Besser geht’s nur in der Komödie: Cavell über die moralischen Register von Literatur und Film
معرفی کتاب «Besser geht’s nur in der Komödie: Cavell über die moralischen Register von Literatur und Film» نوشتهٔ Eike Brock (Hrsg.); Maria-Sibylla Lotter (Hrsg.)، منتشرشده توسط نشر Verlag Karl Albert در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die Beiträge dieses Buches knüpfen an Stanley Cavells psychoanalytisch inspirierte Studien zu Literatur, Drama und Film als Beiträge zu einer Anthropologie der Endlichkeit an. Cavell interpretiert Kunstformen wie Shakespeares Tragödien, die Hollywood-Komödien der Wiederverheiratung und die Melodramen der Unbekannten Frau als experimentelle Narrative von Menschen, die mit ihrer Endlichkeit hadern. Dabei geht es um die alte philosophische Frage nach dem guten Leben, was die Analyse der Spielarten der Lebensverfehlung einschließt. Dazu gehört etwa die Unfähigkeit, sich über die eigenen Wünsche, Ansprüche und Interessen in der Beziehung zu einer anderen Person zu verständigen, was dazu führt, dass man die eigene Perspektive mit einer allgemeinen unparteiischen Sicht der Vernunft und persönliches Vertrauen mit Wissen über eine Person verwechselt, nach einer unerreichbaren Einheit strebt, die Selbstständigkeit der anderen Person als Bedrohung erlebt oder sich selbst in der Beziehung verliert. Dementgegen rekonstruiert Cavell unter dem Titel "moralischer Perfektionismus" eine philosophische und künstlerische Tradition, die sich mit der Erfahrung einer unbefriedigenden sozialen und privaten Wirklichkeit auseinandersetzt – wobei das Genre Komödie besondere Beachtung findet.Mit Beiträgen von Elisabeth Bronfen, Eike Brock, Lorenz Engell, Josef Früchtl, David Gern, Michael Hampe, Lars Leeten, Dimitri Liebsch, Maria-Sibylla Lotter, Ludwig Nagl und Jochen Schuff. Cover Inhalt Eike Brock und Maria-Sibylla Lotter: Einleitung. Cavell über Komödie und Tragödie als Reflexionsformen von Endlichkeits(in)kompetenz I Cavells hybride Anthropologie der Endlichkeit II Endlichkeitskompetenz als Aufgabe des moralischen Perfektionismus III Besser geht’s nur in der Komödie: Die Wiederverheiratungskomödie als Utopie und narratives Experiment I Die Komödie als Medium ethischer Reflexion Josef Früchtl: Ein Sinn für Gemeinschaftlichkeit und Streit I Cavells Stimmen II Die Kantische Frage, warum man über Ästhetisches streiten muss III Demokratischer Gemeinsinn IV Komödie und Demokratie V Gelächter über den Kampf der Geschlechter Lorenz Engell: Vom Genre als Medium zur Komödie als Philosophie I Genre II Zyklus III Medium IV Komödie V Wissen VI Witz VII Humor VIII Materialität IX Reflexivität Maria-Sibylla Lotter: Schreckliche und weniger schreckliche Wahrheiten I Einführung II The Awful Truth III Komik und Wahrheit IV Schluss Jochen Schuff: Komische Analysen der Ehe I Die Realität des Filmischen II Die Form der Komödie III Die Ehe vom Scheitern aus bestimmt IV Kritik der Ehe und Ethik der Wiederholung Dimitri Liebsch: Gyges, Godard und die »comedy of self-reference« I Die ontologische Grenze II Überschreitungen der ontologischen Grenze III Philosophie und Film IV Traditioneller und moderner Film V Schluss II Gelingendes und verfehltes Leben im Lichte von Philosophie, Tragödie und Film Michael Hampe: Das philosophische Leben. Cavells moralischer Perfektionismus und Sokrates I Erziehung von Erwachsenen als Zweck der Philosophie II Bildungsverständnisse III Selbsterkenntnis IV Krisen