BAND 1 Geschichte der Universität Unter den Linden: Band 1: Gründung und Blütezeit der Universität zu Berlin 1810 – 1918
معرفی کتاب «BAND 1 Geschichte der Universität Unter den Linden: Band 1: Gründung und Blütezeit der Universität zu Berlin 1810 – 1918» نوشتهٔ Tenorth, Heinz-Elmar ;McClelland, CharlesHG، منتشرشده توسط نشر OLDENBOURG WISSENSCHAFTSVERLAG در سال 2013. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die "Alma Mater Berolinensis" wurde auf Initiative Wilhelm von Humboldts durch König Friedrich Wilhelm III am 16. August 1809 gegründet und nahm 1810 ihren Forschungs- und Lehrbetrieb auf. Von 1828 bis 1945 führte sie den Namen "Friedrich-Wilhelms-Universität", seit 1949 ist sie die Humboldt-Universität zu Berlin. Die Berliner Universität gewann ihre herausragende Eigenständigkeit mit der Durchsetzung des Forschungsimperativs in der wissenschaftlichen Arbeit und durch ein die Lehrenden wie die Lernenden umschließendes Wissenschaftsethos. Als Verkörperung des deutschen Universitätsmodells erlangte die Berliner Universität prägenden Einfluss auf die weitere Entwicklung des deutschsprachigen und internationalen Wissenschaftssystems. Bereits in ihrer Gründungs- und Frühphase sind die modernen Prinzipien von Forschung und Lehre eingebettet in das Pathos des nationalpatriotischen Aufbruchs, verbunden auch mit preußisch-vaterländischer Gesinnung und zugleich der internationalen Wissenschaftskommunikation. Die exponierte Stellung der Universität im Kaiserreich lebte von der Kompetenz ihrer Mitglieder und von der Macht des imperial zentralen Standorts Berlin, sie war ermöglicht durch die weitsichtige preußische Reformstrategie Althoffs und die engen personellen wie strukturellen Verflechtungen der Universität mit der reich differenzierten Berliner Wissenschaftslandschaft. In Weimarer Republik, Nationalsozialismus und nach 1945 überlagern politische Konflikte die Arbeit der Universität, die sich erst nach 1990 wieder – erfolgreich - dem Anspruch der Gründung nach wissenschaftsimmanenten Kriterien stellen kann. Die "Geschichte der Universität zu Berlin" analysiert in den Bänden eins bis drei zunächst die Biographie der Institution von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Dabei werden einerseits die wechselnden Gestalten der Universität in ihren Fakultäten und Instituten, Corpus und Status der Lehrenden in ihrer universitären Praxis und den ihnen eigenen Lebensformen dargestellt, die andererseits zugleich in den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Kontext verortet werden. In den Bänden 4 bis 6 wird die Praxis einer modernen Forschungsuniversität beschrieben, und zwar als Praxis der universitär etablierten Disziplinen im Kontext des universitären Fächergefüges, innerhalb der Wissenschaftslandschaft in Berlin und im nationalen wie internationalen Forschungs- und Reflexionszusammenhang. Beginnend in Bd. 4 mit der Konstitution von Disziplinen bis zur Mitte des Jahrhunderts, steht in Band 5 der Wandel der Wissensordnung im Zentrum, wie er sich mit der Entstehung von Großforschung, der Vergesellschaftung der Wissenschaft und der Verwissenschaftlichung der Gesellschaft um und seit 1900 durchsetzt. Bd. 6 beschreibt die wechselvolle Geschichte der Universität seit 1945 und die Anstrengung, sich vor der Vision ihrer Gründung als Universität zu behaupten. Geleitwort Präsident der Humboldt-Universität Vorwort Geschichte der Universität zu Berlin, 1810 bis 2010. Zur Einleitung 200 Jahre Universität zu Berlin (XV) Geschichte einer Universität (XVIII) Aufgaben und Ziele – die Universität in ihrer gesellschaftlichen Umwelt (XXIV) Praxis ihrer Forschung (XXXI) Universität der Humboldts.....