Das Erbe der "Helden": Grabkult der Konso und kulturverwandter Ethnien in Süd-Äthiopien
معرفی کتاب «Das Erbe der "Helden": Grabkult der Konso und kulturverwandter Ethnien in Süd-Äthiopien» نوشتهٔ Nicole Poissonnier، منتشرشده توسط نشر Georg-August-Universität Göttingen. Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen - Universitätsverlag Göttingen در سال 2009. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
The publication focusses on the "waakaa", antropomorphic wooden sculptures of the Konso in Ethiopia. The study highlights the social functions and meanings of the sculptures. Besides a detailed description it also includes information on their production, the corresponding rituals and the way the statues are erected. Die Arbeit bietet erstmals eine flächendeckende Studie der anthropomorphen Holzskulpturen der Konso (waakaa) mit einer detaillierten Beschreibung der Figuren, deren Herstellung, ihrer Symbolik, der Art und Weise ihrer Aufrichtung und dazugehöriger Rituale. Auf der Grundlage einer Inventur werden die Figuren in drei verschiedene Kategorien unterteilt: die waakaa als Figurengruppe, die ein Denkmal für einen Mann bildet, der einen Feind oder ein wehrhaftes Tier getötet hat, als Denkmal für Menschen, die auf andere Weise Herausragendes geleistet haben, und als Grabmarkierung für jeden Menschen, der verheiratet war und Kinder bekommen hat. Die Studie ordnet die waakaa vergleichend in den regionalen und historischen Gesamtkontext der Stelen und anderer Monumente in Äthiopien ein, die zu einem grossen Teil Denkmäler für verstorbene "Heldentöter" sind. Die waakaa der Konso werden daher im Fokus des in früheren Jahren sehr weit verbreiteten "Töterwesens" betrachtet. Die Untersuchung der mit dem Töten verbundenen Vor- und auch Nachbereitungen, Reglementierungen und zu befolgenden Rituale verdeutlicht, dass es sich hierbei um einen Liminalritus handelt, durch den ein Mann in einen neuen gesellschaftlichen Status wechselt. Einen zweiten Fokus bildet die Verbindung der waakaa mit den Totenfeiern, anlässlich derer sie aufgestellt werden, und die für "Heldentöter" besonders aufwendig gestaltet sind. In vielen Fällen wird die Errichtung des Denkmals von der Existenz einer Nachkommenschaft abhängig gemacht. Von der Grösse und Aufwendigkeit des Denkmals kann wiederum auf die zahlenmässige Grösse bzw. wirtschaftliche Position der Nachkommenschaft geschlossen werden. Dadurch kann die Verwandtschaftsgruppe durch die Aufwendigkeit der Feste und Monumente ihre eigene Stärke demonstrieren. Die sich über die Jahre ansammelnde Anzahl der Monumente wird so zu einem sichtbaren Symbol der Stärke und Wehrhaftigkeit der Gruppe. Die Analyse dieser beiden Aspekte führt zu der von früheren Forschern bereits betrachteten Verbindung zwischen dem Akt des Tötens durch den Mann und seiner Fähigkeit, neues Leben zu zeugen. Dieser Zusammenhang wird anhand des in Süd-Äthiopien weit verbreiteten Konzepts einer sich im Kreislauf befindenden Vitalität gesehen, die auf diese Weise angereichert werden kann Inhalt ......Page 7 Vorwort und Danksagungen ......Page 11 Erklärungen zur Orthographie und der Form der Darstellung ......Page 13 1.1 Aufbau der Arbeit ......Page 15 1.2 Entstehung der Arbeit ......Page 16 1.3 Forschungsmethoden und kritische Betrachtung der Forschungssituation ......Page 18 1.4 Anliegen der Arbeit und zentrale Fragestellungen ......Page 23 1.5 Übersicht der Quellen ......Page 24 1.6 Wissenschaftsgeschichtlicher Hintergrund der Werke von Jensen und Hallpike ......Page 26 1.7 Die betrachteten Ethnien Süd-Äthiopiens ......Page 34 2.1 Das Töterwesen als Bestandteil des Verdienstkomplexes ......Page 49 2.2 Der kulturelle Rahmen von Tötungen ......Page 64 3.1 Töter und deren Jagdgefährten ......Page 91 3.2 Trophäen ......Page 96 3.3 Die nach einer Tötung zu befolgenden Rituale ......Page 103 3.4 Die Beziehung des Töters zu dem Geist seines Gegners ......Page 125 3.5 Töten – ein Liminalritus? ......Page 129 4. Der Status des Töters ......Page 135 4.1 Insignien ......Page 136 4.2 Die sozialen Konsequenzen einer Tötung für den Töter und seine Verwandten ......Page 145 4.3 Töten als Teil der Männlichkeit ......Page 150 5.1 Die gesellschaftliche Bedeutung von Bestattung und Totenfeiern ......Page 171 5.2 Bestattung am Beispiel der Konso und Gewwada ......Page 177 5.3 Die Trauerfeier als Affirmation der gesellschaftlichen Ordnung ......Page 184 5.4 Die Rolle der Ahnen in der Gesellschaft ......Page 194 6. Totendenkmäler der Konso und Gewwada: Die waka und dekaa diiruuma ......Page 201 6.1 Grabmarkierungen und Totendenkmäler Süd Äthiopiens ......Page 204 6.2 Allgemeine Beschreibung der waka der Konso und ihrer Symbolik ......Page 213 6.3 Die Kategorien der waka und ihre Merkmale ......Page 227 6.4 Herstellung der waka ......Page 242 6.5 Aufrichtung der waka und der Steinstelen ......Page 246 6.6 Grabpflege und kulturell-emotionale Beziehung zu den Totenmalen ......Page 268 7.1 Ideologische Zusammenführung von Töten und Fruchtbarkeit ......Page 271 7.2 Der Fluss der Vitalität ......Page 275 7.3 Verbindungen zwischen dem Klanoberhaupt, dem Töter und der Fruchtbarkeit ......Page 284 8. Zusammenfassung......Page 287 Bibliographie ......Page 295 Anhang 1: English Summary ......Page 307 Anhang 2: Glossar ......Page 320 Anhang 3: Bildteil ......Page 327 Backcover ......Page 369
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