Bulletin des Arbeitskreises "Zweiter Weltkrieg" : Zentralinstitut für Geschichte, Wissenschaftsbereich Deutsche Geschichte 1917-1945. Nr. 3/1970 / hrsg. von Akademie der Wissenschaften der DDR
معرفی کتاب «Bulletin des Arbeitskreises "Zweiter Weltkrieg" : Zentralinstitut für Geschichte, Wissenschaftsbereich Deutsche Geschichte 1917-1945. Nr. 3/1970 / hrsg. von Akademie der Wissenschaften der DDR» نوشتهٔ Akademie der Wissenschaften der DDR; Wolfgang Bleyer; Klaus Drobisch; Dietrich Eichholtz، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2021. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Industrie) über Besprechungen mit Ministerialdirektor Timm und Ministerialdirigent Steinmann (GBA) am 14. Februar 194-5 über die weitere Beschäftigung von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern in den Betrieben Dr. Klaus Drobisch/Dr. habil. Dietrich Eichholtz Die Zwangsarbeit ausländischer Arbeitskräfte In Deutschland während, dea zweiten Weltkrieges Die Deportation von vielen Millionen ausländischer Bürger nach Deutschland und ihre Ausbeutung in der deutschen Kriegswirtschaft während des zweiten Weltkrieges war ein Vorgang, der tiefgreifende Konsequenzen für das deutsche Wirtschafts-und Kriegspotential und für die politische Situation in Deutschland hatte. Sie gehört zu den größten Untaten des faschistischen deutschen Imperialismus. Ihr Wesen als imperialistisches Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu enthüllen, ist eine Aufgabe von großer wissenschaftlicher und aktueller Bedeutung. Die Ausnutzung fremder Arbeitskräfte gehörte zu den wesentlichen Kriegszielen des deutschen Imperialismus. Die Verfügung über neue Rohstoffquellen, Absatzmärkte, Kapitalanlagesphären in aller Welt, die sein erklärtes Ziel und das Kernstück der geplanten "Neuordnung" der Reichtümer der Welt war, hatte nur Sinn unter der Voraussetzung, daß die lebendige Arbeitskraft von Millionen und aber Millionen Menschen diese Profitquellen zum fließen brachte. Dieses Ziel strebte er um so nachdrücklicher und. aggressiver an, als ihm auch eine so lukrative Quelle besonders profitabler Ausbeutung fehlte, wie es die Verfügung über Arbeiter aus Kolonien, über farbige oder anderweitig diskriminierbare Bevölkerungsteile für die USA, für England und Frankreich darstellte. Wenn während des zweiten Weltkrieges die Arbeitskräfte aus vielen Ländern Europas zu Millionen zwangsweise nach Deutschland deportiert wurden und dort in der Rüstungswirtschaft und in der Landwirtschaft arbeiten mußten, so war dies eine spezifische Form ihrer Ausbeutung und der Bereicherung des deut-sehen Finanzkapitals. Im allgemeinen ist die Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte in entwickelten imperialistischen Ländern so alt wie Imperialismus und Kolonialismus selbst. Im ersten Weltkrieg hatte der deutsche IImperialismus bereits Erfahrungen mit dem Masseneinsatz von Zwangsarbeiten! im eigenen Land gemacht« Im zweiten Weltkrieg sollte wiederum die massenhafte Ausbeutung ausländischer Arbeitskräfte, wiewohl selbst wesentliches Kriegsziel, zugleich ein Kittel dafür bieten, gewaltige Eroberungsziele über den ganzen Erdball mit unverhältnismäßig geringem eigenen ökonomischen Potential zu verfolgen« Eine der wichtigsten Voraussetzungen für das faschistische Zwangsarbeitssystem im zweiten Weltkrieg war die Niederhaltung und Terrorisierung der deutschen Arbeiterklasse selbst und die Zerschlagung ihrer Klassenorganisationen. Diese Voraussetzung hatte die faschistische Diktatur bereits vor dem Krieg geschaffen« Der besondere, faschistische Charakter des imperialistischen Beglmes in Deutschland und des Krieges, den dieses Regime führte, äußerte sich in den bekannten barbarischen, verbrecherischen Formen der Deportation, Diskriminierung und unmenschliche Behandlung der Kriegsgefangenen, verschleppten Zivilpersonen und KZ-Häftlingen« Wir verstehen also unter der Zwangsarbelt ausländischer Arbeitskräfte im zweiten Weltkrieg eine durch faschistische mittel und Methoden (zwangsweise Aushebung und Deportation von Bürgern fremder Staaten und deren nationale bzw. rassistische Unterdrückung, Terrorisierung und Diskriminierung auf politischem, ökonomischem und geistig-kulturellem Gebiet) Gekennzeichnete Form der Imperialistischen Ausbeutung unterworfener und abhängiger Rationen im Interesse der deutschen Kriegswirtschaft und Kriegsfüh-
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