معرفی کتاب «Darwins Erben in den Medien : eine wissenschafts- und mediensoziologische Fallstudie zur Renaissance der Soziobiologie» نوشتهٔ Sebastian Linke، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2007. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die Biowissenschaften haben in den letzten Jahren einen regelrechten - insbesondere medialen - Boom erfahren. Im Zuge dieses Interesses erlebten auch andere biologische Konzepte wie das der Soziobiologie neue Aufmerksamkeit, obwohl ihre wissenschaftliche Diskussion bereits 20 Jahre zuvor stattfand. Die Studie analysiert erstmalig den Zusammenhang zwischen der internationalen wissenschaftlichen Diskussion und der medialen Darstellung der Soziobiologie in Deutschland. Entgegen dem traditionellen Popularisierungsmodell zeigt dieser Fall, dass Wissenschaft in den Medien keine Abbildung der akademischen Diskussion ist, sondern von kulturellen Rahmenbedingungen geprägt wird. Inhalt I Einleitung Soziobiologie- ein Konzept in der Krise Soziobiologie und Massenmedien Untersuchungsaufbau 1. TEIL: SOZIOBIOLOGIE UND WISSENSCHAFTSKOMMUNIKATION. ZWEI EXKURSE II Entstehung und Wirkungsgeschichte der Soziobiologie 25 1. Einführung 2. Die Wissenschaft Soziobiologie und ihre Gegner 3. Die Rezeptionsgeschichte der Soziobiologie 4. Resümee III Wissenschaftskommunikation in der Öffentlichkeit 1. Wissenschaft und Öffentlichkeit in historischer Perspektive 2. Forschungen zur Wissensvermittlung im 20. Jahrhundert 3. Der deutsche Wissenschaftsjournalismus 2. TEIL: EMPIRISCHE UNTERSUCHUNGEN IV Diskursdynamiken 1975-2003 1. Intensitätsverlauf der wissenschaftlichen Diskussion 2. Der mediale Diskursverlaufzur Soziobiologie V Die Darstellungen in der Wissenschaft 1. Einführung und Methodisches Vorgehen 2. Evolutionäre Verhaltensbiologie und Soziobiologie in Nature und Science 3. Der deutsche Kontext: Verhaltensbiologie und Soziobiologie in Naturwissenschajien VI Die Soziobiologie in den deutschen Medien 1. Die Soziobiologie in der FAZ 1.1 Rubriken und Quellen der Berichterstattung 1.2 "Die Rache der Gene" - Zur inhaltlichen Einbindung der Soziobiologie in der FAZ Phase I: Soziobiologie als Wissenschaft – Die Darstellungen bis 1995 Phase II: Dissens Konsens Nonsens?- Der neue Umgang mit der Soziobiologie ab 1996 1.3 Resümee zur Soziobiologie in der F AZ 2. Die Soziobiologie im Spiegel 2.1 "Die Gene sind's. Immer sind es die Gene"– Der Umgang mit der Soziobiologie im Spiegel 2.2 Zeitliche Entwicklung und Resümee zur Soziobiologie im Spiegel 3. TEIL: RESÜMEE, DISKUSSION UND AUSBLICK VII Resümee 1. Zusammenstellung der quantitativen Analysen 2. Resümee der inhaltlichen Untersuchungen VIII Diskussion 1. Die deutsche Reserviertheit in den 1970er und 1980er Jahren 2. Bio-Konjunkturen zur Jahrtausendwende 3. Der deutsche Wissenschaftsjournalismus und die Soziobiologie IX Epilog: Die Renaissance der Soziobiologie in der ,Bio-Medien-Kultur' Anhang 1. Auswahl der Medien 2. Methodenbeschreibung 3. Ergänzende Daten zur Medienanalyse Literatur
Die Biowissenschaften haben in den letzten Jahren einen regelrechten - insbesondere medialen - Boom erfahren. Im Zuge dieses Interesses erlebten auch andere biologische Konzepte wie das der Soziobiologie neue Aufmerksamkeit, obwohl ihre wissenschaftliche Diskussion bereits 20 Jahre zuvor stattfand.Die Studie analysiert erstmalig den Zusammenhang zwischen der internationalen wissenschaftlichen Diskussion und der medialen Darstellung der Soziobiologie in Deutschland. Entgegen dem traditionellen Popularisierungsmodell zeigt dieser Fall, dass Wissenschaft in den Medien keine Abbildung der akademischen Diskussion ist, sondern von kulturellen Rahmenbedingungen geprägt wird.
»Es ist das unbestreitbare Verdienst dieser Arbeit, am Fall der Soziobiologie durch eine langzeitanalytische Studie im Detail bestätigt zu haben, was in der heute differenzierungstheoretisch orientierten Wissenschaftsforschung bereits als ›truism‹ gilt, nämlich ›dass der wissenschaftlich und medial gebrauchte Begriff nicht deckungsgleich sind, und dass sie eigenen Konjunkturen folgen‹[...].«Sabine Maasen, Soziologische Revue, 31 (2008)Besprochen in:Internationales Jahrbuch für Philosophische Anthropologie, 2 (2009), Nico Lüdtke