معرفی کتاب «Das andere Gedächtnis : Fotografie in der Literatur des 20. Jahrhunderts» نوشتهٔ Jan Gerstner، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die Fotografie ist im 20. Jahrhundert zum zentralen Medium der Vermittlung von Vergangenheit avanciert. In Literatur und Theorie figuriert sie auf den ersten Blick oft das Andere des Textes. Doch geht es dabei zugleich um den Text als Gedächtnismedium: In der Fotografie findet die Literatur das, was ihrem Gedächtnis entgeht. In detaillierten Lektüren klassischer Texte zur Fotografie (Barthes, Benjamin, Kracauer sowie Proust und Brecht) und anhand der problematischen Erinnerung nach Auschwitz bei Jorge Semprun, Georges Perec, Hubert Fichte und Christa Wolf zeigt Jan Gerstner, dass eine Theorie des Gedächtnisses ohne eine intermediale Perspektive nicht auskommen kann. Literatur,Fotografie,Gedächtnis,Intermedialität,Holocaust,Erinnerung,Allgemeine Literaturwissenschaft,Erinnerungskultur,Literaturwissenschaft,Literature,Photography,General Literature Studies,Memory Culture,Literary Studies Inhalt Einleitung Zum Vorgehen Zur Textauswahl I Fotografietheorie als Literatur: Roland Barthes’ La Chambre claire 1. Fotografietheoretische Einordnung 2. studium und punctum Exkurs: Benjamin und Barthes 3. Das Unbewusste der Fotografie 4. Der Text der Fotografie 5. Die Recherche als Intertext 6. Fotografie als Monument der Literatur Walter Benjamin: Fotogeschichte als Geschichte der Moderne 1. Medium der Moderne 2. Verluste der Fotografiegeschichte 3. Das Porträt: Ähnlichkeit, Entstellung und literarisches Erinnern Marcel Prousts À la recherche du temps perdu: Das literarische Gedächtnis der Fototheorie 1. Fototheoretische Rezeption und Proust-Forschung 2. Fotografie und Gedächtnismetaphorik 3. Fotografische Metaphern bei Proust 4. Die Aura der technischen Reproduzierbarkeit 5. Fotografische Gegenmetaphorik 6. Literarisches und fotografisches Gedächtnis: Das Bild der Großmutter Siegfried Kracauer: Der Blick aufs Verschollene 1. Theorie des Films und der Geschichte: Der Umweg des Realismus 2. Die Photographie: Oberfläche und Konstruktion 3. Die Theorie des Films angesichts von Auschwitz Benjamin und Brecht: Geschichte als Konstruktion von Bild und Schrift 1. Benjamin: Destruktion und Konstruktion 1.1 Metaphern der Lesbarkeit und Entwicklung 1.2 Gedächtnismedien und Verfahren der Konstruktion 2. Brechts Arbeit mit Fotografie 2.1 Text- und Bild-Experimente in den Journalen 2.2 Funktionen der Text-Bild-Beziehungen in der Kriegsfibel 2.3 Poetologie und literarische Tradition in den Journalen 2.4 Das Gedächtnis der Namenlosen II Fotografie und Literatur nach Auschwitz Jorge Semprun: Die andere Erinnerung 1. Foto und Zeugenschaft 2. Fotografie und Fiktion Erinnerung als Fotografie und Fiktion: Georges Perecs W ou le souvenir d’enfance Exkurs: Autobiografie, Fotografie, Fiktion Hubert Fichte: Momentaufnahmen und Fragmente 1. Poetologische Auseinandersetzungen 2. Zeit, Bild und Erzählen 3. Fotografie und Gedächtnis Fremdheit und Authentizität der Erinnerung in Christa Wolfs Kindheitsmuster Schluss Siglen Literaturverzeichnis
Die Fotografie ist im 20. Jahrhundert zum zentralen Medium der Vermittlung von Vergangenheit avanciert. In Literatur und Theorie figuriert sie auf den ersten Blick oft das Andere des Textes. Doch geht es dabei zugleich um den Text als Gedächtnismedium: In der Fotografie findet die Literatur das, was ihrem Gedächtnis entgeht.In detaillierten Lektüren klassischer Texte zur Fotografie (Barthes, Benjamin, Kracauer sowie Proust und Brecht) und anhand der problematischen Erinnerung nach Auschwitz bei Jorge Semprun, Georges Perec, Hubert Fichte und Christa Wolf zeigt Jan Gerstner, dass eine Theorie des Gedächtnisses ohne eine intermediale Perspektive nicht auskommen kann.
Wie werden Menschen Eltern? Warum ist die Kernfamilie das häufigste Ergebnis der Transition zur Elternschaft? Cornelia Schadlers Ethnographie zeigt deutlich, dass das Eltern-Werden nicht auf einzelne Ereignisse reduziert werden kann, sondern das Ergebnis einer Vielzahl alltäglicher (Mikro-)Praktiken ist, die unterschiedlichste menschliche und nicht-menschliche Teilnehmer_innen umfassen. Ihr von gegenwärtigen Theorieentwicklungen des feministischen Posthumanismus und Neomaterialismus beeinflusster Blick eröffnet, wie Subjekte als Eltern und Kinder figuriert werden, die Teil von heteronormativen und heteromateriellen Lebensgemeinschaften sind.