungewöhnliche Figuren und Ereignisse im "Jaufréroman" / Imre Gábor Majorossy 87 "Monstra", Macht und die Ordnung des Raums: Zur Funktion der phantastischen Figuren im "Daniel von dem Blühenden Tal" / Lea Braun 109 Poetologische Deformierungen: Konrads von Würzburg "Der Welt Lohn" / Julia Rüthemann 131 "Etliches het zwei hovbit": Deformierte Kinder in der deutschsprachigen Literatur des Mittelalters / Robert Mohr 147 "Dans les têtes [...] des crapauds qui sautent, engendrés de la cervelle": Corps infernaux et corps paradisiaques dans la sculpture moissagaise / Eric Hold 161 "Aus vorsehunge Gottes des Allmechtigen": Der Bezug zwischen Gott und Gebrechen in Supplikationen des Dresdner Jakobshospitals / Alexandra-Kathrin Stanislaw-Kemenah 185 Der Blick auf den "gebrechenhaften" Körper in autobiographischen und familiengeschichtlichen Aufzeichnungen des 15. und 16. Jahrhunderts / Bianca Frohne 205 Les monstres norrois: Quelques remarques / Claude Lecouteux 225 "Von Þórólfr Höllenhaut ist das zu sagen, dass er in schlechtem Rufe stand": Zur Wahrnehmung deformierter Körper in der altnordischen Sagaliteratur / Hendrikje Hartung 241 Ecke und Rainouart: Der heidnisch-höfische Riese als Grenzfigur zwischen den Ordnungen / Ronny F. Schulz 261 Schreiende Kriegswunden: Darstellungen kriegsbedingter Traumatisierung in mittelalterlicher heroischer Dichtung / Sonja Kerth 273 Verkrüppelte Helden, impotente Magier, kampfunfähige Liebhaber / Björn Reich 299 Register 319 Not available In der Kultur des Mittelalters nehmen Körper in ihrer äußeren Zeichenhaftigkeit eine zentrale Stellung ein. Dies gilt insbesondere für deformierte Körper, die aufgrund ihrer auffälligen Andersartigkeit immer wieder Thema wahrnehmungstheoretischer Diskurse werden. Das zeigt sich in zweierlei Hinsicht: Zum einen wird bereits in zeitgenössischen Quellen diskutiert, wie die körperlichen Besonderheiten den inneren Imaginationsapparat der Betrachter stimulieren, zum anderen zeichnen sich körperlich Deformierte zumindest in Kunst und Literatur auffallend häufi g durch gesteigerte Wahrnehmungsfähigkeiten aus. Die körperliche Deformation markiert dabei Grenzüberschreitungen. Sie weist über die Dinge hinaus auf 'das Andere' - gleich ob es sich dabei um ein kulturell Anderes handelt, oder um das 'Andere' der Diesseitigkeit: das Transzendente und Göttliche. Obgleich man für das Hoch- und Spätmittelalter kein einheitliches Körperkonzept annehmen kann, ist auffällig, an wie vielen Schnittpunkten der deformierte Körper ins Zentrum der Wahrnehmung rückt. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den Perspektiven verschiedener Fachdisziplinen, wie z. B. Kunst- und Literaturwissenschaft, Medizingeschichte, Dis/ability Studies oder Theologie in diesem Band, die den Besonderheiten des deformierten Körpers in seinem Verhältnis zur Epistemologie und eben zum 'Anderen' gezielt nachspüren In der Kultur des Mittelalters nehmen Körper in ihrer äusseren Zeichenhaftigkeit eine zentrale Stellung ein. Dies gilt insbesondere für deformierte Körper, die aufgrund ihrer auffälligen Andersartigkeit immer wieder Thema wahrnehmungstheoretischer Diskurse werden. Das zeigt sich in zweierlei Hinsicht: Zum einen wird bereits in zeitgenössischen Quellen diskutiert, wie die körperlichen Besonderheiten den inneren Imaginationsapparat der Betrachter stimulieren, zum anderen zeichnen sich körperlich Deformierte zumindest in Kunst und Literatur auffallend häufi g durch gesteigerte Wahrnehmungsfähigkeiten aus. Die körperliche Deformation markiert dabei Grenzüberschreitungen. Sie weist über die Dinge hinaus auf 'das Andere' - gleich ob es sich dabei um ein kulturell Anderes handelt, oder um das 'Andere' der Diesseitigkeit: das Transzendente und Göttliche. Obgleich man für das Hoch- und Spätmittelalter kein einheitliches Körperkonzept annehmen kann, ist auffällig, an wie vielen Schnittpunkten der deformierte Körper ins Zentrum der Wahrnehmung rückt. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den Perspektiven verschiedener Fachdisziplinen, wie z. B. Kunst- und Literaturwissenschaft, Medizingeschichte, Dis/ability Studies oder Theologie in diesem Band, die den Besonderheiten des deformierten Körpers in seinem Verhältnis zur Epistemologie und eben zum "Anderen" gezielt nachspüren
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