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Begeisterte Zuschauer [Elektronische Ressource] die Macht des Kinopublikums in der NS-Diktatur

معرفی کتاب «Begeisterte Zuschauer [Elektronische Ressource] die Macht des Kinopublikums in der NS-Diktatur» نوشتهٔ Joseph Garncarz; Herbert von Halem Verlag، منتشرشده توسط نشر Herbert von Halem Verlag در سال 2021. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Neben der staatlichen Regulierung des Filmmarktes werden in diesem Buch vor allem die Filmpräferenzen der Kinobesucher im NS-Staat untersucht, die sich in einer Nachfrage nach bestimmten Filmen ausdrücken. Bis zu 50 Mio. Kinobesucher haben 7,6 Mrd. Eintrittskarten gekauft und damit einige wenige Filme zu überragenden Erfolgen gemacht wie z. B. "Zirkus Renz" (37 Mio. Karten) oder "Operette" (30 Mio.). Es war möglich, die Zahl der verkauften Tickets für alle knapp 2.000 in der NS-Zeit gezeigten Filme zu ermitteln und diese nach ihrem Erfolg beim Publikum zu hierarchisieren. Die Filmerfolgsranglisten für die Jahre 1933 bis 1944 werden so interpretiert, dass neue Einsichten in die Filmkultur der NS-Zeit gewonnen werden. Das Kino dieser Zeit zeigt sich als eine in einem hohen Maß durch die Marktkräfte bestimmte Institution, in der das Publikum eine erhebliche Macht hatte. Die Filmherstellungsfirmen haben sich an der Nachfrage des Kinopublikums orientiert. Als während des Zweiten Weltkriegs überwiegend Frauen im Kino saßen, haben sich die Firmen erfolgreich auf die genderspezifischen Präferenzen des Publikums eingestellt. Die NS-Elite ergriff überraschenderweise gezielt Maßnahmen, um die Konkurrenz zwischen den Filmproduktionsfirmen zu erhöhen und somit eine bessere Anpassung der Filme an die Nachfrage des Kinopublikums zu erreichen. Wenngleich die Mehrzahl der in der NS-Zeit produzierten und der vom Publikum bevorzugten Filme zur Politik und Alltagsrealität des Nationalsozialismus auf Distanz ging, gab es einige wenige explizit nationalsozialistische Filme wie z.B. Jud Süß oder Ohm Krüger, die als solche überdurchschnittlich erfolgreich waren. Die Zustimmung zum Nationalsozialismus, die vor allem bei jungen Männern hoch war, hat den Erfolg dieser Filme in einem erheblichen Maß mitgetragen. Front Matter Cover Impressum Inhalt Vorwort Einleitung I. Über das NS-Gesellschaftsprojekt 1. Was ist Nationalsozialismus? 1.1 Eine radikale Etablierten-Außenseiter-Figuration 1.2 Ein eskalierender Prozess II. Methodische Grundlagen 2. Filmpräferenzen und Messmethoden 2.1 Eine Wahl des Vergnügens 2.2 Bedingungen des Filmerfolgs 2.3 Filmerfolgsranglisten als Messinstrumente 3. Berechnungs- und Analysemethoden des Filmerfolgs 3.1 Das POPSTAT-Verfahren und seine Optimierung 3.2 Analysemethoden der Filmerfolgsranglisten 4. Bildung einer repräsentativen Stichprobe 4.1 Probleme der Stichprobenkonstruktion 4.2 Zusammensetzung der Stichprobe 4.3 Validität der Stichprobe III. Kinopublikum, Filmwirtschaft und -politik 5. Filmpolitik und -produktion 5.1 Politische Kontrolle des Filmmarktes 5.2 Das Rentabilitätsproblem der Filmproduktion 5.3 Aufbau von Konkurrenz im Produktionsbereich 6. Kinobesucher und Filmanbieter 6.1 Die Wahl der Zuschauer 6.2 Kinobetreiber und Verleiher 7. Demografie des Kinopublikums 7.1 Merkmale des Kinopublikums 7.2 Wandel des Kinopublikums 8. Kulturelle Differenzierungen der Filmpräferenzen 8.1 Das Publikum in Orten unterschiedlicher Größe 8.2 Zuschauer der oberen sozialen Schicht 8.3 Die Nazi-Elite im Kino 8.4 Deutsch-jüdische Kinobesucher 9. Genrepräferenzen 9.1 Distanz zu Politik und Alltagsrealität 9.2 Filmkomödien 9.3 Ausrichtung der Filmproduktion an der Nachfrage 10. Präferenz für NS-nahe Filme 10.1 Klassifizierung und Charakterisierung 10.2 Erfolg und Reichweite 10.3 Gründe für den Erfolg 11. Hollywood und NS-Deutschland 11.1 Erfolg von US-Filmen 11.2 Hollywoods Geschäftspolitik IV. Jenseits der NS-Diktatur 12. Filme der NS-Zeit außerhalb des NS-Staates 12.1 Präferenzen ausländischer Kinopublika 12.2 Präferenzen des deutschen Publikums der Nachkriegszeit 13. Rück- und Ausblick Back Matter Dank Verzeichnis der Abbildungen Verzeichnis der Grafiken Anhang Literaturverzeichnis Buchanzeigen Back Cover "Neben der staatlichen Regulierung des Filmmarktes werden in diesem Buch vor allem die Filmpräferenzen der Kinobesucher im NS-Staat untersucht, die sich in einer Nachfrage nach bestimmten Filmen ausdrücken. Bis zu 50 Mio. Kinobesucher haben 7,6 Mrd. Eintrittskarten gekauft und damit einige wenige Filme zu überragenden Erfolgen gemacht wie z. B. Zirkus Renz (37 Mio. Karten) oder Operette (30 Mio.). Es war möglich, die Zahl der verkauften Tickets für alle knapp 2.000 in der NS-Zeit gezeigten Filme zu ermitteln und diese nach ihrem Erfolg beim Publikum zu hierarchisieren. Die Filmerfolgsranglisten für die Jahre 1933 bis 1945 werden so interpretiert, dass neue Einsichten in die Filmkultur der NS-Zeit gewonnen werden. Das Kino dieser Zeit zeigt sich als eine in einem hohen Maß durch die Marktkräfte bestimmte Institution, in der das Publikum eine erhebliche Macht hatte" -- Page [4] of cover

Neben der staatlichen Regulierung des Filmmarktes werden in diesem Buch vor allem die Filmpräferenzen der Kinobesucher im NS-Staat untersucht, die sich in einer Nachfrage nach bestimmten Filmen ausdrücken. Bis zu 50 Mio. Kinobesucher haben 7, 6 Mrd. Eintrittskarten gekauft und damit einige wenige Filme zu überragenden Erfolgen gemacht wie z. B. "Zirkus Renz" (37 Mio. Karten) oder "Operette" (30 Mio.). Es war möglich, die Zahl der verkauften Tickets für alle knapp 2.000 in der NS-Zeit gezeigten Filme zu ermitteln und diese nach ihrem Erfolg beim Publikum zu hierarchisieren. Die Filmerfolgsranglisten für die Jahre 1933 bis 1944 werden so interpretiert, dass neue Einsichten in die Filmkultur der NS-Zeit gewonnen werden. Das Kino dieser Zeit zeigt sich als eine in einem hohen Maß durch die Marktkräfte bestimmte Institution, in der das Publikum eine erhebliche Macht hatte.

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