Bausteine zu einer Narratologie der Dinge : Der 'Eneasroman' Heinrichs von Veldeke, der 'Roman d'Eneas' und Vergils 'Aeneis' im Vergleich
معرفی کتاب «Bausteine zu einer Narratologie der Dinge : Der 'Eneasroman' Heinrichs von Veldeke, der 'Roman d'Eneas' und Vergils 'Aeneis' im Vergleich» نوشتهٔ Valentin Christ، منتشرشده توسط نشر Saur در سال 2015. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
In mittelalterlichen Erzählungen treten unzählige Dinge auf, die über den Status als bloß ‚Zuhandenes‘ weit hinausreichen. Unbelebt und dabei doch höchst ‚aktiv‘ scheinen diese Gegenstände das Geschehen in irgendeiner Weise mitzubestimmen. Woher ein Ding kommt und wohin es geht, wem es gehört(e), wie und wann man es benutzt etc. – all das ist nicht selten von entscheidender Bedeutung. Umso irritierender ist der Befund, dass Dinge momentan als weitgehend ‚blinder Fleck‘ auf der erzähltheoretischen Landkarte zu bezeichnen sind und eher beiläufig den primären Erzählkonstituenten Figur – Handlung – Raum zugeordnet werden. Die vorliegende Arbeit zeigt hier mehrere Ansatzpunkte für eine narratologische Aufwertung auf. Die theoretischen Überlegungen werden anhand der Untersuchung von Veldekes Eneasroman im Vergleich mit dem altfranzösischen Roman d’Eneas und Vergils Aeneis exemplarisch auf die Erzählanalyse übertragen. Dabei wird deutlich, wie unterschiedlich Dinge teilweise zwischen den drei Erzählungen verhandelt werden – und welche spezifischen Interpretationsmöglichkeiten das eröffnen kann. Inhalt Abbildungsverzeichnis Vorwort 1 Einleitung 2 Kulturwissenschaftliche Dimensionierungen 2.1 Der Gabendiskurs und Macht-Gegenstände 2.2 Was ist ein Ding? 3 Erzähltheoretische Verortung von Dingen 3.1 Aktueller Stand der Narratologie 3.2 Neue Tendenzen 3.3 Das Zwei-Ebenen-Modell 3.4 existents: Figur und Raum 3.5 events: Handlungsrelevanz von Dingen 3.6 Handlungsfortschritt vs. Paradigmatik: Motivationaler Eigenwert von Dingen 3.6.1 Kausale, finale und ästhetische Motivation 3.6.2 Paradigmatische Motive 3.7 Strukturspezifika älterer Texte 3.7.1 Mythische Erzählstruktur und Kontingenz 3.7.2 Figurenintention, erzählerische Lenkung und Anziehungskraft von Dingen 4 Dinge als Erzählkonstituenten im ‚Eneasroman‘ 4.1 Geschenke 4.1.1 Vorboten des Verfalls? – Gaben für Dido 4.1.2 comencemenz de mort et de destruction: Verborgene Mitspieler? 4.1.3 Fazit zu den Geschenken 4.2 Mythischer Raum, mythische Ding-Funktionen? Die Unterwelt 4.2.1 Der goldene Zweig 4.2.1.1 si te fata vocant: Das Zeichen des Auserwählten 4.2.1.2 at ramum agnoscas: Die Autorität des Zweigs 4.2.2 Exkurs: Der wunsch im ‚Nibelungenlied‘ 4.2.3 frustra ferro: Eneas’ Schwert 4.2.4 Fazit zur Unterwelt 4.3 Waffen und Schutzgegenstände 4.3.1 Die Rüstung des Eneas 4.3.1.1 nimmer sigilôs: Eingewirkte Übermacht und Wohlfühlfaktor 4.3.1.2 Mehrdimensionale Verstärkung: Der erste Kampfeingriff 4.3.1.3 Mangelnder Schutz: Der Pfeilschuss auf Eneas 4.3.1.4 at perfidus ensis: Turnus’ Schwert bei Vergil 4.3.1.5 wander gewâfent wole was: Eigenwirkung von Eneas’ Rüstung 4.3.1.6 Fazit zur göttlichen Rüstung 4.3.2 Zwei Helme 4.3.2.1 Der Verführer: Chloreus’ Helm 4.3.2.2 Der Verräter: Messapus’ Helm 4.3.2.3 Fazit zu den Helmen 4.3.3 Figurenwissen, Ding-Geschichte und narrative Rechtfertigung: Turnus’ Ende 4.3.3.1 Pallas’ Wehrgehänge: Alternative(n) ‚im Ding‘ 4.3.3.2 se il seüst: Der fatale Ring? 4.3.3.3 Fazit zum Wehrgehänge und zum Ring des Pallas 5 Zusammenfassung 6 Literatur 6.1 Quellen 6.2 Forschungsliteratur 7 Register Obgleich Dinge in vielen - speziell älteren - Texten eine exponierte, teilweise gar {u201A}aktive' Rolle innehaben, werden sie narratologisch bislang kaum eigens beachtet. In der komparatistisch angelegten Untersuchung des Eneasromans, des Roman d'Eneas und der Aeneis wird der interpretatorische Mehrwert eines dezidierten Blicks auf die Dinge herausgestellt. Zugleich werden Ansatzpunkte für entsprechende kategoriale Verortungen aufgezeigt Although things play an 'active' and visible role in a number of texts, especially older works, they have rarely been examined by narratologists in their own right. This comparative study of the Eneasroman, the Roman d'Eneas and the Aeneid reveals the interpretive value of deliberate attention to objects. In addition, it also suggests starting points for their systematic categorization. -- Provided by publisher Although things play an {u2018}active{u2019} and visible role in a number of texts, especially older works, they have rarely been examined by narratologists in their own right. This comparative study of the Eneasroman, the Roman d{u2019}Eneas and the Aeneid reveals the interpretive value of deliberate attention to objects. In addition, it also suggests starting points for their systematic categorization
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