BeiträGe Zur Historischen Theologie: Der Begriff der Furcht Bei Luther
معرفی کتاب «BeiträGe Zur Historischen Theologie: Der Begriff der Furcht Bei Luther» نوشتهٔ Thorsten Dietz، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Company KG در سال 2009. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Erfahrung, Deutung und Bewältigung von Furcht spielen eine Schlüsselrolle in der Entwicklung der reformatorischen Theologie Luthers. Thorsten Dietz zeichnet das theologische Verständnis von Furcht nach, wie Luther es in seinen Anfängen (1513-1519) in Auseinandersetzung mit der Tradition (Augustin, Scholastik, Frömmigkeitstheologie und Mystik) gewonnen hat. Neben der Rekonstruktion der theologischen Entwicklung Luthers am Leitfaden des Furchtbegriffs wendet sich Dietz zwei Problemkreisen aus Luthers Reifezeit zu: dem Verständnis der Gottesfurcht in der Auslegung des ersten Gebotes Ende der 20er Jahre und der Auseinandersetzung um die Buße in den Antinomerdisputationen Ende der 30er Jahre. Deutlich wird dabei, dass die Überwindung der Furcht durch den Glauben nicht ein für alle mal zu vollziehen ist. Die Unterscheidung von Gesetz und Evangelium impliziert eine Anleitung, die bleibende Bedrohung der Angst wahrzunehmen und je neu zu überwinden. In der Interpretation der Gottesfurcht als Erfüllungsmoment des ersten Gebotes sowie in der bleibenden Zuordnung der Furcht zur Erfahrung des Gesetzes zeigt sich die Leistungsfähigkeit der theologischen Angstdeutung Luthers, Angst unverstellt wahrnehmen und empfinden, darin aber auch bewältigen und überwinden zu können. Ausgehend von der historischen Rekonstruktion stellt sich die systematische Frage, welchen Gewinn Luthers Theologie für die Deutung und Bewältigung von Angst als Phänomen menschlichen Lebens erbringt. Dabei bezieht sich Thorsten Dietz auf theologische Interpretationen der Angst im 20. Jahrhundert sowie auf unterschiedliche psychologische Perspektiven der Gegenwart. Diese Arbeit wurde von der Luther-Gesellschaft (Wittenberg) mit dem Martin-Luther-Preis für den akademischen Nachwuchs ausgezeichnet. Geboren 1971; Studium der Ev. Theologie und Philosophie in Münster, Tübingen und Marburg; 1997-2000 Dozent am Theologischen Seminar Tabor in Marburg; 2000-2005 Vikariat und Pfarrstelle z. A. in Castrop-Rauxel; seit 2005 Dozent am Theologischen Seminar Tabor. Cover Widmung Vorwort Inhaltsverzeichnis Kapitel 1: Einleitung 1.1 Das Phänomen Angst und Luther 1.2 Zur Begriffsgeschichte von Furcht und Angst 1.3 Aufbau der Arbeit Kapitel 2: Forschungsgeschichte 2.1 Furcht und Buße 2.2 Furcht und Anfechtung 2.3 Furcht und das erste Gebot 2.4 Zwischen Theologie und Psychologie Kapitel 3: Problemgeschichte der Furcht von Augustin bis zum Spätmittelalter 3.1 Furcht bei Augustin 3.1.1 Die Unterscheidung zweier Furchtarten 3.1.2 Der relative Nutzen des timor servilis 3.1.3 Das zwiespältige Erbe Augustins 3.2 Furcht in der mittelalterlichen Scholastik 3.2.1 Gregor der Große 3.2.2 Die Furchtlehre bei Petrus Lombardus 3.2.3 Furcht in der Hoch- und Spätscholastik 3.3 Furcht in der Frömmigkeitstheologie 3.3.1 Bernhard von Clairvaux 3.3.2 Devotio moderna und die Furcht in der Meditation 3.3.3 Jean Gerson 3.4 Intensivierung und Entlastung 3.5 Fazit: Furcht im Horizont des mittelalterlichen Gradualismus Kapitel 4: Furcht in Luthers erster Vorlesung 4.1 Die Predigt „De timore Dei“ von 1515 4.1.1 Datierung und Deutungsspektrum 4.1.2 Aufbau der Predigt 1. Dialektik der Furcht 2 Stufen der Furcht 4.1.3 Gestalten und Stufen der Furcht 1. Dialektik der Furcht 2 Stufen der Furcht 4.2. Dictata super Psalterium 4.2.1 Rezeption der klassischen Furchtlehre in den Dictata 4.2.2 Timor zwischen amor und odium 4.2.3 Kritik der Sicherheit 4.2.4 Furcht vor