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Begnadete Freiheit : Anselm von Canterburys Freiheitstheorie

معرفی کتاب «Begnadete Freiheit : Anselm von Canterburys Freiheitstheorie» نوشتهٔ Katrin König، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Company KG. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

English summary: What is freedom? Are humans free? And are God and human freedom compatible? These questions are raised by Anselm of Canterbury in his dialogues on freedom. Katrin Konig interprets Anselm's theory of freedom in its theological and historical context and brings it into a dialogue with contemporary analytic theories of freedom. Thereby a qualitative concept of freedom as a gift towards the good is contributed: gifted freedom. According to this understanding, freedom is something greater than individual self-determination or choice between alternative possibilities. It is grounded in the perception of truth, unfolded in the love of justice and compatible with perfect determination by the action of God. In this horizon it is possible to discern the aporia of the modern debate on determinism and to reconcile seeming contradictions. German description: Was ist Freiheit? Ist der Mensch frei? Und: Sind Gott und menschliche Freiheit vereinbar? Diese Fragen untersucht Anselm von Canterbury in seinen Freiheitsdialogen. Katrin Konig deutet Anselms Freiheitstheorie in ihrem theologischen Zusammenhang, verortet sie historisch und bringt sie ins Gesprach mit analytisch-philosophischen Freiheitstheorien der Gegenwart. Damit wird ein qualitativer Begriff von Freiheit als Gabe zum Guten zur Diskussion gestellt: begnadete Freiheit. Freiheit ist diesem Verstandnis nach mehr als individuelle Selbstbestimmung oder Wahl zwischen alternativen Moglichkeiten. Sie grundet in Wahrheitserkenntnis, entfaltet sich in Gerechtigkeitsliebe und ist mit vollkommener Bestimmtheit durch das Wirken Gottes vereinbar. In diesem Horizont konnen Aporien der modernen Determinismusdebatte wahrgenommen und scheinbare Gegensatze vermittelt werden. Cover Vorwort Inhaltsverzeichnis I. Einleitung 1. Das Thema und Anliegen der Arbeit 1.1. Anselm von Canterburys Freiheitstheorie 1.2. Die gegenwärtige Diskussion der Freiheitsfrage 2. Die Verortung in der aktuellen Forschungslage 2.1. Der Beginn der modernen Forschung im 20. Jahrhundert (Bäumker und Lohmeyer) 2.2. Neuere Untersuchungen in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts (Kane und Briancesco) 2.3. Neuste Untersuchungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts (Goebel, Orazzo, Ekenberg, Rogers, Schick und Trego) 3. Der methodische Ansatz, die Hauptthese und der Aufbau der Arbeit 3.1. Das historische, philosophische und theologische Vorgehen 3.2. Eine gnadentheologisch begründete Konzeption transautonomer Freiheit 3.3. Die Gliederung entsprechend der Gesamtarchitektur von Anselms Werk II. Hauptteil: Historisch-systematische Interpretation von Anselms Freiheitstheorie 1. Freiheit von Gott. Die schöpfungstheologischen Grundlagen der Freiheitskonzeption 1.1. Die theologisch-ontologischen Grundlagen der Freiheitskonzeption 1.1.1. Das höchste Gute als letztes Ziel und erster Grund der Freiheit 1.1.2. Die Freiheit im gütigen Schöpfungshandeln des höchsten Wesens 1.1.3. Freiheit als implizite Eigenschaft des höchsten Wesens 1.1.4. Die Unendlichkeit der Freiheit in der Allgegenwart und Transzendenz des Schöpfers 1.1.5. Die vollkommene Selbstidentität und Heiligkeit der Freiheit Gottes in seiner Dreieinigkeit 1.2. Die anthropologischen Grundlagen der Freiheitskonzeption 1.2.1. Das gottebenbildlich geschaffene Wesen des Menschen 1.2.1.1. Der Gabecharakter alles Geschaffenen 1.2.1.2. Der Ort und Charakter des Menschen in der geschaffenen Natur 1.2.1.3. Der gottebenbildlich geschaffene Charakter des menschlichen Geistes 1.2.1.4. Die wesensgemäße Bestimmung des Menschen 1.2.1.5. Die personalen Lebensvollzüge des Glaubens, Liebens und Hoffens 1.2.2. Das vernunftbegabte Wollen, Wählen und Handeln des Menschen 1.2.2.1. Der vernunftbezogene Wille, seine affektive Grundorientierung und sein Gebrauch 1.2.2.2. Das freie Wahlvermögen des Willens und die Spektren realer Wahlmöglichkeiten 1.2.2.3. Das personal selbstbewirkte