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Care-Politiken in Deutschland und Frankreich : Migrantinnen in der Kindertagespflege – moderne Reproduktivkräfte erwerbstätiger Mütter

معرفی کتاب «Care-Politiken in Deutschland und Frankreich : Migrantinnen in der Kindertagespflege – moderne Reproduktivkräfte erwerbstätiger Mütter» نوشتهٔ Janina Glaeser (auth.)، منتشرشده توسط نشر VS Verlag für Sozialwissenschaften در سال 2018. این کتاب در 84 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Anhand biografischer Interviews mit migrantischen Kindertagespflegepersonen evaluiert Janina Glaeser Care-Politiken in Deutschland und Frankreich und setzt sie in Relation zur steigenden Betreuungsnachfrage. Maghrebinische assistantes maternelles in Frankreich erfahren einen Statusgewinn, Tagesmütter aus postsozialistischen Ländern in Deutschland hingegen einen Verlust sozialer Mobilität. Zentral ist in beiden Ländern die Wechselwirkung einer modernen Arbeitsteilung hauptsächlich unter Frauen: die Rahmenbedingungen erwerbstätiger Mütter bedingen jene der Migrantinnen und umgekehrt. Danksagung 5 Inhaltsverzeichnis 7 Einleitung 12 Gegenstand der Untersuchung 12 Forschungsinteresse und methodischer Zugang 16 Stand der Forschung 18 Aufbau der Arbeit 23 1 Theoretische Überlegungen zur Einbettung des Phänomens 25 1.1 Care-Arbeit und Reproduktion: Klärung der Begrifflichkeiten 25 1.2 Intersektionale Perspektiven auf die aktuelle Care-Problematik 26 1.3 Kapital biografischer Erfahrung 27 1.4 Soziale Mobilität und Möglichkeitsräume: akkumulierte Ressourcen und kontextuelle Bedingungen 29 und kontextuelle Bedingungen 29 1.5 Care in kapitalistischen Gesellschaften 32 1.6 Care-Macht: weibliche Fürsorgemoral als politische Stärke 33 1.7 Die „Transnationalisierung der sozialen Welt“ 35 1.8 Care-Arbeit und transnationale Migration 37 1.9 Globalisierte Haushaltsarbeit im Spannungsfeld einer expandierenden Zeitindustrie 40 1.10 Der globalisierte Privathaushalt als teilöffentlicher Raum 41 2 Zur Entstehung des Care-Defizits in den postindustriellen Ländern 44 2.1 Die Funktion des Dienstbotenwesens während der Industrialisierung 44 2.2 Die Etablierung einer häuslichen Kultur 48 2.3 Die Ent-Professionalisierung der Hauswirtschaft 50 2.4 Die Auslagerung von Care-Arbeit auf Migrantinnen im postindustriellen Wohlfahrtsstaat 53 3 Care-Politiken in Frankreich und Deutschland in ihrer nationalstaatlichen, historischen und ökonomischen Entwicklung 56 3.1 Entstehung von Sozialstaaten: über die Etablierung von citizenship und Wohlfahrtsregime 57 3.2 Der deutsche Sozialstaat 62 Migrations-Politiken 63 Maßnahmen zur Organisation von Familie und Arbeit 68 Bedingungen und Regelungen der Kindertagespflege in Deutschland 78 3.3 Der französische Sozialstaat 83 Besonderheiten der industriellen Entwicklung in Frankreich 83 Erste staatliche Maßnahmen in Form von Fürsorgegesetzen 86 Migrations-Politiken 88 Maßnahmen zur Organisation von Familie und Arbeit 92 Bedingungen und Regelungen der Kindertagespflege in Frankreich 102 3.4 Europapolitische Einflüsse 108 3.5 Zusammenfassender Vergleich 113 3.6 Statistischer Überblick 118 4 Methodisches Vorgehen 124 4.1 Methodischer Zugang 124 4.2 Theoretisches Sampling 128 4.3 Interviewtechnik und Narrationsanalyse 132 4.4 Besondere Herausforderungen der Forschung im bi-nationalen Vergleich 137 4.5 Aufbau des empirischen Teils 139 5 Deutschland: Empirische Befunde 141 5.1 Lebensverläufe bis zum Eintritt in die Kindertagespflege 141 Amalia: eine verhinderte Berufskarriere als Kinderkrankenschwester 142 Marja: eine gelenkte Orientierung an Care in Deutschland 144 Das Ehepaar Welter: über den Verlust und die (Wieder-)Aneignung von sinnstiftender Tätigkeit 148 Typisierung des lebensgeschichtlichen Prozesses, der zur Kindertagespflege führt 155 5.2 Soziale Mobilität und Identitätskonstruktionen in der Kindertagespflege 164 (Schein-)selbstständig prekär arbeiten 164 Sprache als Defizit oder Kompetenz: den Migrationshinweis für die Nachfrage marktförmig machen 172 Die Arbeit in der Kindertagespflege managen 180 Der Arbeitsplatz im eigenen Zuhause: der „Arbeitsplatz Zuhause“ 182 Doing (extended) family: Inszenierungen von (Groß-)Familie 188 Die Eltern-Problematik: Beziehungsarbeit 192 Die Männer-Problematik 198 5.3 Perspektiven der Handlungsfähigkeit und Selbstermächtigung: eine professionelle Haltung finden 206 Selbstpräsentationen der pädagogischen Kompetenzen gegenüber anderen öffentlichen Einrichtungen (Krippen, Kitas, Erzieher_innen) 206 (Schein-)selbstständigkeit und Vertragsgestaltung: sich rechtlich absichern 210 Ansätze des Austauschs, der Selbstorganisierung und der Solidarisierung 211 Bildung und Weiterbildung im