(XLI) Die Universität zu Berlin, Einrichtung, Gründung, Ausbau – 1810 bis 1860 in Zusammenarbeit mit Torsten Lüdtke, Hannah Lotte Lund und Werner Treß Eine Universität zu Berlin – Vorgeschichte und Einrichtung Die Eröffnung der Universität – der Beginn ihrer Gründung (3) Geschichte und Vorgeschichte – Krisenlagen, Wissensbedarf, Reformdiskurs (10) „Aufklärung und Bildung“ – Wissensbedarf und die Funktion einer Universität zu Berlin (16) Wissen, Wissenschaftslehre und die Funktion des Gelehrten (22) Universität als Ordnungsform – die Wiederbelebung der Tradition (26) Universität vor der Universität–Wissenschaft in der Stadt (34) Die Universität zu Berlin als Thema der „Sektion für Unterricht und Cultus“ (40) Zwischenfazit: Philosophie der Bildung und Bildungspolitik (56) Personal – die Arbeit der Einrichtungskommission, ihre Prämissen und Konsequenzen (59) „Humboldts“ Modell? (67) Verfassung und Ordnung der Universität DieArbeit an den Statuten –„Von der Universität überhaupt“ (79)„Universität im preußischen Sinn“ (86) „Privilegierte Corporation“ – Staat und Universität (93) Kollegialität und Hierarchie – die Mitglieder der Universität (102) Graduierung und Rekrutierung–Umsetzungsmodi des Forschungsimperativs (111) Bildung und Disziplinierung – die Studenten (123) Fazit: „Einsamkeit und Freiheit“ – Die Verfassung einer Forschungsuniversität (127)Professoren – Der Lehrkörper und seine Praxis zwischenWissenschaft, Politik und Gesellschaft Der Aufbau des ersten Lehrkörpers (133) Wissenschaft in der Stadt und für die Stadt – die Realität der Gründung (139) Jüdische Gelehrte und Studenten und der Antijudaismus der Professoren und der Universität zu Berlin (155) Forschung in der Praxis der Disziplinen – Leistungen und innerwissenschaftliche Konflikte (167) Sonderstellung der Philosophie (186) Fazit und Bilanz – der Lehrkörper der Universität zu Berlin (197) Studenten, Studium und Lehre Die Studenten (210) Rekrutierung der Studenten (215) Soziale Lage – Stipendien (221) Disziplinarverhältnisse (223) Die Ordnung des Studiums (227) Prüfungen und Examina (235) Lehre und Studium – Form und Infrastruktur (239) Praxis der Lehre (242) Kriterienkonflikte – Lehre zwischen Wissenschaft und Beruf (248) Lehrideale (255) ... und Lehrpraxis (259) Studienreform – Anlässe, Pläne, Vertagung (263) Turner, Burschen und Philister – Studentisches Leben in Berlin zwischen Universitätsgründung und Revolution Der Student am Beginn des 19. Jahrhunderts (270) Studentisches Leben in den Gründungsjahren (278) Burschenschaft und burschenschaftliche Umtriebe 1815–1819 (294) Berliner studentische Kultur zwischen Biedermeier und Vormärz (309) Die Universität in der Stadt 1810–1840. Geselligkeit – Kultur – Politik Die Universität in einer sich wandelnden Öffentlichkeit (325) „Salon“ und „Universität“ – Kontinuitäten und Brüche im Bildungsgespräch (327) 1810/11 – Netzwerke der Gebildeten (338) Patriotismus und Antisemitismus. Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen 1811 (347) Städtische Präsenz und die Nutzung des öffentlichen Raumes (355) 1827/28 – Der Kosmos außerhalb der Universität (365) Die 1830er und 1840er Jahre – Repräsentation und das Primat der Ruhe (368) „Die Tendenz der Gesellschaft ist eine rein wissenschaftliche“ – Veränderungen seit 1840 (375) Revolution und Reaktion: Die Universität in der Mitte ihres Jahrhunderts Die Berliner Universität in der Revolution (381) Universität im Protest und auf den Barrikaden – Studenten und Dozenten (386) „Verfassungs“-Probleme – Nichtordinarien als Thema und Akteure (398) 1848/49–1860: Die Universität in der Mitte ihres Jahrhunderts (410) Die disziplinär organisierte Forschungsuniversität, 1860–1918 Die Professoren an der Friedrich-Wilhelms-Universität Das „geistige Leibregiment“: Morphologie einer Elite (427) Lehre und Forschung: Das Rollenverständnis der Professoren (447) Staatliche Einflussnahme: Finanzierung, Berufungen, Gehälter (455) Prioritäten der Finanzierung: Bildung und Rüstung (472) Die moderne Forschungsuniversität: Standorte, Institute, Raumprobleme (478) Beziehungen zu anderen Universitäten und Forschungszentren (491) Das Nichtordinariensystem (500) Professorengattinnen (506) Die Berliner Universität in der Wissenschaftslandschaft des späten Kaiserreichs (509) Studium und Studenten Die Studenten an der Friedrich-Wilhelms-Universität (513) Studium und Prüfung (518) Studenten und Professoren (530) Studienkosten und Stipendien (536) Soziale Differenzierung (540) Studentische Privilegien (557) Studentische Subkultur(en) (560) Öffentlicher Raum und politische Kultur Politische Orientierung, Kontrolle und Disziplinierung (567) Universität und Kultusministerium: Das „System Althoff“ (573) Zugangskontrolle für die akademischen Berufe (578) Teilnahme an der öffentlichen Meinungsbildung (589) Professoren als Vereinsmenschen (592) Professoren als Publizisten (603) Antisemitismus (609) Anti-Ultramontanismus (612) Kapitalismus und „soziale Frage“ (618) Weltpolitik und auswärtige Kulturpolitik (621) Universität und Krieg (627) Die Universität am Ende ihres ersten Jahrhunderts–Mythos Humboldt? Charles E. McClelland Rektoren der Universität zu Berlin, 1810–1918 Personenregister Tabellenverzeichnis Abbildungsverzeichnis Autorenverzeichnis Geleitwort Präsident der Humboldt-Universität Vorwort Geschichte der Universität zu Berlin, 1810 bis 2010. Zur Einleitung 200 Jahre Universität zu Berlin (XV) Geschichte einer Universität (XVIII) Aufgaben und Ziele – die Universität in ihrer gesellschaftlichen Umwelt (XXIV) Praxis ihrer Forschung (XXXI) Universität der Humboldts.....(XLI) Die Universität zu Berlin, Einrichtung, Gründung, Ausbau – 1810 bis 1860 in Zusammenarbeit mit Torsten Lüdtke, Hannah Lotte Lund und Werner Treß Eine Universität zu Berlin – Vorgeschichte und Einrichtung Die Eröffnung der Universität – der Beginn ihrer Gründung (3) Geschichte und Vorgeschichte – Krisenlagen, Wissensbedarf, Reformdiskurs (10) „Aufklärung und Bildung“ – Wissensbedarf und die Funktion einer Universität zu Berlin (16) Wissen, Wissenschaftslehre und die Funktion des Gelehrten (22) Universität als Ordnungsform – die Wiederbelebung der Tradition (26) Universität vor der Universität–Wissenschaft in der Stadt (34) Die Universität zu Berlin als Thema der „Sektion für Unterricht und Cultus“ (40) Zwischenfazit: Philosophie der Bildung und Bildungspolitik (56) Personal – die Arbeit der Einrichtungskommission, ihre Prämissen und Konsequenzen (59) „Humboldts“ Modell? (67) Verfassung und Ordnung der Universität DieArbeit an den Statuten –„Von der Universität überhaupt“ (79)„Universität im preußischen Sinn“ (86) „Privilegierte Corporation“ – Staat und Universität (93) Kollegialität und Hierarchie – die Mitglieder der Universität (102) Graduierung und