Handeln und seine letzte Voraussetzung 1.3. Zusammenfassung 2. Freiheit, Wahrheit und Gerechtigkeit. Die Bestimmung des Freiheitsbegriffs 2.0. Einleitung 2.1. Der begrifflich entfaltete Deutungshorizont des Freiheitsbegriffs 2.1.1. Das Prinzip des Rechtseins (rectitudo) 2.1.2. Der Begriff der Wahrheit (rectitudo sola mente perceptibile) 2.1.3. Der Begriff der Gerechtigkeit (rectitudo propter se servata) 2.1.4. Der prinzipien-, wahrheits- und gerechtigkeitstheoretische Deutungshorizont 2.2. Der Begriffs der Freiheit (libertas) und der freien Wahl (liberum arbitrium) 2.2.1. Die Kritik der überlieferten Vorstellung von Freiheit indifferenter Wahl (potestas peccandi et non peccandi) 2.2.2. Die neue Definition von Freiheit als Vermögen der Gerechtigkeit (potestas servandi rectitudinem voluntatis propter ipsam rectitudinem) 2.2.3. Der indirekte Beweis der Natürlichkeit und die Gnadenbedingtheit dieser Freiheit 2.2.4. Die Unterscheidung von zwei Weisen menschlichen Freiseins 2.2.5. Die Reflexion der formalen Kriterien der Freiheit 2.2.6. Die Einteilung des Freiheitsbegriffs und sein Gebrauch 2.3. Zusammenfassung 3. Freiheit und das Problem des Bösen. Die Verknechtung des freien Wahlvermögens 3.0. Einleitung 3.1. Die Analyse der ursprünglichen Verknechtung des freien Willens unter das Böse 3.1.1. Der originale, natürliche Ursprung der individuellen Verknechtung 3.1.2. Der personale, aktuale Ursprung der menschlichen Verknechtung 3.1.3. Der selbstursprüngliche, aktuale Ursprung des ersten Bösen 3.1.4. Die ontologische Grund- und Wesenlosigkeit des Bösen 3.1.5. Die göttliche Zulassung der Verknechtung unter das Böse 3.2. Die Beschreibung des verknechteten, potentiellen Freiseins im Nexus der Sünde 3.2.1. Die Perversion des gottebenbildlich geschaffenen freien Willens 3.2.2. Die Korruption der Freiheit 3.2.3. Die interne Unüberwindbarkeit der Knechtschaft 3.2.4. Die destruktive Dynamik der Knechtschaft 3.2.5. Die bleibende Verantwortlichkeit ohne qualitativ alternative Wahlmöglichkeit 3.2.6. Die Regierung, Verurteilung und Überwindung des Bösen durch Gott 3.3. Zusammenfassung 4. Freiheit und Christus. Die Befreiung zur aktualen Freiheit im Glauben 4.0. Einleitung 4.1. Die Analyse der Befreiung zur Freiheit durch Gottes Menschwerdung 4.1.1. Die Freiheit und Notwendigkeit von Gottes Befreiungshandeln in Christus 4.1.2. Die Freiheit Jesu Christi (liber) 4.1.3. Das Befreiungshandeln Jesu Christi (liberator) 4.1.4. Die universale Wirkung von Jesu Christi freiwilliger, befreiender Selbsthingabe 4.1.5. Die konkrete Anteilgabe am Geist der Freiheit Jesu Christi 4.2. Die Beschreibung des befreiten, aktualen Freiheitsgebrauchs im Glauben 4.2.1. Die Befreiung zum rechten Wollen und Wählen 4.2.2. Die Befreiung zum aktualen Gebrauch der Freiheit 4.2.3. Die externe Unüberwindbarkeit der aktualen Freiheit 4.2.4. Die innere Dynamik der Vervollkommnung der Freiheit 4.2.5. Die bleibende Unvollkommenheit 4.3. Zusammenfassung 5. Freiheit, Vorauswissen und Prädestination. Die Vereinbarkeit von Freiheit und Notwendigkeit 5.0. Einleitung 5.1. Die Vereinbarkeit von Gottes Vorauswissen und menschlicher Freiheit 5.1.1. Die allgemeine Fassung des Dilemmas der Unvereinbarkeit 5.1.1.1. Der Begriff des göttlichen Vorauswissens (praescientia) 5.1.1.2. Das allgemeine Dilemma der Unvereinbarkeit 5.1.2. Die Lösung des Dilemmas durch den Aufweis der Vereinbarkeit 5.1.2.1. Die These des göttlichen Vorauswissens auch des zukünftig Kontingenten 5.1.2.2. Die Differenz zwischen Zwang und Notwendigkeit 5.1.2.3. Die Simultaneität von ewiger Unwandelbarkeit und zeitlicher Wandelbarkeit 5.1.2.4. Die Bestimmtheit und Bedingtheit der Freiheit und der freien Wahl 5.1.2.5. Die ewige Vorgängigkeit des göttlichen Vorauswissens und das Problem des Bösen 5.2. Die Vereinbarkeit von Gottes Prädestination und menschlicher Freiheit 5.2.1. Die verschärfte Fassung des Dilemmas 5.2.1.1. Der Begriff des göttlichen Vorausbestimmens (praedestinatio) 5.2.1.2. Das analoge, verschärfte Dilemma 5.2.2. Die Übertragung der vorangehenden Lösung 5.2.2.1. Die These der Übereinstimmung von Vorauswissen und Vorausbestimmen 5.2.2.2. Die Weiterführung der Argumentation 5.3. Zusammenfassung 6. Freiheit und Gnade. Die gnadentheologische Grundlegung der