Das Politische in der Ontologie der Person : Helmuth Plessners Philosophische Anthropologie im Verhältnis zu den Substanzontologien von Aristoteles und Edith Stein
معرفی کتاب «Das Politische in der Ontologie der Person : Helmuth Plessners Philosophische Anthropologie im Verhältnis zu den Substanzontologien von Aristoteles und Edith Stein» نوشتهٔ Edinger, Sebastian، منتشرشده توسط نشر Walter de Gruyter GmbH & Co KG در سال 2017. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die Naturphilosophie und die Politische Philosophie werden gemeinhin als Disziplinen aufgefasst, die grundlegend verschiedene Problembereiche zum Gegenstand haben. Die Aporien zu überwinden, welche daraus resultieren, ist die Pointe von Plessners Philosophischer Anthropologie. In dieser Studie wird gezeigt, wie Plessner in der Aneignung elementarer Topoi der klassischen Ontologie eine strukturell neuartige "Ontologie des Organischen" entwickelt. Dieser von Plessner beiläufig verwendete Ausdruck wird in dieser Studie systematisch entwickelt. Was dabei elaboriert wird, ist eine komplexe naturphilosophische "Ontologie des Ausgleichs". In dieser Ontologie des Ausgleichs werden elementare naturphilosophische Ausgleichsleistungen expliziert, die als solche einen Doppelsinn haben: was auf der organismischen Ebene strukturell als Ausgleich des organischen Körpers mit sich selbst und der Umwelt expliziert wird, nimmt im menschlichen Bereich die Gestalt einer Ontologie der Personen an, wo die strukturell identische Ausgleichsleistung als das Spiel der Personalisierung zu vollziehen ist. Plessners Ansatz wird hier als ein auf diese Fragen neuartig antwortender, gleichberechtigt als ontologischer und sozialphilosophischer Ansatz expliziert. Inhalt Danksagung Einleitung 1. Der Begriff der Ontologie in Plessners Werk. Interne Motivierung der Fragestellung 1.1 Der affirmative Begriff der Ontologie bis zur Mitte der 1920er Jahre 1.2 Die ontisch-ontologische Zweideutigkeit des Psychischen in den Grenzen der Gemeinschaft (1924) 1.3 Deutung des mimischen Ausdrucks (1925) 1.4 Der Ontologie-Begriff in Die Stufen des Organischen und der Mensch 1.4.1 Plessners Kritik von Ontologisierungen 1.4.2 Plessners Kritik des cartesianischen Alternativprinzips als grundsätzliche Ontologie-Kritik? 1.5 Die Vorlesung Elemente der Metaphysik (1931) 1.6 Macht und menschliche Natur (1931) 1.7 Oder etwa doch Ontologie? 1.8 Resümierende Zwischenbetrachtung und Ausblick 1.9 Plessners Begriff der Ontologie nach Macht und menschliche Natur 2. Grundbegriffe der Aristotelischen Ontologie 2.1 Ontologie und Metaphysik. Prolegomena 2.1.1 Die Trennung von Ontologie und Metaphysik nach Elisabeth Rompe 2.1.2 Die Trennung von Ontologie und Metaphysik nach Kondylis 2.1.3 Die Kodifikation der Trennung von Metaphysik und Ontologie bei Wolff 2.2 Die klassische Ontologie: Von der Metaphysik zur Ontologie des Lebens 2.2.1 Prolegomena 2.2.2 Die Grundlagen der Metaphysik in der Physik 2.2.3 Übergang zur Metaphysik 2.2.4 Substanz und Akzidens 2.2.5 Der Substanzbegriff zwischen Einzeldingontologie und Wesensontologie. Die Bedeutung der Form-Materie-Relation 2.3 Die Aristotelischen Grundbegriffe der ontologischen Modalität nachbetrachtet 2.3.1 Die metaphysische Akt-Potenz-Relation 2.3.2 Die physikalische Akt-Potenz-Relation 2.3.3 Die Grundzüge der Ontologie des Lebens in De anima 2.3.4 Erste und Zweite Entelechie 2.3.5 Die Rolle von δύναμις und ένέργεια in der Ontologie des Lebens 2.3.5.1 Zur Kosmologie 2.3.5.2 Zur Ontologie des Lebens 2.3.5.3 δύναμις und ένέργεια in der menschlichen Praxis 3. Edith Stein: Die moderne Transformation der klassischen Ontologie in eine philosophisch-theologische Anthropologie 3.1 Prolegomena 3.2 Das philosophisch(-theologische) Erbe Steins I: Thomas von Aquin 3.3 Das philosophische Erbe Steins II: Die Phänomenologie Edmund Husserls 3.4 Person als theologisch-anthropologischer Grundbegriff 3.4.1 Steins Dissertation Zum Problem der Einfühlung und der Einfluss Schelers: Das verdrängte Desiderat 3.4.2 Exkurs: Naturphilosophie und philosophische Anthropologie 3.4.3 Konvergenz von Philosophie und Theologie im Personbegriff 3.5 Die Begriffe Akt und Potenz 3.6 Der „onto-anthropologische“ Stufenbau 3.6.1 Die Pflanze 3.6.2 Die zweite Stufe im Stufenreich: Das Tier oder Die Entstehung der Subjektivität 3.6.2.1 Der Aufbruch des Inneren 3.6.2.2 Ontologische Bestimmung des Tieres: Substanz, Potenz und Akt 3.7 Der Mensch als Gipfelpunkt des