Das Vermächtnis des Christlichen Orients: Eine sozialwissenschaftliche Studie
معرفی کتاب «Das Vermächtnis des Christlichen Orients: Eine sozialwissenschaftliche Studie» نوشتهٔ Heinz Otto Luthe، منتشرشده توسط نشر Harrassowitz در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Der Christliche Orient, die in ihrer Frühzeit am weitesten ausgedehnte sowie kulturell und sprachlich vielfältigste Ursprungsregion einer Weltregion, hat einen gewaltigen Schatz an Textzeugnissen hinterlassen. Dank philologischer Meisterarbeit sind diese Zeugnisse inzwischen größtenteils aufbereitet und gesichert. So verdienstvoll diese Bemühungen sind, sie lassen die Frage offen, ob diese uns fremd gewordene Kultur nur für sich selbst spricht oder ob sie uns in ihrer Bedeutung epochenübergreifend näher rücken kann. Um dieser Frage nachzugehen bedarf es einer Relecture der vorhandenen Texte. Heinz Otto Luthe unternimmt dies am Beispiel ausgewählter Zeugnisse aus der Frühzeit des syrischen Christentums, Auszügen aus Bardaisan, Aphrahat und Ephräm. Dabei erweist sich die Kulturbedeutung dieser Epoche als ein Vermächtnis dreifacher Öffnung und Herausforderung: einer Öffnung des Zeithorizontes und damit der Herausforderung des Unabgeschlossenen; einer Öffnung des Kulturhorizontes und damit der Herausforderung des Vielfältigen; und schließlich einer Öffnung des Sprachhorizontes und damit der Herausforderung des Uneindeutigen. Dieses Vermächtnis der Öffnung konnte auch mit der fortschreitenden Institutionalisierung der christlichen Kirchen und dem damit verbundenen Anspruch auf Endgültigkeit, Ausschließlichkeit und Eindeutigkeit nicht völlig verdrängt werden. Vielmehr erweist es sich im Prozess der Ökumene als weiterhin wirksam. Dabei bleibt seine Bedeutung nicht nur im Hinblick auf den Entwicklungsprozess christlicher Kirchen weiter zu klären, sondern stellt darüber hinaus auch für die Untersuchung der Dynamik von Kultur ganz allgemein eine vielversprechende Aufgabe dar. Cover Inhalt Vorwort 1. Einleitung 1.1. Der Rahmen: die Wissenschaft vom Christlichen Orient - eine "moderne" Wissenschaft 1.2. Perspektive und Ausschnitt 2. Schwerpunkte bisheriger Forschung zum Christlichen Orientjenseits der philologischen Erschließung seiner frühen Texte 2.1. Schwerpunkt „Ursprung“ 2.2. Schwerpunkt „Vermittlung“ 2.3. Schwerpunkt „Opfer“ 3. Dimensionen der Kulturbedeutung und des Vermächtnissesdes frühen christlichen Orients 3.1. Die Öffnung des Zeithorizontes 3.2. Die Öffnung des Kultur- und Methodenhorizontes 3.2.1. Die Anfänge: Markion und Tatian 3.2.2. Ein Durchbruch: Bardaisan 3.3. Die Öffnung des theologischen Diskurses 3.3.1. Aphrahat 3.3.2. Ephräm 3.3.3. Das „Perlenlied“ aus den apokryphen Thomasakten 4. Zusammenfassung: Die Aufwertung des Unabgeschlossenen,der Vielfalt und des Uneindeutigen als Vermächtnisdes Christlichen Orients 4.1. Die Aufwertung des Unabgeschlossenen - Entzauberung von Gewissheiten 4.2. Die Aufwertung der Vielfalt – Entzauberung angemaßter Überlegenheit 4.3. Die Aufwertung des Uneindeutigen – Von „Zahlen und Figuren“zu „Losungszeichen“ 5. Unzeitgemäßes Vermächtnis – gefährdetes Erbe 6. Erstrebte Einheit – verdrängte Vielfalt 6.1. „Hellenisierung“ 6.2. „Latinisierung“ 6.3. Fortschreitende Entfremdung – Chalkedon und die Folgen 7. Eine Zwischenbilanz 8. Zerrüttung, Spaltungen und Unionspolitik 8.1. Vom Ehrenprimat zum Jurisdiktionsprimat 8.2. „Reductio“ und Sprachenpolitik als Wege zu einer „Union“ 9. Humanistische Gelehrsamkeit, Missionierungsauftrag und das Erwachen wissenschaftlichen Interesses am Christlichen Orient 9.1. Die „Renaissance“ des 12. Jahrhunderts 9.2. Vom Sprachunterricht zur Sprachforschung - Ansätze einer Wissenschaft vom Christlichen Orient 10. Zur Frage der Bewährung des Vermächtnissesdes Christlichen Orients 10.1. Diaspora – Krise und Chance 10.1.1. Diaspora als Metapher für „Moderne“ 10.1.2. Das Diasporatrauma 10.1.3. Die „longue durée“ der Erinnerung 10.1.4. Diaspora als Chance 10.2. Der Prozess der Ökumene 10.2.1. Organisationen, Ziele und Schlüsselereignisse im ökumenischen Prozess 10.2.2. Kritik – Probleme 11. Resümee 12. Anhang 12.1. Quellen 12.2. Sekundärliteratur 12.3 Personenregister "Der Christliche Orient, die in ihrer Frühzeit am weitesten ausgedehnte sowie kulturell und sprachlich vielfältigste Ursprungsregion einer Weltregion, hat einen gewaltigen Schatz an Textzeugnissen hinterlassen. Dank philologischer Meisterarbeit sind diese Zeugnisse inzwischen grösstenteils aufbereitet und gesichert. So verdienstvoll diese Bemühungen sind, sie lassen die Frage offen, ob diese uns fremd gewordene Kultur nur für sich selbst spricht oder ob sie uns in ihrer Bedeutung epochenübergreifend näher rücken kann. Um dieser Frage nachzugehen bedarf es einer Relecture der vorhandenen Texte. Heinz Otto Luthe unternimmt dies am Beispiel ausgewählter Zeugnisse aus der Frühzeit des syrischen Christentums, Auszügen aus Bardaisan, Aphrahat und Ephräm. Dabei erweist sich die Kulturbedeutung dieser Epoche als ein Vermächtnis dreifacher Öffnung und Herausforderung: einer Öffnung des Zeithorizontes und damit der Herausforderung des Unabgeschlossenen; einer Öffnung des Kulturhorizontes und damit der Herausforderung des Vielfältigen; und schliesslich einer Öffnung des Sprachhorizontes und damit der Herausforderung des Uneindeutigen. Dieses Vermächtnis der Öffnung konnte auch mit der fortschreitenden Institutionalisierung der christlichen Kirchen und dem damit verbundenen Anspruch auf Endgültigkeit, Ausschließlichkeit und Eindeutigkeit nicht völlig verdrängt werden. Vielmehr erweist es sich im Prozess der Ökumene als weiterhin wirksam. Dabei bleibt seine Bedeutung nicht nur im Hinblick auf den Entwicklungsprozess christlicher Kirchen weiter zu klären, sondern stellt darüber hinaus auch für die Untersuchung der Dynamik von Kultur ganz allgemein eine vielversprechende Aufgabe dar"--Page 4 of cover
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