Freiheitskonzeption 6.0. Einleitung 6.1. Das Problem der Unvereinbarkeit von Gnade und Freiheit 6.1.1. Die biblisch-exegetischen, erfahrungsbezogenen und theologietypologischen Ursprünge 6.1.2. Die Begriffe der Gnade, Gerechtigkeit und Freiheit 6.1.3. Die soteriologisch zugespitzte Fassung des Dilemmas 6.2. Der gnadentheologisch begründete Aufweis der Vereinbarkeit 6.2.1. Die umfassende gnadentheologische Grundlegung der Vereinbarkeit 6.2.1.1. Die befreiende Gabe des Rechtseins aus Gnade 6.2.1.2. Die heiligende Gabe der Gnade zur freien Bewahrung der Gabe des Rechtseins 6.2.2. Die gnadentheologisch begründete Vereinbarkeit von Gnade und Freiheit 6.2.2.1. Die freiheitstheoretische Implikation biblischer Gnadenaussagen 6.2.2.2. Die gnadentheologische Voraussetzung biblischer Freiheitsaussagen 6.2.2.3. Die Erfahrung der Verantwortung unter der Bedingung unbedingter Gnade 6.2.2.4. Die Erfahrung der Ohnmacht unter der Voraussetzung bedingter Freiheit 6.2.2.5. Die radikal asymmetrische Relation von Gottes Gnade und menschlicher Freiheit 6.3. Zusammenfassung III. Schluss: Kritische Diskussion begnadeter Freiheit im Kontext 1. Die geschichtliche, analytische und theologische Charakterisierung 1.1. Eine rationale Neuformulierung von Augustins Freiheitsreflexion 1.2. Ein modifizierter theologischer Kompatibilismus beziehungsweise Kompossibilismus 1.3. Eine gnadentheologisch begründete Konzeption transautonomer Freiheit 2. Die vorgebrachte Kritik an Anselms Freiheitstheorie 2.1. Philosophiegeschichtliche und pragmatische Vorbehalte 2.2. Phänomenbezogene Kritik an Anselms Definition des Freiheitsbegriffs 2.3. Kritik an der Unterscheidung der zwei Weisen geschöpflichen Freiseins 2.4. Analytische Kritik an der Begründung der Vereinbarkeitsthese 3. Der Beitrag zur aktuellen Freiheitsdiskussion 3.1. Die Entfaltung eines inhaltlich positiv bestimmten, relationalen Freiheitsbegriffs 3.2. Die Begründung der Vereinbarkeit von Gott und Freiheit 3.3. Die gnadentheologische Grundlegung der Freiheitskonzeption 4. Zusammenfassung Literaturverzeichnis Abkürzungen Quellentexte zu Anselm von Canterbury Lateinische kritische Textausgaben Übersetzungen Weitere Quellentexte zu anderen Autoren Weitere Literatur Personenregister Sachregister Was ist Freiheit? Ist der Mensch frei? Und: Sind Gott und menschliche Freiheit vereinbar? Diese Fragen untersucht Anselm von Canterbury in seinen Freiheitsdialogen.Katrin König deutet Anselms Freiheitstheorie in ihrem theologischen Zusammenhang, verortet sie historisch und bringt sie ins Gespräch mit analytisch-philosophischen Freiheitstheorien der Gegenwart. Damit wird ein qualitativer Begriff von Freiheit als Gabe zum Guten zur Diskussion gestellt: begnadete Freiheit. Freiheit ist diesem Verständnis nach mehr als individuelle Selbstbestimmung oder Wahl zwischen alternativen Möglichkeiten. Sie gründet in Wahrheitserkenntnis, entfaltet sich in Gerechtigkeitsliebe und ist mit vollkommener Bestimmtheit durch das Wirken Gottes vereinbar. In diesem Horizont können Aporien der modernen Determinismusdebatte wahrgenommen und scheinbare Gegensätze vermittelt werden.Diese Arbeit wurde mit dem Manfred Lautenschlaeger Award for Theological Promise 2017 ausgezeichnet Was ist Freiheit? Ist der Mensch frei? Und: Sind Gott und menschliche Freiheit vereinbar? Diese Fragen untersucht Anselm von Canterbury in seinen Freiheitsdialogen. Katrin König deutet Anselms Freiheitstheorie in ihrem theologischen Zusammenhang, verortet sie historisch und bringt sie ins Gespräch mit analytisch-philosophischen Freiheitstheorien der Gegenwart. Damit wird ein qualitativer Begriff von Freiheit als Gabe zum Guten zur Diskussion gestellt: begnadete Freiheit. Freiheit ist diesem Verständnis nach mehr als individuelle Selbstbestimmung oder Wahl zwischen alternativen Möglichkeiten. Sie gründet in Wahrheitserkenntnis, entfaltet sich in Gerechtigkeitsliebe und ist mit vollkommener Bestimmtheit durch das Wirken Gottes vereinbar. In diesem Horizont können Aporien der modernen Determinismusdebatte wahrgenommen und scheinbare Gegensätze vermittelt werden. Diese Arbeit wurde mit dem Manfred Lautenschlaeger Award for Theological Promise 2017 ausgezeichnet.
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