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Das vergessene Generalgouvernement : Die Deutsche Besatzungspolitik in Kongresspolen 1914-1918

معرفی کتاب «Das vergessene Generalgouvernement : Die Deutsche Besatzungspolitik in Kongresspolen 1914-1918» نوشتهٔ Arkadiusz Stempin، منتشرشده توسط نشر Brill/Ferdinand Schoenigh در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Das deutsche Kaiserreich entriss im Ersten Weltkrieg die zentralpolnischen Gebiete mit Warschau dem Zarenreich und bereitete der hundertjährigen russischen Herrschaft in Polen das Ende. Der Vertreter des Kaisers in Warschau, Generalgouverneur Hans Hartwig von Besler, ließ sich auf ein gewagtes Spiel ein: Er wollte die katholischen Polen als Ver-bündete im Kampf gegen das orthodoxe und barbarische Russland gewinnen. Eingezwängt zwischen den Falken in Berlin und ungestümen polnischen nationalistischen Gruppierungen plante von Besler einen polnischen Staat nach deutschem Muster zu errichten und zum Juniorpartner des Kaiserreichs zu erheben. Seine Besatzungspolitik war folglich durch zahlreiche Konzessionen gegenüber der katholischen Kirche gekennzeichnet. Am demselben pro-polnischen Prinzip orientierte sich auch seine Judenpolitik und die Vorgehensweise gegenüber der lutherischen deutschen Minderheit. Das vergessene Generalgouvernement: Die deutsche Besatzungspolitik in Kongresspolen 1914-1918 Inhalt Einführung – das vergessene Generalgouvernement 1. Forschungsstand 2. Quellenbasis 3. Begrifflicher und methodischer Ansatz. Problemstellung 1. Die deutsche Zivilverwaltung in Kongresspolen von den Anfängen im Januar 1915 bis zur Errichtung des Generalgouvernements im August 1915 1.1. Deutsche Ziele in Kongresspolen zu Kriegsbeginn 1.2. Pro-russische und antideutsche Haltung der kongresspolnischen Bevölkerung 1914 1.3. Die Errichtung der Zivilverwaltung im besetzten Teil Kongresspolens 1.4. Die Zivilverwaltung als Instrument kriegswirtschaftlicher Interessen 1.5. Kulturpolitik als Kontrollmechanismus 1.6. Behutsames Vorgehen in der Schulpolitik 1.7. Erste Ansätze in der Kirchenpolitik 2. Militärische Verwaltung in Warschau im August 1915 – Vorspiel für die divergierende Entwicklung zwischen der Besatzungsmacht und der einheimischen Bevölkerung 2.1. Politische Orientierung der Warschauer und kongresspolnischen Bevölkerung im August 1915 2.2. Besetzung Warschaus und militärische Verwaltung – Kriegsbeil und Ölzweig 3. Mechanismen der Machtausübung im besetzten Gebiet – das Generalgouvernement Warschau 3.1. Errichtung des Generalgouvernements Warschau im August 1915 3.2. Der Hauptentscheidungsträger – Generalgouverneur Hans Hartwig von Beseler 3.3. Strukturelle Mechanismen und personelle Besetzung des Generalgouvernements 3.4. Die Anfänge von Beselers Besatzungspolitik 4. Gescheiterte »moralische Eroberung«: Die Wiedererrichtung der polnischen Universität 4.1. Polnische und deutsche Konzeptionen für die Warschauer Hochschulen 4.2. Die kriegsbedingte Satzung der Warschauer Universität als administrative Grundlage für die moralische Eroberung der Hochschule 4.3. Die Berufung der Universitätsprofessoren 4.4. Kurzzeitige Begeisterung – Die Wiedereröffnung der Warschauer Universität 4.5. Das Scheitern »moralischer Eroberung« der geistigen Elite Polens 4.6. Studentenstreik und Schließung der Hochschulen im Mai 1971 5. Kulturpolitik im Dienste der Machtstabilisierung 5.1. Der Einsatz historischer polnischer Identität als kulturpolitische Strategie 5.2. Die Proklamation eines unabhängigen Polen am 5. November 1916 und ihre kulturpolitischen Konsequenzen 5.3. Export kultureller deutscher Errungenschaften 6. Schulpolitik – zwischen Kontrolle und Modernisierung 6.1. Grundzüge der Politik der Zivilverwaltung im Bereich des elementaren und mittleren Schulwesens – Mündigkeit