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Damit Gott sei alles in allem: Studien zum paulinischen und frühjüdischen Universalismus (Beihefte zur Zeitschrift für die neutestamentliche Wissenschaft 149) (German Edition)

معرفی کتاب «Damit Gott sei alles in allem: Studien zum paulinischen und frühjüdischen Universalismus (Beihefte zur Zeitschrift für die neutestamentliche Wissenschaft 149) (German Edition)» نوشتهٔ Gudrun Holtz، منتشرشده توسط نشر Saur در سال 2011. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Von der neutestamentlichen Wissenschaft bis zum Feuilleton bildungsbürgerlicher Tageszeitungen gehört die durch F.C. Baur im 19. Jh. begründete Gegenüberstellung von jüdischem Partikularismus und christlich-paulinischem Universalismus zu den grundlegenden Vorstellungen für die Verhältnisbestimmung von Judentum und Christentum. G. Holtz zeigt anhand eines Vergleichs der paulinischen Briefe mit jüdischen Schriften, insbesondere der Qumranliteratur und Philo von Alexandrien, dass eine solche Gegenüberstellung weder dem Judentum noch Paulus gerecht wird. Ähnlich wie in der jüdischen Traditionsbildung vor und nach Paulus sind für die Struktur der paulinischen Theologie Öffnungs- und Abgrenzungstendenzen konstitutiv. Gezeigt wird dies sowohl für die Eschatologie als auch für die Zeit vor dem Ende, in der sich die jeweilige Gemeinschaft gegenüber ihrer Umwelt definiert und positioniert. Wichtige Übereinstimmungen zwischen Paulus und jüdischen Traditionen betreffen den eschatologischen Universalismus, die Überzeugung, dass die Tora in spezifischer Weise auch den Völkern gilt, sowie die Grenzziehung nach außen mittels Ritual und Lebensweise. Vorwort 5 Inhaltsverzeichnis 7 Kapitel 1: Einleitung 13 Teil 1 27 Universalismus als eschatologisches Ziel. Die Zukunft von Schöpfung und Menschheit 27 Kapitel 2: Paulus: Die allumfassende Transformation von Schöpfung und Menschheit als Dominante 29 2.1 Die gefallene Menschheit 30 2.2 Die Aufhebung der Todesverfallenheit der adamitischen Menschheit durch das in der Tat Christi manifest gewordene Übermaß der Gnade 37 2.3 Die Vollendung der Schöpfung 48 2.4 Die endzeitliche Rettung der Glaubenden aus Juden und Heiden und das Verlorengehen der Übrigen 62 2.5 Das eschatologische Erbarmen Gottes über alle 68 2.6 Die universale Verehrung Gottes am Ende 84 Kapitel 3: Qumran: Das eschatologische Ende von Schöpfung und Menschheit in Gericht und Vollendung 99 3.1 Das doppelte Ende der Menschheit in Gericht und Vollendung 101 3.2 Differenzierte Gerichtsperspektiven für Israel und die Völker 113 3.3 Die endzeitliche Funktion der Gemeinde und ihrer Rettergestalten zugunsten der nichtqumran-essenischen Menschheit 121 3.4 Die eschatologische Erneuerung von Mensch und Schöpfung 132 3.5 Der eschatologische Lobpreis und die Anerkenntnis Gottes durch alle Kreatur 140 Kapitel 4: Philo: Die Heilung der Schöpfung und die jüdisch bestimmte Zukunft der Menschheit 151 4.1 Die Zukunft der Schöpfung 153 4.2 Die Zukunft des jüdischen Volkes und der übrigen Völker 162 4.3 Die eschatologisch um das Gesetz versammelte Menschheit 175 Kapitel 5: Die paulinische Gestalt des eschatologischen Universalismus im weiteren Kontext des Frühjudentums 181 5.1 Der eschatologische Universalismus bei Paulus im Verhältnis zur Qumranliteratur und zu Philo 181 5.2 Die paulinische Gestalt des eschatologischen Universalismus im weiteren Kontext des Frühjudentums 190 Die Universalisierung der Gemeinschaft in der Zeit bei gleichzeitiger Abgrenzung nach außen und innen 201 Kapitel 6: Paulus: Die Konstituierung einer neuen Gemeinschaft aus Juden und Heiden und ihre Abgrenzung nach außen und innen 203 6.1 Die Einbeziehung der Völker in das Heilshandeln Gottes mit Israel 204 6.2 Das in der Gemeinde aus Juden und Heiden praktizierte Gesetz 244 6.3 Grenzziehungen nach außen und innen 263 6.4 Die Universalisierung des Gesetzes als Gegenentwurf zur Identifikation von Gesetz und Israel 291 6.5 Der paulinische Universalismus und seine Deutung durch D.Boyarin 304 Kapitel 7: Qumran: Die Abgrenzung der Gemeinde von der Umwelt bei gleichzeitiger Öffnung für neue Mitglieder 321 7.1 Das Selbstverständnis der Gemeinde als Bundespartnerin Gottes und ihr Verhältnis zu ganz Israel 322 7.2 Die Offenheit der Gemeinde für neue Mitglieder und ihre Grenzen 357 7.3 Die Bewahrung der Identität der Gemeinde als Grund für den Ausschluss 362 7.4 Das Verhältnis der Gemeinde zu ihrer Umwelt im Spiegel der qumran-essenischen Gesetzgebung 368 7.5 Die Qumrangemeinde zwischen Öffnung und Abgrenzung 384 Kapitel 8: Philo: Die universalisierende Deutung des Judentums 391 8.1 Grundsätzliche Aspekte der Universalisierung des Mosegesetzes 393 8.2 Zur Universalisierung der Einzelgebote des Mosegesetzes 405 8.3 Die Transzendierung natürlicher Bindungen zugunsten religiöser und ethischer Tugenden als Basis der jüdischen Gemeinschaft 464 8.4 Die Singularität des jüdischen Volkes als Grund für Grenzziehungen nach außen und innen 485 8.5 Zum Verhältnis von Universalismus und Partikularismus bei Philo 509 Kapitel 9: Die paulinische Gestalt der Universalisierung der Gemeinde im weiteren Kontext des Frühjudentums 517 9.1 Die paulinische Gestalt der Universalisierung der Gemeinde im Verhältnis zur Qumranliteratur und zu Philo 518 9.2 Die paulinische Gestalt der Universalisierung der Gemeinde im weiteren Kontext des Frühjudentums 536 9.3 Die paulinische Gestalt des Universalismus und der covenantal nomism 550 Kapitel 10: Damit Gott sei alles in allem. Der paulinische Universalismus im Gespräch 557 Abkürzungen 579 Literatur 581 Register 631 1. Stellen 631 2. Autorinnen und Autoren 651 3. Namen und Sachen 657 Anders als das Judentum, das als Religion eines bestimmten Volkes gilt, wird das Christentum im Allgemeinen als eine universale Religion angesehen, offen für Menschen aus allen Völkern. Als Überwinder des jüdischen Partikularismus und Wegbereiter des christlichen Universalismus gilt vor allem der Apostel Paulus. G. Holtz zeigt, dass eine solche Gegenüberstellung weder Paulus noch dem Judentum seiner Zeit gerecht wird. Ein eindringlicher Vergleich der paulinischen Briefe mit zeitgenössischen jüdischen Schriften, insbesondere der Qumranliteratur und Philo von Alexandrien, zeigt, dass es auf beiden Seiten Tendenzen zur Öffnung und zur Abgrenzung gibt.
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