als Anlässe und Folgen der Reflexion V Die Möglichkeit von Außenperspektiven VI Selbstaufhebungen der Philosophie VII Die bedrohte Lebenskunst des Gesprächs Ludwig Nagl: Moralische Reflexion und Film: Cavells Emersonian perfectionism – »a part of philosophy’s quarrel with religion«? I Moral perfectionism II Filmerfahrung als handlungsentlastete Reflexion: Ein kurzer Blick auf Cavells Analyse des ontologischen Spezialstatus cinematischer Narration III. Glückendes bzw. mißglückendes intersubjektives Handeln: Die Hollywood Remarriage Comedies und The Melodrama of the Unknown Woman IV Der rezente Diskurs über die religionskritisch-religionsphilosophischen Implikationen von Cavells Begriff des ›Selbst‹: »Emersonian Perfectionism, a part of philosophy’s quarrel with religion«? IV.1 Zwei Cavell’sche Interviews IV.2 Mulhall über die religionsphilosophischen Implikationen von Cavells Werk Religionskritische Erwägungen im Cavell’schen Denken Transformierende Relektüren religiöser Motive bei Cavell Vorbehalte gegen Cavells Emersonian perfectionism IV.3 Neuere amerikanische Publikationen zur Cavells Religionsphilosophie Elisabeth Bronfen: Dem Tragischen Ausweichen: Shakespeares Winter’s Tale mit Hitchcocks Vertigo und Finchers Gone Girl gelesen Lars Leeten: Verleugnung des Unleugbaren I Ein schwieriges Eingeständnis: Die Zumutung endlicher Existenz II Skeptizismus: Der radikale Zweifel als Vermeidungsverhalten III Die tragischen Konsequenzen der skeptizistischen Lebensform IV Moralische Verständigung jenseits von Beweisführung V Die Form der Moralphilosophie Eike Brock: Hunger nach Unsterblichkeit I Einleitung. Cavells therapeutische Philosophie II Cavells Coriolanus II.1 Zum Inhalt des Stücks II.2 Die Leitbilder des Stückes und Cavells Erkenntnis-Verfahren im Sinne Freuds II.3 Hunger II.4 Opfermahl, Kannibalismus und Narzissmus III Schluss Siglenverzeichnis Abbildungsnachweise Autorenverzeichnis Die Beiträge dieses Buches knüpfen an Stanley Cavells psychoanalytisch inspirierte Studien zu Literatur, Drama und Film als Beiträge zu einer Anthropologie der Endlichkeit an. Cavell interpretiert Kunstformen wie Shakespeares Tragödien, die Hollywood-Komödien der Wiederverheiratung und die Melodramen der Unbekannten Frau als experimentelle Narrative von Menschen, die mit ihrer Endlichkeit hadern. Dabei geht es um die alte philosophische Frage nach dem guten Leben, was die Analyse der Spielarten der Lebensverfehlung einschließt. Dazu gehört etwa die Unfähigkeit, sich über die eigenen Wünsche, Ansprüche und Interessen in der Beziehung zu einer anderen Person zu verständigen, was dazu führt, dass man die eigene Perspektive mit einer allgemeinen unparteiischen Sicht der Vernunft und persönliches Vertrauen mit Wissen über eine Person verwechselt, nach einer unerreichbaren Einheit strebt, die Selbstständigkeit der anderen Person als Bedrohung erlebt oder sich selbst in der Beziehung verliert. Dementgegen rekonstruiert Cavell unter dem Titel "moralischer Perfektionismus" eine philosophische und künstlerische Tradition, die sich mit der Erfahrung einer unbefriedigenden sozialen und privaten Wirklichkeit auseinandersetzt – wobei das Genre Komödie besondere Beachtung findet. Mit Beiträgen von Elisabeth Bronfen, Eike Brock, Lorenz Engell, Josef Früchtl, David Gern, Michael Hampe, Lars Leeten, Dimitri Liebsch, Maria-Sibylla Lotter, Ludwig Nagl und Jochen Schuff.
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