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Das sozialistische Milieu in Bamberg während der Weimarer Republik

معرفی کتاب «Das sozialistische Milieu in Bamberg während der Weimarer Republik» نوشتهٔ Julia Oberst، منتشرشده توسط نشر wbg Academic in der Verlag Herder GmbH در سال 2021. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Die Weimarer Republik brachte für die fränkische Stadt Bamberg keine goldenen, aber rote Wachstumsjahre des sozialistischen Milieus. Von 1918 bis 1933 wurde das Arbeitermilieu in allen Facetten auf- und ausgebaut, sodass ein Netz aus Organisationen für sämtliche Lebensbereiche entstand. Neben Ortsgruppen der linken Parteien existierten rund 30 Gewerkschaften und eine Vielzahl an Freizeitvereinen. Das rote Milieu entwickelte sich in Bamberg so zu einem stabilisierenden Faktor für die erste deutsche Demokratie und nahm schon ab 1922 den Kampf gegen den Nationalsozialismus und Antisemitismus auf. In der vorliegenden Untersuchung analysiert Julia Oberst Strukturen und Besonderheiten des sozialistischen Milieus in Bamberg. Damit eröffnet sich eine neue Perspektive auf die katholische Stadt und zugleich werden die bisherigen Forschungsdesiderate Weimarer Republik, Arbeiterbewegung und Entstehungszeitpunkt des Arbeitermilieus behandelt. Cover Impressum Inhaltsverzeichnis Danksagung Abkürzungsverzeichnis Abbildungsverzeichnis Tabellenverzeichnis 1. Einleitung 1.1 Fragestellung und thematischer Aufriss 1.2 Quellenlage 1.3 Milieutheorie und das Konzept des sozialistischen Milieus 1.4 Forschungsstand 1.5 Methode, Schwerpunkte und Aufbau 2. Soziale, wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen 2.1 Bevölkerung, Konfession und Topographie 2.2 Wirtschaft und Industrie 2.2.1 Industrialisierung bis 1918 2.2.2 Bambergs Wirtschaftsleben in der Weimarer Republik 2.3 Vorgeschichte und Entstehung der Arbeiterbewegung in Bamberg bis 1918 2.3.1 Der erste Arbeiterverein 1848 bis 1850 2.3.2 Zwischen Neugründungen und Verboten 1869 bis 1890: Arbeiterbildungsverein, Social-Demokratische-Arbeiterpartei und die Zeit des Sozialistengesetzes 2.3.3 Die Arbeiterbewegung in der Wilhelminischen Epoche 1890 bis 1914 2.3.4 Die Arbeiterbewegung während des Ersten Weltkriegs 3. Das politische Sozialmilieu 3.1 „Wahlrecht ist Wahlpflicht“1 – Wahlanalyse 3.1.1 Reichstags-, Landtags- und Reichspräsidentenwahlen 3.1.1.1 Landtagswahlen und Wahlen zur Nationalversammlung 1919 3.1.1.2 Reichs- und Landtagswahlen 1920 3.1.1.3 Reichs- und Landtagswahlen 1924 3.1.1.6 Die Reichstagswahl 1930 3.1.1.7 Reichspräsidenten-, Reichs- und Landtagswahlen 1932 3.1.1.8 Die Reichstagswahl vom 5. März 1933 und Bambergs Wahlverhalten im Vergleich mit Ettlingen 3.1.2 Direkte Demokratie: Volksbegehren undVolksentscheide 3.1.3 Stadtrats- und Bürgermeisterwahlen 3.1.4 Rote Wählerhochburgen und Stimmbezirke 3.2 Die Sozialdemokratische Partei Bamberg 3.2.1 „Die neue Zeit in Bamberg“637: Die Rolle derSPD in der Revolution 1918/19 3.2.2 Mitglieder, Vorstandschaft und Parteisekretariat 3.2.3 Sozialdemokratische Standpunkte, Veranstaltungen und Treffpunkte 3.2.4 Die SPD-Zeitung Der Freistaat 3.2.5 Kommunalpolitik: Die SPD im Stadtrat 3.2.6 Die Jugend der SPD: Arbeiterverein, SAJ und Jungsozialisten 3.2.7 Die sozialdemokratische Frauensektion 3.2.8 Die Kinderfreunde und die Roten Falken 3.2.9 Selbstschutz und Kampfbünde der SPD 3.2.9.1 Freie Volkswehr, Bürgerwehr und Einwohnerwehr 3.2.9.2 Sozialdemokratischer Ordnungsdienst 3.3 Die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Bamberg 3.4 Die Kommunistische Partei Bamberg 3.4.1 Kommunistische Entwicklungsphasen, Akteure und Aktivitäten 3.4.2 Die KPD-Presse: Arbeiterkorrespondenzen und die Zeitungen Neue Zeitung, Nordbayerische Volkszeitung und Rotes Echo 3.4.3 Die Jugend der KPD: KJD, KJVD und der Internationale Jugendtag 1928 3.4.4 Der Bund der Freunde der Sowjetunion 3.4.5 Die Kampfbünde der KPD: Roter Frontkämpferbund, Kampfbund