Das erzählte Selbst : Die narrative Konstruktion von Identität in der Spätmoderne
معرفی کتاب «Das erzählte Selbst : Die narrative Konstruktion von Identität in der Spätmoderne» نوشتهٔ Wolfgang Kraus (auth.)، منتشرشده توسط نشر Centaurus Verlag & Media در سال 2000. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Identitätsentwicklung in einer krisenhaften Spätmoderne: Aus der Sicht der Sozialpsychologie stellt sich die Frage, ob und wie in Gesellschaften 'ohne Projekt', ohne übergreifende, sinnstiftende 'Metaerzählungen', die Individuen noch kohärente Selbste bilden und bewahren könne. Denn die einzelnen sehen sich beständigen Umbauforderungen ihrer Identität ausgesetzt. Diskutiert werden zunächst neuere psychologische Theorien der Identitätsentwicklung als 'Kommentare zu einer krisenhaften Spätmoderne' (J.E. Marcia, C. Camilleri und Glynis Breakwell). Sie zeugen alle von einer wachsenden Skepsis gegenüber dem normativen Anspruch einer 'gelingenden Identität'. Ein weiterer Schritt stellt die Frage nach der Kohärenz des Erlebens. Ausgangspunkt ist die Multiple Persönlichkeitsstörung als Extremfall psychischer Dissoziation. Gefragt wird nach den normativen Einlagerungen in das Konzept der Kohärenz. Als theoretisches Modell wird schließlich das Konzept der narrativen Identität vorgeschlagen: Identität wird erzählend konstruiert. Die einzelnen arbeiten sich ab an dem Repertoire an Selbst-Geschichten, das in einer Gesellschaft möglich ist. Das Erzählen ist ein sozialer Austauschprozeß, denn jede Selbst-Narration muß von anderen bestätigt werden. Ein wichtiger Fokus von solchen Selbst-Erzählungen ist die zukunftsorientierte Formulierung von Identitätsprojekten. Denn Identitätsbildung als dynamisches Geschehen findet nicht bloß situativ statt, sondern wesentlich auch prospektiv. Auf der Basis dieses theoretischen Modells werden in einer empirischen Studie Identitätsprojekte von jungen Erwachsenen analysiert. Die gefundenen Typen können gelesen werden als Kommentare zur Identitätsentwicklung in einer krisenhaften Spätmoderne. Der Autor, Dr. Wolfgang Kraus, ist derzeit wissenschaftlicher Angestellter an der Universität München, Sonderforschungsbereich 536, Projekt B2: Individualisierung und posttraditionale Ligaturen - die soziale Figuration der reflexiven Moderne. Front Matter....Pages i-xii Einleitung....Pages 1-11 Psychologische Identitätstheorie und das Projekt der gesellschaftlichen Moderne....Pages 13-32 Psychologische Identitätstheorie in der Spätmoderne....Pages 33-64 Das dissoziierte Selbst....Pages 65-92 Der perspektivische Blick: Die Zukunftsbezogenheit von Identität....Pages 93-121 Das Selbst in der krisenhaften Spätmoderne: Strategie versus Deformation....Pages 122-158 Spätmoderne Identitätsprojekte als narrative Konstruktionen von Identität: Ein Modell....Pages 159-184 Identität als Projekterzählung: Eine empirische Studie....Pages 185-240 Die Bedeutung einer narrationsorientierten Identitätsforschung: Abschließende Überlegungen....Pages 241-246 Back Matter....Pages 247-264 Identitatsentwicklung in einer krisenhaften Spatmoderne: Aus der Sicht der Sozialpsychologie stellt sich die Frage, ob und wie in Gesellschaften 'ohne Projekt', ohne ubergreifende, sinnstiftende 'Metaerzahlungen', die Individuen noch koharente Selbste bilden und bewahren koenne.
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