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Das moralische Dilemma : Antinomie der praktischen Vernunft?

معرفی کتاب «Das moralische Dilemma : Antinomie der praktischen Vernunft?» نوشتهٔ Marie-Luise Raters، منتشرشده توسط نشر Verlag Karl Alber; Verlag Karl Alber GmbH در سال 2016. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

In der angelsächsischen Moralphilosophie wurde in den letzten Jahrzehnten diskutiert, was es für das Selbstverständnis der Moralphilosophie als vernünftige handlungsleitende Disziplin bedeuten müsste, falls die Möglichkeit unauflösbarer moralischer Dilemmata nicht ausgeschlossen werden kann. Diese Frage stellt sich, weil in einem moralischen Dilemma ein und dieselbe Handlung in ein und derselben Situation für ein und denselben Akteur offenbar sowohl moralisch geboten als auch verboten zu sein scheint. Müsste die Moralphilosophie die Unauflösbarkeit mancher Dilemmata zugestehen, geriete die Moral demnach in den Verdacht, von den moralischen Akteuren Kontradiktorisches bzw. Unsinniges zu fordern. Das Buch leitet in das metamoralische Problem ein und klärt dann den Begriff des ›Dilemmas‹ der angelsächsischen Debatte. Anschließend rekonstruiert es die Positionen von D. Ross, R. M. Hare, der deontischen Logik, B. Williams und Th. Nagel. In einem letzten Schrittbeantwortet es die Frage nach der prinzipiellen Lösbarkeit aller Dilemmata aus der Sicht des amerikanischen Pragmatismus und skizziert unter dem Etikett "die Nagelprobe" eine Methode des adäquaten Umgangs mit dem moralischen Dilemma für die Angewandte Ethik. Inhalt Vorwort 1. Das Problem des moralischen Dilemmas (a) Der erste Anstoß der Debatte durch Sir David Ross (b) Die Wurzel des Problems bei Thomas von Aquin und Immanuel Kant (c) Die metamoralische Ausrichtung der angelsächsischen Debatte (d) Moralphilosophie, Metamoral und Angewandte Ethik (d) Die Bedeutung des Problems für die Angewandte Ethik (e) Die Bedeutung des Problems für die moralischen Akteure (g) Gliederung und Methode 2. Zum Begriff (a) Zwei Begriffe des ›Dilemmas‹ in der angelsächsischen Debatte (b) Der Ursprung des Begriffs in der Antike (c) Synonyme in der Umgangssprache (d) Synonyme in der philosophischen Wissenschaftssprache (e) Das symmetrische Dilemma, das strategische Dilemma und das Dilemma der schmutzigen Hände (f) Das moralische Dilemma 3. Das moralische Dilemma als menschliches Versagen nach Sir David Ross (a) Das moralische Dilemma als Grenzerfahrung (b) Das Argument der prima facie Pflichten als unvollkommene Pflichten (c) Das Argument der prima facie Pflichten als Scheinpflichten (d) Das Argument der nicht sicheren Erkennbarkeit der aktualen Pflicht (e) Die Möglichkeit des moralischen Dilemmas durch ungünstige Umstände 4. Das moralische Dilemma als Herausforderung für die Moralphilosophie nach Richard M. Hare (a) Das Argument der Entscheidbarkeit aller Dilemmata durch kritisches Denken (b) Vier Standardeinwände (c) Der Einwand der Außerkraftsetzung von Grundrechten von John Rawls (d) Der Einwand der Schwierigkeiten der Präferenzberücksichtigung (e) Die Einwände des Egoismus und des Amoralismus (f) Die Schwierigkeiten der Universalisierung von spezifischen Prinzipien (g) Der Einwand des Erzengels als deus ex machina 5. Die deontische Logik und das moralische Dilemma als Inkonsistenz der Moral (a) Der Beweis der logischen Widersinnigkeit des moralischen Dilemmas in der deontischen Logik (b) Die Widerspruchsfreiheit des Vernünftigen (P1) (c) Die notwendige Widerspruchsfreiheit moralphilosophischer Systeme (P2) (d) Die Übertragbarkeit von aussagen- und modallogischen Schlussprinzipien in den Bereich der Moral (P3) (e) Das Agglomerationsprinzip (P4) (f) Das Aus-Sollen-folgt-Können-Prinzip (P5) (g) Die logischen Kontradiktionen (P6) (h) Die Unzulänglichkeit der deontischen Beweise 6. Das moralische Dilemma als tragische Verkettung übler Umstände nach Sir Bernard Williams (a) Das phänomenologische Argument des moralischen Restbestands (b) Der Einwand der bloßen Subjektivität von Gefühlen (P1) (c) Der Einwand der Irrationalität eines moralischen Bedauerns (P5) (d) Der Einwand möglicher Entlastungsgründe (P6) (e) Das modifizierte Argument (f) Gibt es das moralische Dilemma (K1)? (g) Ist der moralische Realismus falsch (K2)? (h) Kann die Moralphilosophie keine Wissenschaft mehr sein (K3)? 7. Das moralische Dilemma als Expertenproblem mit Restrisiko nach Thomas Nagel (a) Der Hiat zwischen persönlicher und unpersönlicher Perspektive als Entstehungsgrund für moralische Dilemmata (b) Einige weiterführende Fragen (c) Die objektive Entscheidung aus der überpersönlichen Perspektive (d) Nagels Vision einer neuen Moralphilosophie 8. Das moralische Dilemma als pragmatisches Problem (a) Sind moralische Dilemmata systematisch vermeidbar? (a) Die Konsequenz für die Moralphilosophie (b) Die pragmatischen Konsequenzen für die Angewandte Ethik und die moralischen Akteure (d) Das pragmatische ›Prinzip der subjektiven Minimierung der moralischen Verfehlung‹. (e) Die pragmatistische Nagelprobe am Beispiel des Neugeborenen-Dilemmas Bibliographie
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