Das Bild der Stadt Rom im Frühmittelalter : Papststiftungen im Spiegel des Liber Pontificalis von Gregor dem Dritten bis zu Leo dem Dritten
معرفی کتاب «Das Bild der Stadt Rom im Frühmittelalter : Papststiftungen im Spiegel des Liber Pontificalis von Gregor dem Dritten bis zu Leo dem Dritten» نوشتهٔ Franz Alto Bauer، منتشرشده توسط نشر Dr. Ludwig Reichert Verlag در سال 2004. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Das Bild der Stadt Rom im Frühmittelalter gründete nicht nur auf dem sichtbaren Rom, den Kirchen, Palästen, Mosaiken und Malereien, welche die damaligen Bewohner und Besucher umgaben. Die Vorstellung von der Ewigen Stadt beruhte auch auf Texten, in denen der Reichtum an Bauten, Bildern und Prunkobjekten anschaulich wird. Eine solche Schriftquelle ist das 'Papstbuch', der Liber Pontificalis, eine Sammlung von Papstbiographien, die in dieser vorliegenden Studie auf ihr Verhältnis zu den erhaltenen und überlieferten Befunden hin untersucht werden. Hierbei geht es aber nicht um eine bloße Darstellung der Bau- und Ausstattungsmaßnahmen im Auftrag einzelner Päpste, gefragt wird vielmehr nach den Absichten und Zielen, die mit den Stiftungen verbunden waren: Welche Deutung und Bedeutung misst ihnen der 'Liber Pontificalis' bei, und wie wurden sie von den Menschen im Frühmittelalter rezipiert? Den zeitlichen Rahmen bilden die Pontifikate von Gregor III. (731 bis 741) bis Leo III. (795 bis 816), jene Epoche also, in der sich mit Hilfe der Franken und gegen den Widerstand von Byzanz ein unabhängiger Papststaat etablierte und der Bischof von Rom mehr denn je zu einem weltlichen Machtfaktor wurde. Die entscheidenden Phasen und Aspekte dieser wachsenden Unabhängigkeit, die Loslösung von Byzanz, die Etablierung eines Schutzbündnisses mit den Franken, die gewandelte Rolle der römischen Heiligen und die wachsende Bedeutung des Pilgerwesens für Rom, äußerten sich in neuartigen Bauten und Bildern, in liturgischen und zeremoniellen Innovationen. Zugleich aber wandelt sich auch der Liber Pontificalis selbst: Er wird mehr und mehr zu einem Instrument päpstlicher Geschichtsschreibung und hilft uns gerade dadurch, die Bau- und Ausstattungsmaßnahmen zu verstehen. Umgekehrt kann aber auch der sichtbare Befund etwas zum Verständnis der Quelle beitragen, etwa indem er Ungenauigkeiten aufzeigt oder die oft sehr stereotype Diktion des Liber Pontificalis erhellt. Doch geht es nicht nur um inhaltliche Kongruenzen oder Divergenzen zwischen Befund und Quelle; abschließend werden auch strukturelle Analogien zwischen den Papstviten und der Wahrnehmung im Frühmittelalter behandelt. Der Liber Pontificalis mag auf der Ebene des Faktischen zwar durchaus Unterlassungen oder Übertreibungen aufweisen, auf struktureller Ebene aber ist er ein verlässlicher Spiegel, für die Aussagen, die der frühmittelalterliche Betrachter mit den Bauten und Bildern Roms verband. Dank 7 Übersicht: Die Pontifikate der Päpste von Silvester I. bis Stephan V. 8 I. Spätantike und frühmittelalterliche Rombeschreibungen 9 II. Der Liber Pontificalis als kunsthistorische Quelle 27 III. Die Papstviten von Gregor III. bis Leo III. Aufbau, Inhalt, Aussageabsicht 39 IV. Manifeste päpstlicher Unabhängigkeit 49 V. Das Papsttum und die Franken 91 VI. Die Rolle der Heiligenreliquien im frühmittelalterlichen Rom 121 VII. Rom als Pilgerziel 149 VIII. Der Liber Pontificalis als Spiegel visueller Erfahrungen 181 IX. Die Papststiftungen im Spiegel des Liber Pontificalis. Bild und Wirklichkeit 207 Anhang: Inhalt und Aufbau der Papstviten von Gregor III. bis Leo III. 219 Abkürzungen 233 Register 239 Bildquellen 251
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