معرفی کتاب «Das Wissen der Börse : Medien und Praktiken des Finanzmarktes» نوشتهٔ Ramón Reichert، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2009. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die Finanzkrise im Herbst 2008 hat die Welt erschüttert. Doch die Innenseite der Börse bleibt weiterhin unbekannt. Nur wenige haben Zugang zu Finanzkommunikation und Finanzmarktwissen. Der Einzug elektronischer Handels- und Informationssysteme hat zu einer massiven Beschleunigung der Transaktionen geführt und zugleich die Hegemonie der institutionellen Investoren, der Banken und der Börsen, aufgelöst. Diese Dynamik verschärft die Fragilität des Finanzmarktwissens, das nicht zuletzt um mathematische Optimierungsprobleme kreist. Die statistischen Berechnungen zur Bewertung und Absicherung von Finanzpositionen erlauben keine Repräsentation mehr als stabiles, visualisierbares Wissen, dem die Kontrolle über die inhärenten Risiken zugetraut werden kann. Die gigantischen Datenmengen der Finanzprodukte, Derivate und Transaktionen sind somit stets bedroht: in ihrer Lesbarkeit. Ramón Reichert eröffnet mit seiner Analyse der (Un-)Lesbarkeiten im Feld der Börse neue Perspektiven auf die mediale und kulturelle Dimension der Finanzmärkte und ihrer Krise. Medien,Wissen,Finanzwissen,Börse,Medialisierung,Kulturelle Praxis,Wissenschaftsgeschichte,Wirtschaft,Medientheorie,Wirtschaftssoziologie,Kulturwissenschaft,Medienwissenschaft,Media,History of Science,Economy,Media Theory,Economic Sociology,Cultural Studies,Media Studies Die Finanzkrise im Herbst 2008 hat die Welt erschüttert. Doch die Innenseite der Börse bleibt weiterhin unbekannt. Nur wenige haben Zugang zu Finanzkommunikation und Finanzmarktwissen. Der Einzug elektronischer Handels- und Informationssysteme hat zu einer massiven Beschleunigung der Transaktionen geführt und zugleich die Hegemonie der institutionellen Investoren, der Banken und der Börsen, aufgelöst. Diese Dynamik verschärft die Fragilität des Finanzmarktwissens, das nicht zuletzt um mathematische Optimierungsprobleme kreist. Die statistischen Berechnungen zur Bewertung und Absicherung von Finanzpositionen erlauben keine Repräsentation mehr als stabiles, visualisierbares Wissen, dem die Kontrolle über die inhärenten Risiken zugetraut werden kann. Die gigantischen Datenmengen der Finanzprodukte, Derivate und Transaktionen sind somit stets bedroht: in ihrer Lesbarkeit. Ramón Reichert eröffnet mit seiner Analyse der (Un- )Lesbarkeiten im Feld der Börse neue Perspektiven auf die mediale und kulturelle Dimension der Finanzmärkte und ihrer Krise
Die Finanzkrise im Herbst 2008 hat die Welt erschüttert. Doch die Innenseite der Börse bleibt weiterhin unbekannt. Nur wenige haben Zugang zu Finanzkommunikation und Finanzmarktwissen. Der Einzug elektronischer Handels- und Informationssysteme hat zu einer massiven Beschleunigung der Transaktionen geführt und zugleich die Hegemonie der institutionellen Investoren, der Banken und der Börsen, aufgelöst. Diese Dynamik verschärft die Fragilität des Finanzmarktwissens, das nicht zuletzt um mathematische Optimierungsprobleme kreist. Die statistischen Berechnungen zur Bewertung und Absicherung von Finanzpositionen erlauben keine Repräsentation mehr als stabiles, visualisierbares Wissen, dem die Kontrolle über die inhärenten Risiken zugetraut werden kann. Die gigantischen Datenmengen der Finanzprodukte, Derivate und Transaktionen sind somit stets bedroht: in ihrer Lesbarkeit.Ramón Reichert eröffnet mit seiner Analyse der (Un-)Lesbarkeiten im Feld der Börse neue Perspektiven auf die mediale und kulturelle Dimension der Finanzmärkte und ihrer Krise.
Die Innenseite der Börse bleibt vielfach unbekannt. Nur wenige verfügen über Fachwissen und Medienkompetenzen im Feld der Finanzkommunikation. Was gibt das ökonomische Wissen des Finanzmarktes vor, sicht- und sagbar zu machen? Wie kann die Medialität der Börse als privilegierter Ort ökonomischer Sinnstiftung in Frage gestellt werden? Ausgehend von diesen Fragen untersucht der Band das Verhältnis von Medien und Wissen der Börse und beleuchtet die kulturellen Praktiken der Daytrader. Ihre Kurven, Charts und Indizes etablieren als Beobachtungs- und Steuerungsinstrumente neue Sichtbarkeitsordnungen, die Entscheidungswissen und neue Messbarkeiten generieren. Mit der Transformation der Finanzmärkte zu rechnergestützten Systemen prägen digitale Zeichenpraktiken die Dynamik von Aktienmarkt und Wertpapierhandel. Es wird gezeigt: Die gigantischen Datenmengen der Finanzprodukte, Derivate und Transaktionen sind stets bedroht - von ihrer Lesbarkeit Inhalt Abkürzungsverzeichnis Einleitung I. Ströme, Turbulenzen, Blasen I.1 Inmitten der Finanzströme I.2 Meteorologie der Börse I.3 Turbulenzen und Blasen I.4 Ökonomik und Chrematistik I.5 E-Empire I.6 Das Medium ist der Markt I.7 Geld ist Bit/s I.8 Orderströme im Netz I.9 Die Deregulierung der Börse II. Technologien der Finanzmärkte II.1 Eine andere Geschichte des Internets II.2 Informationseffi zienz II.3 Genealogie der elektronischen Netze II.4 Börsenfernsehen II.5 Im Betriebssystem der Finanzderivate II.6 Das charttechnische Wissen III. Performativität der Börse III.1 Mikropraktiken im Daytrading III.2 Ein Foto der Wallstreet III.3 Medienarchäologie des Tippfehlers III.4 Finance Art Anmerkungen Literatur