Strafe als falsche Motivation (Kritik des timor servilis) 4.2.5 Dritte Stufe: Geistliche Furcht vor Zorn und Hölle 4.2.5.1 Furcht und Zorn Gottes 4.2.5.2 Furcht vor der Hölle 4.2.5.3 Furcht und Meditation 4.2.6 Scholastikkritik und simul 4.2.7 Das Ideal der Vollkommenheit 4.2.8 Fazit: Theologie im Übergang Kapitel 5: Furcht in der Römerbriefvorlesung 5.1 Sünde und Sicherheit 5 2. Gesetz und timor servilis 5.3. Rechtfertigung, Glaube und Furcht 5.4 Der Einfluss Taulers und die Passivität des Glaubens 5.4.1 Die Diskussion um den Einfluss der Mystik 5.4.2 Furcht und Anfechtung bei Tauler 5.4.3 Passivität des Glaubens 5.5 Prädestinationsanfechtung und Heilsgewissheit 5.5.1 Gnadenwahl und Ergebung 5.5.2 Paradoxe Gewissheit 5.6 Fazit: Begnadete Furcht Kapitel 6: Der Umbruch im Umgang mit Furcht während des Ablassstreits 6.1 Furcht in der Auslegung der sieben Bußpsalmen 6.2 Der Umbruch im Ablassstreit 6.2.1 Die Ablassthesen und die anschließenden Auseinandersetzungen 6.2.2 Resolutiones zu den Ablassthesen 6.2.2.1 Die rechte Furcht Gottes 6.2.2.2 Furcht und Fegefeuer 6.2.2.3 Furcht und Glaube 6.2.2.4 Gesetz und Evangelium 6.2.2.5 Fazit: sola fide 6.3 Furcht in der Hebräerbriefvorlesung 6.4. Die Leipziger Disputation 6.4.1 Vertiefung der Ablassauseinandersetzung 6.4.2 Die Auseinandersetzung in Leipzig 6.4.3 Systembruch mit Augustin und der scholastischen Theologie 6.5 Die Bewährung des Neuen in den reformatorischen Sermonen von 1519 und 1520 6.5.1 Das erschrockene Gewissen 6.5.2 Das introspektive Missverständnis: Vermessenheit oder Verzweiflung 6.5.3 Sakrament als Zusage Gottes 6.5.4 Glaubstu, so hastu 6.6 Die systematische Struktur der Rechtfertigungslehre 6.6.1. Die Aporien der Durchbruchdebatte und die reformatorischen Exklusivpartikel 6.6.2. Selbstverhältnis und Gottesverhältnis Kapitel 7: Furcht Gottes zwischen Gesetz und Evangelium 7.1 Explikationszusammenhänge der Furcht 7.1.1 Furcht als Schrecken des Gesetzes 7.1.2 Furcht der Anfechtung 7.1.3 Die Furcht des Herrn 7.2 Katechismusformel und die Auslegung des ersten Gebotes 7.3 Melanchthons Umgang mit der Frage des timor 7.4 Furcht bei Luther in den neuen Erfahrungszusammenhängen der 1520er Jahre 7.4.1 Bauernkrieg und Visitationserfahrungen 7.4.2 Angst und Anfechtung 7.5 Furcht und Glaube in der Katechismusformel 7.5.1 Gottesfurcht zwischen Gottes- und Weltverhältnis 7.5.2 Differenz und Komplementarität in der Wittenberger Reformation Kapitel 8: Umgang mit Todesfurcht zwischen Gesetz und Sünde 8.1 Furcht und Tod in der Vorlesung über Ps 90 8.1.1 Gesetz, Zorn und Tod 8.1.2 Erschrecken und Gottesfurcht 8.1.3 Fazit: Der Tod als Horizont der Theologie 8.2 Furcht und Sünde in der Genesisvorlesung 8.3 Furcht und Buße in den Antinomerdisputationen 8.3.1 Furcht als Schlüsselproblem der Antinomerstreitigkeiten 8.3.2 Luthers Ringen um Einheit und Kontinuität der Rechtfertigungslehre 8.3.3 Buße und Gesetz 8.3.4 Furchterfahrung und -bewältigung 8.4 Das Gesetz und die Bedrohtheitsdimension des Lebens 8.4.1 Die Kritik religiöser Sicherheit 8.4.2 Sündenerkenntnis und die Dynamik der Verzweiflung 8.4.3 Glaube als Furchtbewältigung Kapitel 9: Die Dialektik der Angst im Gottesverhältnis 9.1 Angst zwischen Theologie und Psychologie 9.1.1 Theologie zwischen Überbietungsanspruch und Ausblendung 9.1.2 Psychologische Zugänge 9.1.2.1 Psychologie der Angst in naturalistischen und kulturalistischen Perspektiven 9.1.2.2 Die Psychoanalyse (Sigmund Freud) a) Ansatz und geschichtliche Entfaltung der Psychoanalyse b) Theorie und Pathologie der Angst c) Therapeutische Verfahrensweisen 9.1.2.3 Verhaltenstherapie (Jürgen Margraf) a) Ansatz und Entfaltung der Verhaltenstherapie b) Theorie und Pathologie der Angst c) Therapeutische Verfahrensweisen 