Das Parlament und seine Sprache : Studien zu Theorie und Geschichte parlamentarischer Kommunikation
معرفی کتاب «Das Parlament und seine Sprache : Studien zu Theorie und Geschichte parlamentarischer Kommunikation» نوشتهٔ Burkhardt, Armin، منتشرشده توسط نشر Max Niemeyer Verlag در سال 2003. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Starting with an analysis of constitutive and pioneering sessions in central German parliaments since 1848, the study demonstrates how plenary debates have become more and more strongly ritualized and are progressively deteriorating into media events. Major chapters of the book are devoted to the linguistic description of political language and communication, the structural changes undergone by parliamentary publicity, the semiotics of plenary halls, and specific aspects of parliamentary communication. Additionally, the __Wende__ debate (1982) serves as a demonstration of the most important phenomena of parliamentary language: catchwords, key terms, evaluative expressions, metaphor, allusions, the play on proper names, rhetorical figures, presuppositions, forms of address, the 'inclusive we', quotations. Following a comparative analysis of the 'identity' debate in the Church of St. Paul (1848) and the 'capital' debate in the German __Bundestag__, an extensive final chapter discusses the history, the practicalities, and the reliability of stenographic reports. Vorwort des Verfassers 1. Einleitung 1.1. Die Geschichte des deutschen Parlamentarismus: Brüche und Brechungen 1.2. Parlamentstypen 1.3. Zielsetzung und Konzeption 2. Wendepunkte der Parlamentsgeschichte 2.1. Der Sprachstil von Eröffnungs- und Umbruchsitzungen als Indikator parlamentshistorischer Veränderung 2.2. Sitzungsanalysen 2.3. Zwischenbilanz 3. Politische Sprache 3.1. Politische Kommunikation – Versuch einer Begriffsbestimmung 3.2. Typen und Schichten der politischen Sprache und ihrer linguistischen Untersuchung 3.3. Entwicklung und Stand linguistischer Analyse und Kritik der politischen Sprache 3.4. Parlamentarisches Sprechen als Sonderfall politischer Kommunikation 4. Das Parlament 4.1. Das Parlament als Institution 4.2. Das Wesen des Parlamentarismus 4.3. Parlamentskritik: Strukturwandel der parlamentarischen Öffentlichkeit 5. Parlamentssemiotik 5.1. Architektursemiotische Theorie 5.2. Proxemik 5.3. Plenarsaalsemiotik und -proxemik 5.4. Plenarsäle des Bundestages und semiotische Selbstreflexion 5.5. Plenarsaalsemiotisches Fazit 6. Parlamentarische Kommunikation 6.1. Allgemeine Kommunikationsbedingungen und -formen 6.2. Parlamentarische Kommunikation als „Sprache in Institutionen“ 6.3. Parlamentarische Kommunikation und sprachliches Handeln 6.4. Parlament und Ritual 6.5. Die Plenardebatte als Medienereignis 6.6. „Inszeniertheit“ – Das Parlament als Schaubühne oder: Politik als Täuschung und Selbsttäuschung (Edelman) 7. Parlamentarische Sprache 7.1. Parlamentarische Kommunikation als Gespräch 7.2. Typische Sprachformen parlamentarisch-politischer Rede – am Beispiel der „Wende“-Debatte 7.3. Synopse 8. Zwei (fast) ideale Debatten 8.1. Die „Selbstverständnis“-Debatte in der Paulskirche 8.2. Die „Berlin“-Debatte im Deutschen Bundestag 8.3. Vergleichendes Resümee 9. Das Plenarprotokoll – Geschichte, Anfertigung, Verläßlichkeit 9.1. Einleitende Würdigung 9.2 Zur Geschichte der Parlamentsstenographie in Deutschland 9.3. Der Prozeß der Anfertigung von Plenarprotokollen durch die Stenographischen Dienste 9.4. Das Problem der Verläßlichkeit oder: „Ich habe die Erfahrung gemacht, daß selbst redliche Stenographen gräulichen Unsinn zur Welt gebracht haben“ 9.5. Die Fachsprache der Stenographen im Wandel der Zeiten oder: Zur parlamentarischen Semiotik nonverbaler Zeichen 