وبلاگ بلیان

Das fremde Mittelalter : Gottesurteil und Tierprozess. Zweite, wesentlich erweiterte Auflage

معرفی کتاب «Das fremde Mittelalter : Gottesurteil und Tierprozess. Zweite, wesentlich erweiterte Auflage» نوشتهٔ Peter Dinzelbacher; Mittelalterliches Kriminalmuseum، منتشرشده توسط نشر wbg Academic in der Verlag Herder GmbH در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Wie 'fremd' ist uns das Mittelalter? Diese Frage der Mentalitätsgeschichte ist am deutlichsten zu beantworten, wenn wir für uns nicht nachvollziehbare Phänomene betrachten, etwa die Gottesurteile: Zweikämpfe sollten Verbrecher überführen, die Kirche segnete die Waffen der Kämpfer und führte Wasserproben durch. Nicht minder fremd wirken die späteren Tierprozesse: Vor weltlichen Instanzen wurden Verfahren gegen Haus- und Nutztiere geführt, während geistliche Gerichte Schädlinge wie Engerlinge exkommunizierten oder mit ihnen Vergleiche abschlossen. Wie aber hätte die Kommunikation funktionieren sollen?Grundsätzliche Differenzen im Weltbild darzulegen hilft, 'das fremde Mittelalter' besser zu verstehen: Die Dominanz des Religiösen, die Suche nach Autoritäten, assoziatives und bildhaftes Denken, der Primat von Körperlichkeit und Spontaneität gaben ethischen wie rechtlichen Konzepten Raum, die mit der Aufklärung und der 'Entzauberung' durch die Naturwissenschaften unvereinbar geworden sind. Front Cover Titel Impressum Inhalt A. Einführung B. Vorbemerkung C. Wie „fremd“ ist uns das Mittelalter? I. Zur Einleitung II. Völlige Andersartigkeit? III. Vom Harz bis Hellas immer Vettern? D. Mittelalterliches Recht E. Gottesurteile I. Das Phänomen II. Siedendes Wasser und blutende Leichen – Die Arten der Ordalien III. Wer war zu prüfen? – Zusammenhänge IV. Macht der Elemente? – Entstehung V. Ohne Zweifel an die Ordalien glauben – Weltliche Gesetzgebung VI. Kreuzprobe und Waffensegnung – Die kirchliche Akzeptanz der Gottesurteile VII. Kunigunde und Isolde – Ordalien in Legende und Dichtung VIII. Von der Romanik bis Riemenschneider – Darstellungen in der mittelalterlichen Kunst IX. Man darf den Herrn nicht versuchen – Das Ende der Gottesurteile 1. Skeptische Stellungnahmen von Geistlichen 2. Kritische Stellungnahmen von Laien X. Gott in der Welt – Mentalitätsgeschichtliche Interpretation F. Tierprozesse I. Das Phänomen II. Erhängte Schweine und begrabene Ochsen – Verfahren gegen einzelne Haus- und Nutztiere III. Exkommunizierte Engerlinge – Die Verfahren gegen Kollektive von Schädlingen IV. Scheinbare Analogien: Tierstrafen und Werwolfsglauben V. Nur die Habgier der Gerichtsherren? – Mittelalterliche Kritik an den Tierprozessen VI. Juristische Allmachtsphantasien? – Mentalitätsgeschichtliche Interpretation VII. Verstehen Tiere Latein? – Das Kommunikationsproblem VIII. Zusammenfassung G. Tierprozesse in der aktuellen Forschung I. Geschichte der Forschung II. Weltliche Tierprozesse III. Tierstrafen IV. Tiertötung V. Geistliche Tierprozesse VI. Erklärungsversuche 1. Allgemeine Erklärungsversuche 2. Rechtsgeschichtlich-immanente Erklärungsversuche 3. Religionswissenschaftliche Erklärungsversuche 4. Sozialpsychologische Erklärungsversuche 5. Mentalitätsgeschichtliche Erklärungsversuche 6. Ungelöste Probleme VII. Methodische Holzwege VIII. Desiderata H. Aspekte der Fremdheit des Mittelalters I. Dominanz des Religiösen II. Autoritäten III. Assoziatives Denken IV. Körperlichkeit 1. Beschreibbarkeit 2. Askese 3. Reliquienverehrung 4. Der Seelenleib V. Spontaneität VI. Ethik und Recht I. Phasen der Mentalitäten im Mittelalter J. Verständnishilfen I. Völkerkunde II. Volkskunde III. Psychologie K. Literaturverzeichnis I. Abkürzungen II. Verzeichnis der abgekürzt zitierten Literatur 1. Allgemeine Literatur 2. Allgemeine mediävistische Literatur mit Relevanz für die hier behandelten Themen 3. Studien zu den Gottesurteilen 4. Studien zu den Tierprozessen III. Bibliographische Ergänzungen IV. ‚Falsche Freunde‘ L. Register Bildnachweis Back Cover Wie 'fremd' ist uns das Mittelalter? Diese Frage der Mentalitätsgeschichte ist am deutlichsten zu beantworten, wenn wir für uns nicht nachvollziehbare Phänomene betrachten, etwa die Gottesurteile: Zweikämpfe sollten Verbrecher überführen, die Kirche segnete die Waffen der Kämpfer und führte Wasserproben durch. Nicht minder fremd wirken die späteren Tierprozesse: Vor weltlichen Instanzen wurden Verfahren gegen Haus- und Nutztiere geführt, während geistliche Gerichte Schädlinge wie Engerlinge exkommunizierten oder mit ihnen Vergleiche abschlossen. Wie aber hätte die Kommunikation funktionieren sollen? Grundsätzliche Differenzen im Weltbild darzulegen hilft, 'das fremde Mittelalter' besser zu verstehen: Die Dominanz des Religiösen, die Suche nach Autoritäten, assoziatives und bildhaftes Denken, der Primat von Körperlichkeit und Spontaneität gaben ethischen wie rechtlichen Konzepten Raum, die mit der Aufklärung und der 'Entzauberung' durch die Naturwissenschaften unvereinbar geworden sind.
دانلود کتاب Das fremde Mittelalter : Gottesurteil und Tierprozess. Zweite, wesentlich erweiterte Auflage