Rekrutierung–Umsetzungsmodi des Forschungsimperativs (111) Bildung und Disziplinierung – die Studenten (123) Fazit: „Einsamkeit und Freiheit“ – Die Verfassung einer Forschungsuniversität (127)Professoren – Der Lehrkörper und seine Praxis zwischenWissenschaft, Politik und Gesellschaft Der Aufbau des ersten Lehrkörpers (133) Wissenschaft in der Stadt und für die Stadt – die Realität der Gründung (139) Jüdische Gelehrte und Studenten und der Antijudaismus der Professoren und der Universität zu Berlin (155) Forschung in der Praxis der Disziplinen – Leistungen und innerwissenschaftliche Konflikte (167) Sonderstellung der Philosophie (186) Fazit und Bilanz – der Lehrkörper der Universität zu Berlin (197) Studenten, Studium und Lehre Die Studenten (210) Rekrutierung der Studenten (215) Soziale Lage – Stipendien (221) Disziplinarverhältnisse (223) Die Ordnung des Studiums (227) Prüfungen und Examina (235) Lehre und Studium – Form und Infrastruktur (239) Praxis der Lehre (242) Kriterienkonflikte – Lehre zwischen Wissenschaft und Beruf (248) Lehrideale (255) ... und Lehrpraxis (259) Studienreform – Anlässe, Pläne, Vertagung (263) Turner, Burschen und Philister – Studentisches Leben in Berlin zwischen Universitätsgründung und Revolution Der Student am Beginn des 19. Jahrhunderts (270) Studentisches Leben in den Gründungsjahren (278) Burschenschaft und burschenschaftliche Umtriebe 1815–1819 (294) Berliner studentische Kultur zwischen Biedermeier und Vormärz (309) Die Universität in der Stadt 1810–1840. Geselligkeit – Kultur – Politik Die Universität in einer sich wandelnden Öffentlichkeit (325) „Salon“ und „Universität“ – Kontinuitäten und Brüche im Bildungsgespräch (327) 1810/11 – Netzwerke der Gebildeten (338) Patriotismus und Antisemitismus. Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen 1811 (347) Städtische Präsenz und die Nutzung des öffentlichen Raumes (355) 1827/28 – Der Kosmos außerhalb der Universität (365) Die 1830er und 1840er Jahre – Repräsentation und das Primat der Ruhe (368) „Die Tendenz der Gesellschaft ist eine rein wissenschaftliche“ – Veränderungen seit 1840 (375) Revolution und Reaktion: Die Universität in der Mitte ihres Jahrhunderts Die Berliner Universität in der Revolution (381) Universität im Protest und auf den Barrikaden – Studenten und Dozenten (386) „Verfassungs“-Probleme – Nichtordinarien als Thema und Akteure (398) 1848/49–1860: Die Universität in der Mitte ihres Jahrhunderts (410) Die disziplinär organisierte Forschungsuniversität, 1860–1918 Die Professoren an der Friedrich-Wilhelms-Universität Das „geistige Leibregiment“: Morphologie einer Elite (427) Lehre und Forschung: Das Rollenverständnis der Professoren (447) Staatliche Einflussnahme: Finanzierung, Berufungen, Gehälter (455) Prioritäten der Finanzierung: Bildung und Rüstung (472) Die moderne Forschungsuniversität: Standorte, Institute, Raumprobleme (478) Beziehungen zu anderen Universitäten und Forschungszentren (491) Das Nichtordinariensystem (500) Professorengattinnen (506) Die Berliner Universität in der Wissenschaftslandschaft des späten Kaiserreichs (509) Studium und Studenten Die Studenten an der Friedrich-Wilhelms-Universität (513) Studium und Prüfung (518) Studenten und Professoren (530) Studienkosten und Stipendien (536) Soziale Differenzierung (540) Studentische Privilegien (557) Studentische Subkultur(en) (560) Öffentlicher Raum und politische Kultur Politische Orientierung, Kontrolle und Disziplinierung (567) Universität und