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Das Deutsche Reich und der Völkermord an den Armeniern

معرفی کتاب «Das Deutsche Reich und der Völkermord an den Armeniern» نوشتهٔ Hosfeld, Rolf; Pschichholz, Christin، منتشرشده توسط نشر Konstanz University Press. in Wallstein-Verlag GmbH Verlag und Werbung در سال 2017. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Ein komplexes, ambivalentes und widersprüchliches Bild einer Zeit des Übergangs. Während des Ersten Weltkriegs waren das Osmanische und das Deutsche Reich Kriegsverbündete. Mit dem Beginn der Armenierverfolgungen, die seit dem Frühjahr 1915, eingeleitet durch flächendeckende Deportationen und Massaker, in einen Völkermord mündeten, wurde das Deutsche Reich zwangsläufig in die Ereignisse involviert. Das betraf sowohl Militärs, die Botschaft, konsularisches Personal und andere Deutsche vor Ort als auch die nationalen politischen und militärischen Machtzentren im Deutschen Reich. Wie weit ging die Verstrickung? Gab es eine deutsche Mitverantwortung an diesem Völkermord? Gab es nennenswerten Widerspruch?Die Autorinnen und Autoren stellen dar, wie Zivilbevölkerungen zunehmend zum Ziel militärischer und radikaler bevölkerungspolitischer Maßnahmen wurden. Es gab Befürworter und Gegner. Zusammengefasst lässt sich eine moralfreie Verpflichtung durch eine kriegsbedingte »Realpolitik« diagnostizieren, die nicht ohne Konsequenzen für die deutsche Nachkriegsmentalität blieb.Mit Beiträgen u. a. von Aschot Hayruni, Rolf Hosfeld, Isabell V. Hull, Stefan Ihrig, Hilmar Kaiser, Hans-Lukas Kieser, Carl Alexander Krethlow, Mark Levene, Christin Pschichholz, Thomas Schmutz und Ronald Gregor Suny. Umschlag 1 Titel 4 Impressum 5 Inhalt 6 Zu diesem Band 8 I. Der Völkermord an den Armeniern: Kontext, Entscheidungsprozesse, Diskurse 16 Mark Levene: Tödliche Geopolitik, ethnische Mobilmachung und die Verletzlichkeit der Völker 1914-1918 18 Ronald Grigor Suny: Krieg, die Großmächte und das Vorspiel zum Völkermord 42 Taner Akçam: Den Völkermord an den Armeniern verstehen: Ein Experiment in Makro-Perspektive 68 Erik-Jan Zürcher: Jungtürkische Entscheidungsmuster 1913-1915 82 II. Das Kriegsbündnis und der Völkermord: Deutsche Diplomaten und Militärs 108 Thomas Schmutz: Die deutsche Diplomatie und die armenischen Reformpläne 1913-1914 110 Hans-Lukas Kieser: Botschafter Wangenheim und das jungtürkische Komitee. Halbherzige Friedenspolitik, jähe Kriegshoffnung und moralischer Defätismus (1913-1915) 132 Carl Alexander Krethlow: Deutsche Militärs und die Armenier 1835 – 1916. Demographische Konzepte, Sicherheitsmaßnahmen und Verstrickungen 150 Isabel V. Hull: Deutsche Militärs und der Völkermord an den Armeniern 183 III. Eine Frage der Menschenrechte: Humanitäre Netzwerke und Widerstand 216 Aschot Hayruni und Rolf Hosfeld: Johannes Lepsius und die armenische Frage im Beziehungsgeflecht des Weltkriegs 218 Hilmar Kaiser: Humanitärer Widerstand gegen den Genozid an den Armeniern in Aleppo 245 IV. Ideologie, Nationbuilding und Genozid: deutsche Perzeptionen ethnischer Gewalt 266 Christin Pschichholz: Zurückhaltung durch kolonialen Pragmatismus. Die Fehlkonstruktion der deutschen Orientpolitik und der Völkermord an den Armeniern 268 Marc Hanisch: Max von Oppenheim und die ideologische Ethnisierung der orientalischen Frage 279 Stefan Ihrig: Als der Genozid diskutiert wurde. Das Talât-Pascha-Attentat und die deutsche Debatte um den Völkermord an den Armeniern 295 Abkürzungen 314 Über die Autorinnen und Autoren 315 Bildnachweis 319 Ein komplexes, ambivalentes und widersprüchliches Bild einer Zeit des Übergangs. Während des Ersten Weltkriegs waren das Osmanische und das Deutsche Reich Kriegsverbündete. Mit dem Beginn der Armenierverfolgungen, die seit dem Frühjahr 1915, eingeleitet durch flächendeckende Deportationen und Massaker, in einen Völkermord mündeten, wurde das Deutsche Reich zwangsläufig in die Ereignisse involviert. Das betraf sowohl Militärs, die Botschaft, konsularisches Personal und andere Deutsche vor Ort als auch die nationalen politischen und militärischen Machtzentren im Deutschen Reich. Wie weit ging die Verstrickung? Gab es eine deutsche Mitverantwortung an diesem Völkermord? Gab es nennenswerten Widerspruch? Die Autorinnen und Autoren stellen dar, wie Zivilbevölkerungen zunehmend zum Ziel militärischer und radikaler bevölkerungspolitischer Maßnahmen wurden. Es gab Befürworter und Gegner. Zusammengefasst lässt sich eine moralfreie Verpflichtung durch eine kriegsbedingte »Realpolitik« diagnostizieren, die nicht ohne Konsequenzen für die deutsche Nachkriegsmentalität blieb.
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