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Bericht Über Die Vierte Versammlung Der Freien Vereinigung Bayrischer Vertreter Der Angewandten Chemie Zu Nürnberg Am 7. Und 8. August 1885 (German Edition)

معرفی کتاب «Bericht Über Die Vierte Versammlung Der Freien Vereinigung Bayrischer Vertreter Der Angewandten Chemie Zu Nürnberg Am 7. Und 8. August 1885 (German Edition)» نوشتهٔ Dr. Stockmeier, Medicus (auth.), Dr. A. Hilger, Dr. R. Kayser (eds.)، منتشرشده توسط نشر Springer-Verlag Berlin Heidelberg در سال 1886. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Hilger-Erlangen, eröffnet die Versammlung und begrüsst die Vertreter des Reiches und des bayr. Staatsministeriums, sowie die zahlreich erschienenen Gäste. In einer längeren Ansprache gedenkt derselbe der Gründung und der von Jahr zu Jahr lebhafter und erfolgreicher sich entwickelnden Thätigkeit der freien Vereinigung, deren Bestreben dahin gerichtet ist, nicht bloss auf dem Gebiete der Nahrungsmittelchemie sondern auf dem Gesammtgebiete der augewandten Chemie thätig zu sein, gemachte Erfahrungen auszutauschen, über Untersuchungsmethod-en Einheit zu erzielen, die Beurtheilung der Untersuchungsresultate weiter auszubilden, zum Zwecke der Handhabung der administrativen Massregeln. Letzteres zu erreichen, ist vor Allem auch die lebhafte Unterstützung von Seiten der Vertreter der.Medicin und Hygiene geeignet. Es wird ferner der Bedeutung der alljährlichen Versammlungen gedacht, welche in erster Linie der Arbeit gewidmet sind und, wie die Erfahrung gezeigt hat, den grossen W erth besitzen, dass Meinungsdifferenzen durch den Ideenaustausch beseitigt werden, durch den persönlichen Verkehr Anregung gegeben wird, dazu Diskussion.V ogel-Memmingen fragt an, ob nicht auch Zusätze Yon organischen Säuren, z. B. Oxalsäure, zum Essig vorkämen resp. vorkommen könnten und ob nicht auch auf eine derartige Eventualität bei der Essiguntersuchung Rücksicht zu nehmen sei? Stockmeier-Nürnberg erwidert hierauf, dass er noch nie Yon derartigen Vorkommnissen gehört habe, der Nachweis eines derartigen Zusatzes sei ja im Uebrigen leicht zu führen und werde er bei der Ausarbeitung seines Referates hierauf Rücksicht nehmen. Hi l ger-Erlangen glaubt auch nicht, dass Oxalsäure als Verfälschungsmittel des Essigs jemals verwendet worden sei, eher sei dies von der Weinsteinsäure anzunehmen, obgleich auch hier der Preis der letzteren wohl schon von ihrer Verwendung als V erfälschungsmittel des Essigs abhalten werde. Er schlägt ferner vor, die vom Referenten gebrachten einzelnen Methoden der Untersuchung zur übersichtlicheren Behandlung des Gegenstandes nach einander zur Diskussion zu bringen, welcher Vorschlag von der Versammlung angenommen wird. a. Bestimmung des Gehaltes an Essigsäure (C 2 H 4 0 2 ) auf alkalimetrischem Wege.Abstimmung. Der Vorschlag des Referenten wird ohne Diskussion angenommen.b. Nachweis freier Mineralsäure sowie quantitative Bestimmung derselben. Diskussion. Medicus-Würzburg fragt bei dem Referenten an, ob auch in stark gefärbten Essigproben, z. B. in rothem Weinessig oder in anderen Fruchtessigarten dass vorgeschlagene Methylviolett verwendbar sei? Ref er en t erwidert hierauf, dass er Versuche mit gefärbten Essigen angestellt habe und zwar habe er als Färbemittel benutzt: Heidelbeersaft, Alkannin; auch in diesen Fällen habe er gefunden, dass der Farbenwechsel schon deutlich auftrete. Hilger-Erlangen macht darauf aufmerksam, dass die Farbenänderung besonders deutlich nach der Goncentration im •wasserbade zum Vorschein komme. Halenke-Speyer fragt an, ob von den anwesenden Mitgliedern der Vereinigung überhaupt schon je Zusätze von Mineralsäuren im Essig vorgefunden worden seien? Hilger-Erlangen und Medicus-Würzburg erwidern hierauf, dass sie schon mehrfach mit Mineralsäure (S 0 4 H 2 ) versetzten Essig in Untersuchung gehabt hätten. Vo gel-Memmingen schlägt vor, zur Erkennung des Farbenüberganges bei Verwendung von Methylviolett sich des Spektroskopes zu bedienen. Hilger-Erlangen spricht sich gegen die allgemeine Einführung spektralanalytischer Methoden aus, da ihm häufig Personen vorgekommen seien, die absolut nicht in der Lage gewesen wären, spektralanalytisch arbeiten zu können, abgesehen davon, dass viele Absorptionsspektren grade von Farbstoffen noch zweifelhafter Natur seien. K ays er-Nürnberg spricht sich für Einführung spektro-furol nicht als Unterscheidungsmerkmal für Holzessig und Spritessig dienen könne. Medicus-Würzburg glaubt, dass sich Holzessig und Spritessig vielleicht dadurch von einander unterscheiden lassen, dass man grössere Mengen des zu prüfenden Essigs mit Aether ausschüttele und auf in Lösung gegangene Phenole mit Brom prüfe. Front Matter....Pages N2-III Erste Versammlung....Pages 1-35 Zweite Versammlung....Pages 35-118 Back Matter....Pages 119-120
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