معرفی کتاب «Das Alte Testament ALS Deutsche Kolonie: Die Neuerfindung Des Alten Testaments Um 1800 (Beitrage Zur Wissenschaft Vom Alten Und Neuen Testament) (German Edition)» نوشتهٔ Simon Wiesgickl; Walter Dietrich; Ruth Scoralick; Reinhard von Bendemann; Marlis Gielen، منتشرشده توسط نشر Kohlhammer در سال 2018. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
In der kurzen Zeitspanne zwischen 1785 und 1810 vollzog die Exegese des Alten Testaments in Deutschland einen enormen Innovationssprung. Deutsche Alttestamentler entwickelten die sogenannte historisch-kritische Methode und setzten internationale Standards. In diesem religionswissenschaftlichen Meta-Kommentar zur Wissenschaftsgeschichte des Alten Testaments wird untersucht, welche Rolle die neu entstehende Ethnologie und der europäische Kolonialismus dabei spielten. Es wird die These entwickelt, dass das Alte Testament als Möglichkeitsraum für einen spezifisch deutschen Kolonialismus fungierte. Damit wird ein Beitrag zu einer deutschen postkolonialen Theologie vorgelegt und außerdem die Erforschung des deutschen Kolonialismus um ein wichtiges Kapitel ergänzt. Deckblatt Titelseite Impressum Inhaltsverzeichnis Vorwort 1. Einleitung: Das Alte Testament als deutsche Kolonie 1.1 Zur Textgattung des Meta-Kommentars 1.2 Postkoloniale Rezepte: Ein Vorgeschmack 1.3 Zur Geschichte des deutschen Kolonialismus 1.4 Zum Stümpern als Methode: Hegel und Haiti 1.5 Zur geschichtlichen Verortung um 1800 1.6 Die Debatte um Rassismus: Inhaltliche Beschränkung der Studie 1.7 Der Aufriss der Untersuchung 2. Auf dem Weg zu einer postkolonialen Wissenschaftsgeschichte der Erforschung des Alten Testaments: Ein Forschungsüberblick 2.1 Wissenschaftsgeschichte des Alten Testaments 2.1.1 Forschungsgeschichte in Theologenporträts: Von Ludwig Diestels Geschichte des Alten Testaments in der christlichen Kirche (1869) zu Henning Graf Reventlows Epochen der Bibelauslegung (2001) 2.1.2 Stärker kulturwissenschaftlich geprägte Arbeiten: Zur Bedeutung der Aufklärung und Moderne 2.1.3 State of the Art: Magne Sæbøs Hebrew Bible / Old Testament 2.2 Orientalismus und Postkolonialismus – Religionswissenschaftliche und kulturwissenschaftliche Zugänge 2.2.1 Orientalismus und Religion: Religionsproduktive Diskurse der entstehenden Religionswissenschaft 2.2.2 Facettenreich und dynamisch: Zur Struktur des deutschen Orientalismus 2.2.3 Auf dem Weg zu einer postkolonialen Religionswissenschaft 2.3 Zwischenfazit 3. Elemente einer selbstreflexiven Ethnologie des Abendlandes: Hinweise zur Methodik dieser Arbeit 3.1 Orientalismuskritik als Analyse der praktischen Arbeitsweise: Im Gespräch mit der historischen Diskursanalyse 3.2 Begriffsgeschichtliche Analyse des kolonialen Archivs und eine Epistemologie des Ortes 3.3 Frontier Comparative Religion: Auf den Spuren des kolonialen Emplotments der Religionsgeschichte 3.4 Prä-Emergenz und Nachleben: Zum methodischen Umgang mit dem conceptual lock 4. Provincialising Europe in Action. Über die Herausbildung der Formationsregeln alttestamentlicher Wissenschaft im Grenzgebiet 4.1 Macht und Methode: Die historisch-kritische Methode als Problem 4.1.1 Wissenschaft in der Kontaktzone: Über das Genre der Reisebeschreibung 4.1.2 Intellektuelle Autorität über den Orient. Die Philologie als deutsche Wissenschaft par excellence und der Vorrang der Mündlichkeit 4.1.3 Kann die Subalterne dichten? Über Weltliteratur und die Taxonomie der Einbildungskraft 4.2 ‚Deutschland? Aber wo liegt es?’ Über Identitäten und Wissenslandschaften 4.3 Deutschland und das koloniale Phantasma 5. Die Erfindung des Alten Testaments – Neue Perspektiven 5.1 Der reisende Deutsche: Die Reise nach Felix Arabia als Reise in die Vergangenheit 5.1.1 Exkursion ins „Glückliche Arabien“ 5.1.2 „So ehrlich und unverdächtig (...) als ein gerichtliches Protocoll“. Der literarische Niederschlag der Reise 5.1.3 Haftpunkt für das koloniale Phantasma: Entdeckungsreisen und der Südseemythos in der deutschsprachigen Literatur 5.1.4 Im Tropenfieber: Wissenschaftliche Entdeckungs-reisen im ausgehenden 19. Jahrhundert 5.2 Von Authentizität und intellektueller Autorität: Das Mosaische Gesetzbuch, die Judenemanzipation und das Aufkommen der Einleitung in das Alte Testament 5.2.1 Vom Reisebericht zur Gesellschaftsbeschreibung: Der Niederschlag der Reiseberichte in den Schriften Johann David Michaelis 5.2.2 Das Mosaische Gesetz und das Verschwinden des einheimischen Informanten: Die Idee von Mose als antikem Montesquieu 5.2.3 Johann David Michaelis und die Debatte um die bürgerliche Verbesserung der Juden (1781) 5.2.4 Die Neuerfindung der Einleitungswissenschaft bei Johann Gottfried Eichhorn, Georg Lorenz Bauer und Wilhelm Martin Leberecht De Wette 5.3 Die Suche nach den Ursprüngen: Die biblische Genesis und das Kindheitsalter der Welt 5.3.1 Die Erzeugung kultureller Differenz: Johann Gottfried Herder, der ‚Edle Wilde’ und die ‚Ordnung der Kulturen’ um 1800 5.3.2 Der Geist des Orients als Ariadnefaden: Zur mythischen Deutung der Schöpfungsberichte 5.3.3 Johann Gottfried Eichhorns Urgeschichte: Die Genesis als Urkunde des Kindheitsalters der Menschheit 5.3.4 Die Schöpfungshieroglyphe Johann Gottfried Herders 5.4 Streit um die Gattungen des Alten Testaments und die Entwicklung einer Literaturgeschichte Israels 5.4.1 Zum Zusammenhang von Despotismus und Dichtkunst 5.4.2 Die Gattungen des Alten Testaments als ‚Nationalgesänge roher Völker’ und Produkt der Einbildungskraft 5.4.3 Die Sage und die Seele des Volks 5.4.4 Zum Abschluss: Der deutsche Sammler und die Figur des alttestamentlichen Sammlers 6. Fazit: Das Alte Testament als deutsche Kolonie 7. Literaturverzeichnis 7.1 Verzeichnis der genutzten Originalquellen 7.2 Verzeichnis der Sekundärliteratur 7.3 Internetquellen 8. Verzeichnis der Abkürzungen und Siglen 9. Namensregister "In der kurzen Zeitspanne zwischen 1785 und 1810 vollzog die Exegese des Alten Testaments in Deutschland einen enormen Innovationssprung. Deutsche Alttestamentler entwickelten die sogenannte historisch-kritische Methode und setzten internationale Standards. In diesem religionswissenschaftlichen Meta-Kommentar zur Wissenschaftsgeschichte des Alten Testaments wird untersucht, welche Rolle die neu entstehende Ethnologie und der europäische Kolonialismus dabei spielten. Es wird die These entwickelt, dass das Alte Testament als Möglichkeitsraum für einen spezifisch deutschen Kolonialismus fungierte. Damit wird ein Beitrag zu einer deutschen postkolonialen Theologie vorgelegt und außerdem die Erforschung des deutschen Kolonialismus um ein wichtiges Kapitel ergänzt."--Back cover
In der kurzen Zeitspanne zwischen 1785 und 1810 vollzog die Exegese des Alten Testaments in Deutschland einen enormen Innovationssprung. Deutsche Alttestamentler entwickelten die sogenannte historisch-kritische Methode und setzten internationale Standards.In diesem religionswissenschaftlichen Meta-Kommentar zur Wissenschaftsgeschichte des Alten Testaments wird untersucht, welche Rolle die neu entstehende Ethnologie und der europäische Kolonialismus dabei spielten. Es wird die These entwickelt, dass das Alte Testament als Möglichkeitsraum für einen spezifisch deutschen Kolonialismus fungierte. Damit wird ein Beitrag zu einer deutschen postkolonialen Theologie vorgelegt und außerdem die Erforschung des deutschen Kolonialismus um ein wichtiges Kapitel ergänzt.