onto-anthropologischen Stufenbaus: Der Durchbruch zur Personalität und zur geistigen Person 3.7.1 Einleitung 3.7.2 Der Begriff des Bewusstseins 3.7.3 Bewusstsein und Vernunft 3.8 Der Mensch als lebendiges Geistwesen. Die Doppelnatur des Menschen und die Trias von Leib, Seele und Geist 3.8.1 Die Seele als Mitte 3.8.2 Leib und Seele als ontische und ontologische Ermöglichungsbedingungen 3.8.3 Der phänomenologisch-ontologische Zugang zum geistigen Leben der Person 3.8.4 Potenz und Akt als personale Seinsmodi 3.8.5 Die konstitutiven Wahrheiten des Geistes: transzendentale, ontologische, logische und Wesenswahrheit 3.8.6 Die künstlerische Wahrheit und der Kern der Personalität 3.8.7 Anwendung der künstlerischen Wahrheit auf die Lebensführung 3.9 Sozialer Typus und Rolle: Eine sozialphilosophische Andeutung 3.10 Ergebnisse 4. Plessners Transformation der Ontologie 4.1 Prolegomena 4.2 Die generelle Erscheinungsweise von Dingen und die Transformation der Phänomenologie 4.3 Doppelaspekt und Grenze 4.4 Die Doppelaspektivität als Grundlage der Kritik des cartesianischen Alternativprinzips, der mechanischen Reduktion der Natur und des methodischen Dualismus 4.4.1 Kritik der Naturwissenschaften 4.4.2 Plessners Kritik des cartesianischen Alternativprinzips 4.5 Die Grenze und das Verhältnis von Substanz und Wirklichkeit 4.6 Substanz und Wirklichkeit 4.6.1 Das lebendige Ding als Substanz und die Substanzialität der Substanz 4.6.2 Das erscheinende lebendige Ding als Substanz 4.6.3 Der Begriff der Wirklichkeit 4.7 Exkurs I: Zu den Begriffen des Ontischen und des Ontologischen 4.8 Exkurs II: Hauckes Fehldeutung der Stufen 4.9 Abgrenzung von anderen Lesarten (Beaufort, Holz) 4.10 Die Organisation des Lebendigen 4.10.1 Mitte und Peripherie: Die Selbstvermittlung des Lebewesens zur Einheit und die innere Teleologie 4.10.2 Plessners „immanente Teleologie“ und die metaphysische Teleologie 4.10.3 Die harmonische Äquipotentialität als Kernstück der Ontologie des Organischen 4.10.4 „Immanente Teleologie“ und „Entelechie als Seinsmodus“. Eine resümierende Betrachtung 4.10.5 Zeithaftigkeit und Vorwegsein 4.10.6 Die Zeithaftigkeit von der Akt-Potenz-Relation her gelesen 4.10.7 Das Sich-Vorwegsein und die Konstitution des Positionsfeldes 4.11 Zwischenfazit 4.12 Seiende Möglichkeit als ontologische Bestimmung von Personalität 4.12.1 Vermittelte Unmittelbarkeit als Grundcharakter des Lebens und als Charakteristikum vormenschlicher Lebensformen 4.12.2 Vermittelte Unmittelbarkeit und exzentrische Positionalität 4.13 Seiende Möglichkeit als ontologischer Grundbegriff und die Ontologie der menschlichen Person 5. Das Politische in der Ontologie der Person 5.1 Überblick über die Forschungsliteratur 5.2 Von Plessners Ontologie des Ausgleichs als der Grundlage einer Theorie des Politischen 5.2.1 Verschränkung und Ausgleich 5.2.2 Plessners Ontologie des Ausgleichs. Verbindung des Doppelgängertums mit der Ontologie des Organischen 5.3 Körperleiblichkeit als Medium der Personalisierung und ontologische Grundlage des privat-öffentlichen Doppelgängertums 5.4 Ontologische Wurzeln des anthropologisch fundamentalen privatöffentlichen Doppelgängertums und Plessners Kritik der soziologischen Rollentheorie 5.4.1 Die Struktur der Körperleiblichkeit und das privat-öffentliche Doppelgängertum 5.4.2 Die naturphilosophische Ontologie des Ausgleichs und das privatöffentliche Doppelgängertum 5.5 Die genuin politische Dimension des privat-öffentlichen Doppelgängertums 5.6 Die rollentheoretische Adaptation des privat-öffentlichen Doppelgängertums als des Ermöglichungsgrundes des Politischen 5.7 Die mediale Potenzierung von Potenzialität: Sprache, Mitwelt und Geist 5.8 Die ontologisch-politische Potenzialität der Person 5.8.1 Potenzialität als Begrenzung. Liminale Potenzialität 5.8.2 Potenzialität als ausgleichender Umgang mit Begrenztheit 5.9 Abschließender Rückgang auf die Ontologie des Ausgleichs Schlussbetrachtung Literaturverzeichnis Siglen Zitierte Literatur in alphabetischer Reihenfolge "This study re-interprets Plessner's philosophical anthropology as an ontology of the organic. Through an analytic comparison with Aristotle and Stein, the author shows that Plessner not only adopts central ontological topoi, but critically transforms them, thereby conceiving the relationship between nature and politics in terms of a natural philosophy of the political"-- Provided by publisher
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