Beruf als Qualitätshinweis 213 Wege der langfristigen Legalisierung von Aufenthalt und Berufstätigkeit 214 Zukunftsaspirationen: berufliche Perspektiven, körperliche Verfassung und Altersvorsorge 215 5.4 Resümee zu den migrantischen Tageseltern 217 6 Frankreich: Empirische Befunde 220 6.1 Frankreich: Lebensverläufe bis zum Eintritt in die Kindertagespflege 220 Lydia: der „klassische“ Weg 221 Kaya: fremdbestimmte Reproduktionsarbeit führt zu selbstermächtigender Care-Arbeit 224 Noura: eine notwendige Existenz auf dem Arbeitsmarkt 230 Typisierung des lebensgeschichtlichen Prozesses, der zur Kindertagespflege führt 232 6.2 Soziale Mobilität und Identitätskonstruktionen in der Kindertagespflege 245 Mit Care-Arbeit Geld verdienen 245 Nachfrage und Vermittlung als Faktoren einer erfolgreichen Beschäftigungslage 251 Sozialpolitische Leistungen im Beschäftigungsverhältnis 254 Kindertagespflege als Mittel der Integration 257 Die Arbeitszeit managen 263 Der Arbeitsplatz im eigenen Zuhause: der „Arbeitsplatz Zuhause“ 264 Doing (extended) family: Inszenierungen von (Groß-)Familie 267 Die Eltern-Problematik: (emotionale) Grenzen des Outsourcings 274 Die Männer-Problematik: eine Frage der Abwesenheit 276 6.3 Perspektiven der Handlungsfähigkeit und Selbstermächtigung 279 Selbstbild der pädagogischen Kompetenzen und öffentliche Wahrnehmung 279 Arbeitnehmendenrechte und Solidarisierung 282 Bildung und Weiterbildung im Beruf als Qualitätshinweis 284 Wege der langfristigen Legalisierung von Aufenthalt und Berufstätigkeit 287 Zukunftsaspirationen: berufliche Perspektiven, körperliche Verfassung und Altersvorsorge 289 6.4 Resümee zu den migrantischen Tagesmüttern 291 7 Zusammenfassender Vergleich der empirischen Befunde 295 7.1 Wege in die Kindertagespflege: eine gemeinsame Lösung unter divergierenden Voraussetzungen 296 7.2 Soziale Mobilität und Identitätskonstruktionen in der Kindertagespflege 302 7.3 Professionalisierung und Handlungsfähigkeit 306 8 Resümee und Diskussion der Befunde 312 Zum dialektischen Prinzip der Kindertagespflege: Care auf „zwei Seiten einer Medaille“ 313 Wege in die Kindertagespflege 314 Erfolgskonstruktionen in der Kindertagespflege: befördernde und behindernde Care-Politiken 318 Neue Erkenntnisse zu Identitätskonstruktionen am „Arbeitsplatz Zuhause“ 329 Quo vadis Kindertagespflege?: Wege aus den Kinderschuhen 336 Literaturverzeichnis 340 Abkürzungsverzeichnis 383 Transkriptionsregeln 385 Anhand biografischer Interviews mit migrantischen Kindertagespflegepersonen evaluiert Janina Glaeser Care-Politiken in Deutschland und Frankreich und setzt sie in Relation zur steigenden Betreuungsnachfrage. Maghrebinische assistantes maternelles in Frankreich erfahren einen Statusgewinn, Tagesmütter aus postsozialistischen Ländern in Deutschland hingegen einen Verlust sozialer Mobilität. Zentral ist in beiden Ländern die Wechselwirkung einer modernen Arbeitsteilung hauptsächlich unter Frauen: die Rahmenbedingungen erwerbstätiger Mütter bedingen jene der Migrantinnen und umgekehrt. Der Inhalt Care-Politiken und Migration in Frankreich und Deutschland Lebensverläufe der Migrantinnen Soziale Mobilität, Identitätskonstruktionen und Handlungsfähigkeit in der Kindertagespflege Effekte einzelner Care-Politiken Handlungsempfehlungen in Bezug auf zukünftige politische Maßnahmen Die Zielgruppen Dozierende und Studierende der Politik-, Wirtschafts-, Erziehungs-, Sozial- und Europawissenschaften sowie der Sozialen Arbeit Praktiker in Ministerien, Parteien, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden und in der Politikberatung Die Autorin Dr. Janina Glaeser ist Soziologin und Literaturwissenschaftlerin an der Goethe-Universität Frankfurt und an der Université de Strasbourg. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich Migrations-, Geschlechter-, und Biografieforschung, Social Policy-Evaluation und vergleichende Wohlfahrtsstaatenforschung Front Matter ....Pages I-XXV Theoretische Überlegungen zur Einbettung des Phänomens (Janina Glaeser)....Pages 27-45 Zur Entstehung des Care-Defizits in den postindustriellen Ländern (Janina Glaeser)....Pages 47-58 Care-Politiken in Frankreich und Deutschland in ihrer nationalstaatlichen, historischen und ökonomischen Entwicklung (Janina Glaeser)....Pages 59-126 Methodisches Vorgehen (Janina Glaeser)....Pages 127-143 Deutschland: Empirische Befunde (Janina Glaeser)....Pages 145-223 Frankreich: Empirische Befunde (Janina Glaeser)....Pages 225-299 Zusammenfassender Vergleich der empirischen Befunde (Janina Glaeser)....Pages 301-317 Resümee und Diskussion der Befunde (Janina Glaeser)....Pages 319-346 Back Matter ....Pages 347-393
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