Kultusministerium: Das „System Althoff“ (573) Zugangskontrolle für die akademischen Berufe (578) Teilnahme an der öffentlichen Meinungsbildung (589) Professoren als Vereinsmenschen (592) Professoren als Publizisten (603) Antisemitismus (609) Anti-Ultramontanismus (612) Kapitalismus und „soziale Frage“ (618) Weltpolitik und auswärtige Kulturpolitik (621) Universität und Krieg (627) Die Universität am Ende ihres ersten Jahrhunderts–Mythos Humboldt? Charles E. McClelland Rektoren der Universität zu Berlin, 1810–1918 Personenregister Tabellenverzeichnis Abbildungsverzeichnis Autorenverzeichnis Die "Alma Mater Berolinensis" wurde auf Initiative Wilhelm von Humboldts durch König Friedrich Wilhelm III am 16. August 1809 gegründet und nahm 1810 ihren Forschungs- und Lehrbetrieb auf. Von 1828 bis 1945 führte sie den Namen "Friedrich-Wilhelms-Universität", seit 1949 ist sie die Humboldt-Universität zu Berlin. Die Berliner Universität gewann ihre herausragende Eigenständigkeit mit der Durchsetzung des Forschungsimperativs in der wissenschaftlichen Arbeit und durch ein die Lehrenden wie die Lernenden umschließendes Wissenschaftsethos. Als Verkörperung des deutschen Universitätsmodells erlangte die Berliner Universität prägenden Einfluss auf die weitere Entwicklung des deutschsprachigen und internationalen Wissenschaftssystems. Bereits in ihrer Gründungs- und Frühphase sind die modernen Prinzipien von Forschung und Lehre eingebettet in das Pathos des nationalpatriotischen Aufbruchs, verbunden auch mit preußisch-vaterländischer Gesinnung und zugleich der internationalen Wissenschaftskommunikation. Die exponierte Stellung der Universität im Kaiserreich lebte von der Kompetenz ihrer Mitglieder und von der Macht des imperial zentralen Standorts Berlin, sie war ermöglicht durch die weitsichtige preußische Reformstrategie Althoffs und die engen personellen wie strukturellen Verflechtungen der Universität mit der reich differenzierten Berliner Wissenschaftslandschaft. In Weimarer Republik, Nationalsozialismus und nach 1945 überlagern politische Konflikte die Arbeit der Universität, die sich erst nach 1990 wieder - erfolgreich - dem Anspruch der Gründung nach wissenschaftsimmanenten Kriterien stellen kann. Die "Geschichte der Universität zu Berlin" analysiert in den Bänden eins bis drei zunächst die Biographie der Institution von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Dabei werden einerseits die wechselnden Gestalten der Universität in ihren Fakultäten und Instituten, Corpus und Status der Lehrenden in ihrer universitären Praxis und den ihnen eigenen Lebensformen dargestellt, die andererseits zugleich in den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Kontext verortet werden. In den Bänden 4 bis 6 wird die Praxis einer modernen Forschungsuniversität beschrieben, und zwar als Praxis der universitär etablierten Disziplinen im Kontext des universitären Fächergefüges, innerhalb der Wissenschaftslandschaft in Berlin und im nationalen wie internationalen Forschungs- und Reflexionszusammenhang. Beginnend in Bd. 4 mit der Konstitution von Disziplinen bis zur Mitte des Jahrhunderts, steht in Band 5 der Wandel der Wissensordnung im Zentrum, wie er sich mit der Entstehung von Großforschung, der Vergesellschaftung der Wissenschaft und der Verwissenschaftlichung der Gesellschaft um und seit 1900 durchsetzt. Bd. 6 beschreibt die wechselvolle Geschichte der Universität seit 1945 und die Anstrengung, sich vor der Vision ihrer Gründung