10. Schlußbemerkung 11. Literaturverzeichnis 11.1 Quellentexte 11.2 Sekundär- und Fachliteratur 12. Register 12.1. Personenregister 12.2. Sachregister Von seinen Anfängen im Jahre 1848 ist der deutsche Zentralparlamentarismus den Weg vom "Diskussions-" über das "Alibi-", das "Arbeits- und Kampf-", das "Schein-", "Interims-" bis hin zum "Schaufensterparlament" gegangen und hat nebenbei noch ein 40 Jahre währendes "Akklamationsparlament" hervorgebracht. In der einleitenden linguistischen Analyse der konstituierenden bzw. Umbrüche markierenden Sitzungen werden die unterschiedlichen Arbeitsstile deutlich. Ausgehend von einem Forschungsüberblick, der auch eine Bestimmung der Begriffe "politische Sprache" und "politische Kommunikation" umfaßt, wird gezeigt, daß und wie die Institution Parlament nach und nach das ihr wesentliche Prinzip der Deliberation aufgegeben hat, sich aber in den Plenardebatten weiterhin als "Diskussionsparlament" spielt. Inszenierung und "Inszenierungsbrüche" ergeben dabei zusammen eine widersprüchliche Botschaft an den über die Medien "trialogisch" anwesenden Bürger. Als materieller Rahmen für die parlamentarische Kommunikation verdient in diesem Zusammenhang auch die semiotisch-architektonische Ausstattung der Plenarsäle Beachtung. Nach einer Bestimmung der institutionellen bzw. medialen Bedingungen und Sprechhandlungsformen der parlamentarischen Kommunikation werden am Beispiel der "Wende"-Debatte des Jahres 1982 die wichtigsten Phänomene der parlamentarischen Sprache beschrieben: Schlag-, Schlüssel- und Wertwörter, Metaphorik, Anspielungen, das Spiel mit den Eigennamen, rhetorische Figuren, Präsuppositionen, das Anredeverhalten, das "inklusive Wir", Zitate. Eine vergleichende Analyse der "Selbstverständnis"-Debatte in der Paulskirche und der "Hauptstadt"-Debatte des Deutschen Bundestages kann zeigen, daß und wie offene Diskussion zur Entscheidungsfindung einmal möglich war bzw. ist. Den Abschluß des Buches bildet ein umfangreiches Kapitel über Geschichte, Anfertigung und Verläßlichkeit der Stenographischen Berichte, das auch eine Analyse der Fachsprache der Stenographen enthält, wie diese sich in den "Regiebemerkungen" (Klammerzusätzen) früherer und heutiger Parlamentsprotokolle widerspiegelt. Ausgehend von einer Analyse der konstituierenden bzw. Umbrüche markierenden Sitzungen der deutschen Zentralparlamente seit 1848 wird gezeigt, wie die Plenardebatte immer stärker ritualisiert wird und zur medialen Inszenierung herabkommt. Wichtige Kapitel des Buches sind der linguistischen Bestimmung von politischer Sprache und Kommunikation, dem Strukturwandel der parlamentarischen Öffentlichkeit, der Semiotik der Plenarsäle und den Spezifika parlamentarischer Kommunikation gewidmet. Darüber hinaus werden, am Beispiel der "Wende"--Debatte des Jahres 1982, die wichtigsten Phänomene der parlamentarischen Sprache beschrieben: Schlag-, Schlüssel- und Wertwörter, Metaphorik, Anspielungen, das Spiel mit den Eigennamen, rhetorische Figuren, Präsuppositionen, das Anredeverhalten, das "inklusive Wir", Zitate. Einer vergleichenden Analyse der "Selbstverständnis"-Debatte in der Paulskirche und der "Hauptstadt"-Debatte des Deutschen Bundestages schließt sich ein umfangreiches Kapitel über Geschichte, Anfertigung und Verläßlichkeit der Stenographischen Berichte an Armin Burkhardt. Revised Version Of Vol. 1 Of The Author's Habilitationsschrift, Technische Universität Braunschweig, 1993. Includes Bibliographical References (p. [545]-586) And Indexes. Review text: " ... this is a fascinating book for both linguists and scholars interested in politics and history."In: The Year's Work in Modern Language Studies 2006
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