gegen den Faschismus, Antifaschistische Aktion 3.5 Die Kommunistische Partei-Opposition Bamberg 4. Das sozialistische Organisationsmilieu 4.1 Die Freien Gewerkschaften 4.1.2 Das Gewerkschaftskartell und das Jugendkartell 4.1.3 Die wichtigsten Einzelverbände: Metallarbeiter-, Bauarbeiter- und Textilarbeiterverband 4.1.4 Betriebsräte 4.1.5 Für höhere Löhne und billigeres Bier: Streiks in Bamberg 4.1.6 Gewerkschaftliche Konflikte 4.2 Arbeitersport 4.2.1 Arbeitersportler: Mitglieder, Funktionäre und Treffpunkte 4.2.2 Arbeitersportkartell und Arbeitersportkultur 4.2.3 Kontinuität und Weiterentwicklung im Arbeitersport 4.2.3.1 Die Freie Turnerschaft Bamberg 4.2.3.2 Arbeiter-Radfahrer-Verein „Solidarität“, Ortsgruppe Bamberg 4.2.3.3.1 Arbeiter-Athleten-Club Bamberg 4.2.4 Neugründungen und Ausdifferenzierung im Arbeitersport 4.2.4.1 Arbeiterfußball: Spielvereinigung Bamberg und 1. Arbeiter-Fußball-Club „Pfeil“ Bamberg 4.2.4.2 Die Wassersportvereinigung „Neptun“ Bamberg 4.2.4.3 „Schach ins Volk!“789: Arbeiter-Schachklub Bamberg 4.2.4.4 Der Touristenverein „Die Naturfreunde“, Ortsgruppe Bamberg 4.2.5 Einheit im Arbeitersport? KommunistischeSportler und die Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit in Bamberg 4.3 Kultur- und Bildungsorganisationen des sozialistischen Milieus 4.3.1 Das Kulturkartell der freienArbeiterorganisation 4.3.2 Die Arbeitergesangvereine Sängerrunde „Arion“ und „Volkschor Bamberg“ 4.3.3 „Arbeiter, lernt Esperanto!“1097: Der Arbeiter-Esperanto-Bund, Ortsgruppe Bamberg 4.3.4 Die Volksbühne 4.3.5 Freidenker und Feuerbestattung 4.4 Hilfs- und Wohlfahrtsvereine 4.4.1 Der Arbeiter-Samariter-Bund, KolonneBamberg 4.4.2 Die Arbeiterwohlfahrt Bamberg 4.4.3 Kommunistische Hilfsorganisationen: Rote Hilfe und Internationale Hilfsvereinigung 4.5 Genossenschaften 4.5.1 Der Allgemeine Konsumverein für Bambergund Umgebung 4.5.2 Die Siedlungsgenossenschaft „Eigenheim“ 5. Die Spezifika des sozialistischen Milieus Bambergin einer fragmentierten Gesellschaft 5.1 Die sozialistische Festkultur 5.1.1 Die Maifeiern 5.1.2 Die Verfassungsfeiern 5.2 Gegenspieler und Ausgrenzungserfahrungen 5.3 Charakteristika und Kooperation des sozialistischen Milieus 6. Links gegen rechts: Das sozialistische Milieu gegen den Nationalsozialismus in Bamberg 6.1 Die Entwicklung der NSDAP bis 1933 und ihre Frontstellung gegen dasArbeitermilieu 6.2 Der Kampf des sozialistischen Milieus gegen die NSDAP 6.2.1 Die Sozialdemokraten gegen die NSDAP 6.2.2 Die Kommunisten gegen die NSDAP 6.2.3 Als Einheitsfront zusammen gegen die NSDAP? 6.2.4 Politische Gewalt 6.3 „Bamberg unterm Hakenkreuz“453: Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft 6.3.1 Proteste, Demonstrationen und der Reichstagswahlkampf zum 5. März 1933 6.3.2 Machtergreifung und Verhaftungen 6.3.3 Die Gleichschaltung des sozialistischen Milieus 7. Fazit Quellen- und Literaturverzeichnis Anhang Prosopografie Personenregister Backcover

Die Weimarer Republik brachte für die fränkische Stadt Bamberg keine goldenen, aber rote Wachstumsjahre des sozialistischen Milieus. Von 1918 bis 1933 wurde das Arbeitermilieu in allen Facetten auf- und ausgebaut, sodass ein Netz aus Organisationen für sämtliche Lebensbereiche entstand. Neben Ortsgruppen der linken Parteien existierten rund 30 Gewerkschaften und eine Vielzahl an Freizeitvereinen. Das rote Milieu entwickelte sich in Bamberg so zu einem stabilisierenden Faktor für die erste deutsche Demokratie und nahm schon ab 1922 den Kampf gegen den Nationalsozialismus und Antisemitismus auf.In der vorliegenden Untersuchung analysiert Julia Oberst Strukturen und Besonderheiten des sozialistischen Milieus in Bamberg. Damit eröffnet sich eine neue Perspektive auf die katholische Stadt und zugleich werden die bisherigen Forschungsdesiderate Weimarer Republik, Arbeiterbewegung und Entstehungszeitpunkt des Arbeitermilieus behandelt.

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