als Universität zu behaupten. -- Provided by publisher Die "Alma Mater Berolinensis" wurde auf Initiative Wilhelm von Humboldts durch K�onig Friedrich Wilhelm III am 16. August 1809 gegr�undet und nahm 1810 ihren Forschungs- und Lehrbetrieb auf. Von 1828 bis 1945 f�uhrte sie den Namen "Friedrich-Wilhelms-Universit�at", seit 1949 ist sie die Humboldt-Universit�at zu Berlin. Die Berliner Universit�at gewann ihre herausragende Eigenst�andigkeit mit der Durchsetzung des Forschungsimperativs in der wissenschaftlichen Arbeit und durch ein die Lehrenden wie die Lernenden umschlie�endes Wissenschaftsethos. Als Verk�orperung des deutschen Universit�atsmodells erlangte die Berliner Universit�at pr�agenden Einfluss auf die weitere Entwicklung des deutschsprachigen und internationalen Wissenschaftssystems. Bereits in ihrer Gr�undungs- und Fr�uhphase sind die modernen Prinzipien von Forschung und Lehre eingebettet in das Pathos des nationalpatriotischen Aufbruchs, verbunden auch mit preu�isch-vaterl�andischer Gesinnung und zugleich der internationalen Wissenschaftskommunikation. Die exponierte Stellung der Universit�at im Kaiserreich lebte von der Kompetenz ihrer Mitglieder und von der Macht des imperial zentralen Standorts Berlin, sie war erm�oglicht durch die weitsichtige preu�ische Reformstrategie Althoffs und die engen personellen wie strukturellen Verflechtungen der Universit�at mit der reich differenzierten Berliner Wissenschaftslandschaft. In Weimarer Republik, Nationalsozialismus und nach 1945 �uberlagern politische Konflikte die Arbeit der Universit�at, die sich erst nach 1990 wieder - erfolgreich - dem Anspruch der Gr�undung nach wissenschaftsimmanenten Kriterien stellen kann. Die "Geschichte der Universit�at zu Berlin" analysiert in den B�anden eins bis drei zun�achst die Biographie der Institution von ihren Anf�angen bis zur Gegenwart. Dabei werden einerseits die wechselnden Gestalten der Universit�at in ihren Fakult�aten und Instituten, Corpus und Status der Lehrenden in ihrer universit�aren Praxis und den ihnen eigenen Lebensformen dargestellt, die andererseits zugleich in den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Kontext verortet werden. In den B�anden 4 bis 6 wird die Praxis einer modernen Forschungsuniversit�at beschrieben, und zwar als Praxis der universit�ar etablierten Disziplinen im Kontext des universit�aren F�achergef�uges, innerhalb der Wissenschaftslandschaft in Berlin und im nationalen wie internationalen Forschungs- und Reflexionszusammenhang. Beginnend in Bd. 4 mit der Konstitution von Disziplinen bis zur Mitte des Jahrhunderts, steht in Band 5 der Wandel der Wissensordnung im Zentrum, wie er sich mit der Entstehung von Gro�forschung, der Vergesellschaftung der Wissenschaft und der Verwissenschaftlichung der Gesellschaft um und seit 1900 durchsetzt. Bd. 6 beschreibt die wechselvolle Geschichte der Universit�at seit 1945 und die Anstrengung, sich vor der Vision ihrer Gr�undung als Universit�at zu behaupten Auf Initiative Wilhelm von Humboldts durch Friedrich Wilhelm III. am 16. August 1809 zur Gründung beschlossen, nahm die "Alma Mater Berolinensis" im Winter 1810/11 ihren Forschungs- und Lehrbetrieb auf, seit 1828 bis 1945 unter dem Namen "Friedrich-Wilhelms-Universität". Ihre eigenständige Gestalt und die nationale wie internationale Bedeutung und Anerkennung gewann die Universität zu Berlin mit der Durchsetzung des Forschungsimperativs und durch das Lehrende wie Lernende einschließende