9.2 Der Prozess der Angstbewältigung bei Luther 9.2.1 Angst und ihre Bewältigungsmöglichkeiten im Spätmittelalter 9.2.2 Angstbewältigung bei Luther 9.2.2.1 Luthers Einsicht in die Problemstruktur seiner Angstverstrickung 9.2.2.2 Bewältigung der Furcht 9.2.3 Das Verhältnis von Theologie und Psychologie 9.2.3.1 Hermeneutischer Gebrauch der Psychologie 9.2.3.2 Psychoanalyse und Verhaltenstherapie 9.2.3.3 Wechselseitiger Gewinn 9.3 Die Dialektik der Angst im Gottesverhältnis 9.3.1 Angst im Gottesverhältnis 9.3.2 Angefochtener Glaube 9.3.3 Gestaltwandel der Angst 9.3.4 Theologia crucis und Evangelium Quellen- und Literaturverzeichnis Quellen Luther Weitere Quellen Sekundärliteratur Personenregister Sachregister English Summary: The Experience Of Anxiety Was A Key Problem In The Development Of The Young Luther's Theology. Using An Historical Perspective, Thorsten Dietz Focuses On Luther's Concept Of Fear Against The Backdrop Of Augustine And The Discussion In The Middle Ages. Using Present-day Dogmatic And Psychological Approaches, The Author Reflects On The Benefits Of Luther's Theology For Interpreting And Coping With Fear As A Phenomenon Of Life Today.forthis Thesis Thorsten Dietz Has Been Awarded The Matin-luther-preis From Theluther-gesellschaft (wittenberg). German Description: Erfahrung, Deutung Und Bewaltigung Von Furcht Spielen Eine Schlusselrolle In Der Entwicklung Der Reformatorischen Theologie Luthers. Thorsten Dietz Zeichnet Das Theologische Verstandnis Von Furcht Nach, Wie Luther Es In Seinen Anfangen (1513-1519) In Auseinandersetzung Mit Der Tradition (augustin, Scholastik, Frommigkeitstheologie Und Mystik) Gewonnen Hat. Neben Der Rekonstruktion Der Theologischen Entwicklung Luthers Am Leitfaden Des Furchtbegriffs Wendet Sich Dietz Zwei Problemkreisen Aus Luthers Reifezeit Zu: Dem Verstandnis Der Gottesfurcht In Der Auslegung Des Ersten Gebotes Ende Der 20er Jahre Und Der Auseinandersetzung Um Die Busse In Den Antinomerdisputationen Ende Der 30er Jahre. Deutlich Wird Dabei, Dass Die Uberwindung Der Furcht Durch Den Glauben Nicht Ein Fur Alle Mal Zu Vollziehen Ist. Die Unterscheidung Von Gesetz Und Evangelium Impliziert Eine Anleitung, Die Bleibende Bedrohung Der Angst Wahrzunehmen Und Je Neu Zu Uberwinden. In Der Interpretation Der Gottesfurcht Als Erfullungsmoment Des Ersten Gebotes Sowie In Der Bleibenden Zuordnung Der Furcht Zur Erfahrung Des Gesetzes Zeigt Sich Die Leistungsfahigkeit Der Theologischen Angstdeutung Luthers, Angst Unverstellt Wahrnehmen Und Empfinden, Darin Aber Auch Bewaltigen Und Uberwinden Zu Konnen. Ausgehend Von Der Historischen Rekonstruktion Stellt Sich Die Systematische Frage, Welchen Gewinn Luthers Theologie Fur Die Deutung Und Bewaltigung Von Angst Als Phanomen Menschlichen Lebens Erbringt. Dabei Bezieht Sich Thorsten Dietz Auf Theologische Interpretationen Der Angst Im 20. Jahrhundert Sowie Auf Unterschiedliche Psychologische Perspektiven Der Gegenwart.diesearbeit Wurde Von Der Luther-gesellschaft (wittenberg) Mit Demmartin-luther-preis Fur Den Akademischen Nachwuchs Ausgezeichnet. HauptbeschreibungErfahrung, Deutung und Bewältigung von Furcht spielen eine Schlüsselrolle in der Entwicklung der reformatorischen Theologie Luthers. Thorsten Dietz zeichnet das theologische Verständnis von Furcht nach, wie Luther es in seinen Anfängen (1513-1519) in Auseinandersetzung mit der Tradition (Augustin, Scholastik, Frömmigkeitstheologie und Mystik) gewonnen hat. Neben der Rekonstruktion der theologischen Entwicklung Luthers am Leitfaden des Furchtbegriffs wendet sich Dietz zwei Problemkreisen aus Luthers Reifezeit zu: dem Verständnis der Gottesfurcht in der Auslegung des ersten Gebo
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