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Das Bild des Dialektikers in Platons späten Dialogen: Platon und die Schriftlichkeit der Philosophie, Teil II

معرفی کتاب «Das Bild des Dialektikers in Platons späten Dialogen: Platon und die Schriftlichkeit der Philosophie, Teil II» نوشتهٔ Thomas Alexander Szlezák در سال 2004. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Die Figur des Dialektikers erscheint in Platons Dialogen unter verschiedenen Namen: 'Sokrates' oder 'Diotima', 'Parmenides' oder 'Gast aus Elea', 'Timaios' oder 'der Athener'. Ungeachtet des Unterschieds der Temperamente, der Rollen und der Situationen fuhrt die Analyse der Art der Gesprachsfuhrung in den spaten Dialogen auf ein einheitliches Bild des Dialektikers, das durchaus dem Bild entspricht, das die Analyse der fruhen und mittleren Dialoge (in "Platon und die Schriftlichkeit der Philosophie," Teil I 1985) ergab. Der Dialektiker ist dem aktuell gefuhrten Gesprach stets weit voraus. Er entscheidet souveran, welche Fragen weiterverfolgt, welche bewusst aus dem Gesprach herausgehalten werden. Sein Vorauswissen der Losungen im aktuellen Gesprach macht es sicher, da er auch die ausgesparten Fragen mit gleicher Uberlegenheit behandeln konnte. Das Ausgesparte aber weist immer auf den Bereich der Prinzipien. Der Sinn dieser meist verkannten Figurenkonzeption ergibt sich aus Platons Kritik der Schriftlichkeit im Phaidros: der Dialektiker ist der Denker, hinter dessen Ausfuhrungen eine weiterfuhrende Prinzipienlehre steht. Die Figur des Dialektikers erscheint in Platons Dialogen unter verschiedenen Namen:'Sokrates'oder'Diotima','Parmenides'oder'Gast aus Elea','Timaios'oder'der Athener'. Ungeachtet des Unterschieds der Temperamente, der Rollen und der Situationen führt die Analyse der Art der Gesprächsführung in den späten Dialogen auf ein einheitliches Bild des Dialektikers, das durchaus dem Bild entspricht, das die Analyse der frühen und mittleren Dialoge (in'Platon und die Schriftlichkeit der Philosophie', Teil I 1985) ergab. Der Dialektiker ist dem aktuell geführten Gespräch stets weit voraus. Er entscheidet souverän, welche Fragen weiterverfolgt, welche bewusst aus dem Gespräch herausgehalten werden. Sein Vorauswissen der Lösungen im aktuellen Gespräch macht es sicher, daß er auch die ausgesparten Fragen mit gleicher Überlegenheit behandeln könnte. Das Ausgesparte aber weist immer auf den Bereich der Prinzipien. Der Sinn dieser meist verkannten Figurenkonzeption ergibt sich aus Platons Kritik der Schriftlichkeit im Phaidros: der Dialektiker ist der Denker, hinter dessen Ausführungen eine weiterführende Prinzipienlehre steht. Das 1985 erschienene Buch von Th. A. Szlezák: Platon und die Schriftlichkeit der Philosophie. Interpretationen zu den frühen und mittleren Dialogen wurde schnell zu einem international angesehenen Klassiker der Platondeutung. Aus textnaher Analyse der Dialoge ergaben sich neue Erkenntnisse zum Verhältnis von Platons Schriftkritik und seiner schriftstellerischen Tätigkeit. Denselben methodischen Ansatz wendet Szlezák jetzt in konsequenter Fortsetzung auf die späten Dialoge Platons an. Damit legt er die erste umfassende Darstellung der Dialektikerfigur Sokrates in Platons gesamtem Oeuvre vor, deren Ergebnisse von hoher Relevanz für den Philosophiebegriff Platons sind
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