Wissenschaftsethos. Als Verkörperung des deutschen Universitätsmodells erlangte sie prägenden Einfluss auf die weitere Entwicklung des deutschsprachigen und internationalen Wissenschaftssystems. Bereits in ihrer Gründungsphase sind die modernen Prinzipien von Forschung und Lehre aber auch eingebettet in das Pathos des nationalpatriotischen Aufbruchs, preußisch-vaterländische Gesinnung bleibt dauerhaft mit der internationalen Wissenschaftskommunikation verbunden. Die exponierte Stellung der Universität im Kaiserreich lebte von der Kompetenz ihrer Mitglieder und von der Macht des zentralen Standorts Berlin, sie war ermöglicht durch die weitsichtige preußische Reformstrategie Althoffs und die engen personellen wie strukturellen Verflechtungen der Universität mit der reich differenzierten Berliner Wissenschaftslandschaft. Der Band beschreibt, auch im erneuten Rückgang auf die Quellen, Vorgeschichte und Geschichte der Gründung, die produktive Rolle des Ministeriums Altenstein, die Konstitution der Universität in Forschung und Lehre, durch Professoren und Studenten, ihren Ort in der Stadt und in eigenen Lebensformen bis zur Zäsur der Jahrhundertmitte, dann die umfassende Expansion der Universität nach 1870, die Festigung ihrer Rolle in Wissenschaft und Staat, Kultur und Gesellschaft bis zum Höhepunkt ihrer Entwicklung am Vorabend des Ersten Weltkriegs. Jenseits aller Versuche, den Mythos Humboldt wieder zu beleben, wird die Universität zu Berlin als Humboldts Gründung und als Praxis ihrer Professoren und Studenten neu lebendig. Main description: Die "Geschichte der Universität Unter den Linden" analysiert die Biographie der Institution seit 1810 (Bände 1-3) und die Praxis der universitären Disziplinen (Bände 4-6). Band 5 untersucht die universitären Disziplinen in ihrer theoretischen und methodischen Gestalt und in ihrer wissenschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Umwelt bis 1945. Universität und Gesellschaft erfahren die Zeit seit 1890 als tiefgehende Krise. Die Wissenschaften, nicht nur in Berlin, bearbeiten die damit gegebenen Herausforderungen mit neuen Theorien und Methoden, mit einer Veränderung des Selbstverständnisses der Geistes- und Naturwissenschaften sowie mit disziplinärer Spezialisierung und Differenzierung. Das Ergebnis ist schon bis 1914 eine umfassende "Transformation der Wissensordnung". Eine rapide Expansion der Studierendenzahlen seit 1860 und die Zunahme der Lehrenden, zumal der Nichtordinarien, forcieren diesen Wandel. In der Gründung von Instituten und Seminaren finden Forschung und Lehre die Form, in der sie sich innovativ stabilisieren und neue Disziplinen, zumal in den Philologien und Sozialwissenschaften, etablieren. Die Gründung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft 1911 verändert die Wissenschaftslandschaft und definiert die Rolle der Universität neu. Die Universität Berlin dokumentiert und gestaltet diesen tiefgreifenden Transformationsprozess in seiner ganzen Ambivalenz: Bis 1914 erlebt sie ihre intensivste Blüte, internationale Anerkennung in den Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften, innovative Anstöße in der Theologie wie in der Jurisprudenz, in den Kunst- und Literaturwissenschaften sowie in der Medizin. Nach 1918 und zumal seit 1933 sieht sie sich in ihrer Identität eher bedroht, findet politisch kein Verhältnis zur Republik und in ihrer Mehrheit keine Distanz zum Nationalsozialismus
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