Das unzufriedene Volk : Protest und Ressentiment in Ostdeutschland von der friedlichen Revolution bis heute
معرفی کتاب «Das unzufriedene Volk : Protest und Ressentiment in Ostdeutschland von der friedlichen Revolution bis heute» نوشتهٔ Detlef Pollack، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Ostdeutsche stilisieren sich im öffentlichen Diskurs gern als Opfer der deutschen Einheit. Tatsächlich haben sie sich aber von der friedlichen Revolution bis heute als mächtiger politischer Akteur erwiesen. So ging im revolutionären Umbruch von 1989 die Dynamik nicht von der kleinen Schar der Bürgerrechtler und Bürgerrechtlerinnen aus, sondern von der Bevölkerung. Und heute beherrscht die ostdeutsche Bevölkerung durch ihr Wahlverhalten und nicht zuletzt durch ihren Opferdiskurs die öffentlichen Debatten. Am ostdeutschen Protestverhalten lässt sich begreifen, wie sich eine Bevölkerung zum Volk konstituiert - unter den Bedingungen einer Diktatur - und wie in der Demokratie die kollektive Selbstermächtigung zum Ressentiment verkommt. Ostdeutsche werden im öffentlichen Diskurs gerne als Opfer der deutschen Einheit stilisiert. Tatsächlich haben sie sich von der friedlichen Revolution bis heute als mächtige politische Akteur*innen erwiesen. Detlef Pollack analysiert aus wissenschaftlicher Perspektive und mithilfe seiner persönlichen Erfahrungen als Zeitzeuge und Teilnehmer, wie sich dies bereits im revolutionären Umbruch von 1989 erkennen lässt. Denn die entscheidenden Dynamiken gingen nicht, wie vielfach behauptet, von einer kleinen Schar Oppositioneller aus, sondern von der breiten Bevölkerung selbst. Diese Macht des Volkes zeigt sich bis heute, wo die ostdeutsche Bevölkerung durch ihr Wahlverhalten und nicht zuletzt auch durch ihren Opferdiskurs wiederum Berücksichtigung einklagt. Am ostdeutschen Protestverhalten lässt sich begreifen, wie sich eine Bevölkerung zum Volk konstituiert - unter den Bedingungen von Diktatur und Demokratie In public discourse, East Germans like to portray themselves as victims of German unity. Yet, they have proved to be powerful political actors from the peaceful revolution to the present day. In the revolutionary upheaval of 1989, the political dynamic did not originate from the small group of civil rights activists, but from the population itself. And today, the East German population dominates public debates through its voting behaviour and through its victim discourse. Through the East German protest behaviour we can see how a population constitutes itself as a nation under the conditions of a dictatorship and how, in democracy, collective self-empowerment degenerates into resentment. "Die Ostdeutschen sehen sich oft als Opfer und Vergessene, dabei wird über keinen Bevölkerungsteil so viel geschrieben und diskutiert wie über die Ostdeutschen. Auch die Revolution von 1989 war kein Erfolg einer Elite, sondern ein Sieg des Volkes. Der Soziologe Detlef Pollack schildert, wie die Selbstermächtigung der Ostdeutschen zum Ressentiment wurde" (Platz 7 der Sachbuch-Bestenliste für Oktober 2020).--Publisher's website Inhalt Einführung Kapitel 1 — »Wir sind das Volk« Die Rolle der ostdeutschen Bevölkerung in der friedlichen Revolution Kapitel 2 — »Wir sind ein Volk« Die Ostdeutschen im Prozess der Wiedervereinigung Kapitel 3 — »Wir war’n das Volk« Die schwierige Ankunft der Ostdeutschen in Deutschland Fazit Danksagung
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