Polens unter deutschem Schutz 6.2. Verhandlungen über die Übergabe des Schulwesens 7. Kirchenpolitik gegenüber der polnischen katholischen Kirche 7.1. Vorspiel im Kaiserreich – Annäherung und Unterdrückung der katholischen Kirche 7.2. Kontrolle und Kollaboration – der deutsche Kurs bis zur Errichtung des Generalgouvernement Warschau 7.3. Beselers Kirchenpolitik – zwischen Verlockung und Disziplinierung 7.4. Gescheiterte Annäherung mit der Kirchenspitze bei der Proklamation des polnischen Staates 7.5. Eine labile Allianz mit der Kirche 7.6. Auseinandersetzungen um die Wiedereröffnung der katholisch-theologischen Fakultät an der polnischen Universität Warschau 8. Politik gegenüber der protestantischen deutschen Minderheit 8.1. Das Deutschtum in Kongresspolen am Vorabend des Krieges 8.2. Zur Politik der deutschen Zivilverwaltung im Besatzungsgebiet links der Weichsel von Dezember 1914 bis August 1915 8.3. Beselers Kurs gegenüber den deutschnationalen Lodzer Aktivisten 8.4. Beselers Annäherung an den Deutschen Verein 8.5. Der neuralgische Punkt – Förderung des deutschen Schulwesens 8.6. Die Quadratur des Kreises: Die Stärkung der nationaldeutschen Lutheraner in der polonisierten Evangelisch-Augsburgischen Kirche (EAK) 9. Judenpolitik im Schatten der Polenfrage 9.1. Die Juden in Kongresspolen am Vorabend des Krieges 9.2. Deutsche Insurrektionspläne für die polnischen Juden 9.3. Judenkurs der Zivilverwaltung Links der Weichsel bis August 1915 9.4. Das neue Machtzentrum in Warschau – Generalgouvernement 9.5. Die Regelung des jüdischen Schulwesens 9.6. Die Erzeugung des deutschen Ablegers – die Agudas 9.7. Die Wende in der deutschen Judenpolitik nach der Proklamation vom 5. November 9.8. Vermittlung jüdischer Arbeiter nach Deutschland 9.9. Verordnung über die Organisation der jüdischen Gesellschaft 9.10. Ausrichtung der Judenpolitik und Entwicklungen in den Jahren 1917-1918 Resümee Quellen- und Literaturverzeichnis Personenregister Das deutsche Kaiserreich entriss im Ersten Weltkrieg die zentralpolnischen Gebiete mit Warschau dem Zarenreich und bereitete der hundertjährigen russischen Herrschaft in Polen das Ende. Der Vertreter des Kaisers in Warschau, Generalgouverneur Hans Hartwig von Beseler, ließ sich auf ein gewagtes Spiel ein: Er wollte die katholischen Polen als Verbündete im Kampf gegen das orthodoxe und "barbarische" Russland gewinnen. Eingezwängt zwischen den "Falken" in Berlin und ungestümen polnischen nationalistischen Gruppierungen plante von Beseler einen polnischen Staat nach deutschem Muster zu errichten und zum Juniorpartner des Kaiserreichs zu erheben. Seine Besatzungspolitik war folglich durch zahlreiche Konzessionen gegenüber der katholischen Kirche gekennzeichnet. An demselben pro-polnischen Prinzip orientierte sich auch seine Judenpolitik und die Vorgehensweise gegenüber der lutherischen deutschen Minderheit.-- Provided by publisher "During the First World War, the German Empire snatched the central Polish territories with Warsaw from the Tsarist empire and put an end to the hundred-year-old Russian rule in Poland. The representative of the emperor in Warsaw, Governor General Hans Hartwig von Beseler, got involved in a daring game: he wanted to win Catholic Poles as allies in the fight against Orthodox and "barbaric" Russia. Squeezed between the "hawks" in Berlin and impetuous Polish nationalist groups, von Beseler planned to establish a Polish state based on the German model and to make it a junior partner of the empire. His occupation policy was therefore characterized by numerous concessions to the Catholic Church. His Jewish policy and approach to the Lutheran German minority were based on the same pro-Polish principle."--Translated from back cover
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