Ausgewählte Werke, Bd 5/Tl 2, Erste Gründe der gesammten Weltweisheit (Praktischer Teil)
معرفی کتاب «Ausgewählte Werke, Bd 5/Tl 2, Erste Gründe der gesammten Weltweisheit (Praktischer Teil)» نوشتهٔ Gottsched, Johann Ch. ;Birke, Joachim (editor);Birke, Brigitte (editor)، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 1983. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Anstatt einer uberflußigen Vorrede, der diese sechste Auflage meiner praktischen Philosophie nun nicht mehr nothig hat; will ich Dir und der Nachwelt, eine kurzgefaßte Nachricht von meinen sámmtlichen Schriften ertheilen. Ich bin weder der einzige, noch der erste, der seinen Lesern und Landesleuten, auf diese Art Nachrichten von seinen Arbeiten giebt. Ohne mich auf die großen Beyspiele eines Freyherrn von Wolf, und eines Kanzlers von Mosheim zu beruffen: so hat neulich Hr. Prof. Formey, bey der III. Ausgabe seiner Methode, eine Bibliothek anzulegen, eben das gethan. Und warum sollte man Gönnern und Freunden seiner Schriften auf diese Art nicht dienen? zumal man in Ermangelung dessen Gefahr lauft, daß einem sonst allerley Bûcher zugeschrieben werden, die man niemals gelesen geschweige denn geschrieben hat: wie noch unlängst dem berühmten Herrn MARQUIS D' ARGENS wiederfahren ist\*). Al-{a2 v )\ts kommt nur darauf an, daß es solche Freunde giebt, die es verlangen. Wer kann solches aber besser wissen, als derjenige Schriftsteller selbst, dem sie sich in diesem Falle zu eröffnen pflegen? Sie alle zu nennen, oder ihre Briefe aufzuweisen, wurde eine Pralerey, und noch außerdem beleidi-\*) S. p. 308. am Ende seines OCELLUS LUCANUS. Fortgesetzte Nachricht 9 mit ich auch, als ein MAGISTER NOSTER, um besagte Stelle anhalten könnte. Ich that es also, im Weinmonathe dieses Jahres, mit der Dissertation, die den Titel fuhrete: HAMAR-TIGENIA, S. DE FONTE VITIORUM, QUAESTIO, PHILOSOPHICESOLUTA. Ich hatte das Gedicht des Prudentius, welches den ersten Titel fuhrete, gelesen, und glaubete keine (a5 r ) genügsame Beantwortung der schweren Frage: vom Ursprünge des moralischen Uebels, darinn gefunden zu haben. Bay lens manicháische und marcionitische Scrupel hatten mich noch zweifelhafter gemachet, und meine theologischen Lehrer in Königsberg, denen ich ich sie oft im Disputiren vorgetragen, hatten mir keine Gnuge darinn gethan; indem sie auch hier den Knoten mehr zu durchschneiden, als aufzulösen pflagen. Es schien mir immer noch eine Schuld des Bosen in der Welt, auf den Schöpfer derselben zurückzufallen: bis ich die leibnitzische Theodicee zu lesen bekommen. Diese hatte mir nun alle vorige Scrupel benommen, und mich in der Lehre der evangelischen Theologie befestiget. Daher suchete ich nun dieselbe, zu meiner und anderer Bestätigung, auf eine philosophische, kurze und bündige Art vorzutragen: wie man solches bey dem IV. Bande des verdeutschten baylischen Wörterbuches, dem ich sie nachmals angehenket habe, nachlesen kann. Ich vertheidigte diese Dissertation nach hiesigen Statuten, als ein fremder Magister, Vormittags ohne Respondenten, gegen 5 Gegner: deren erster der sei. Hofrath Joh. Bure. Menke, der letzte aber D. Johann Philipp Olearius war. Dieser hatte zwar gegen die Dissertation selbst nicht viel einzuwenden; allein desto hitziger hatte ihn ein angehenktes COROL-LARIUM von der vorher bestimmten Harmonie gemachet: welche ich für eine, zur Erklärung der Vereinigung zwischen Seele und Leib, sehr bequeme, und sonst unschädliche Hypothese, ausgab. Er ereiferte sich sehr darüber, daß solche schädliche Meynungen auf die leipziger Katheder gebracht würden; und redete so angstlich davon, als ob die Johann Christoph Gottsched durch verschiedene Schriften'•") hervorgethan hat, auf die Gedanken, auch in Obersachsen dergleichen moralische Schrift herauszugeben. Er eröffnete mir seine Absichten, und begehrete meinen Beystand. Ich entschuldigte mich anfangs, weil ich mich dazu nicht fur fähig hielt. Bey fernerm Anhalten aber, nahm ichs mit dem Bedinge an, wenn wir noch einen Gehülfen dazu bekommen konnten. Ich brachte M. Joh. Friedr. Mayen in Vorschlag; {a6 v ) und sogleich giengen wir zu ihm, und eröffneten ihm das ganze Vorhaben. Die Sache ward beschlossen, der Vergleich mit dem Verleger in Halle gemachet, der Titel und die Art der Ausführung fest gesetzet: und der Anfang der vernünftigen Tadlerinnen sollte mit dem 1725sten Jahre gemachet werden. Das Loos traf mich, den Anfang zu machen, und der Namen Kallist e ward mir eben dadurch zugetheilet. Ich lieferte zwey Blätter, und meine Gehulfen jeder eins. Diese wurden nach Halle geschicket, und abgedrucket, so daß meine beyden den Anfang macheten; wie der sei. Geh. R. Gundling dem Verleger Spôrl gerathen hatte. Ob dieses meine Gehulfen verdrossen, weis ich nicht: aber so viel erfolgete darauf, daß sie nichts mehr ausarbeiten wollten; sondern die ganze Last mir anheim fiel. Nur ein einziges Blatt ließ sich Hamann noch gleichsam abdringen: die ganze Fortsetzung mußte ich, dem geschlossenen Vergleiche gemäß, liefern; habe sie auch zwey Jahre hinter einander geliefert: außer daß mir wider meinen Willen, ein paar Blatter in Halle eingerucket worden, die ein gewisser Lucas Geiger daselbst ausgearbeitet hatte; welche aber dem Verleger und mir lauter Verdruß zuzogen. Ein mehrers ist nicht nothig davon zu melden. Die vernünftigen Tadlerinnen sind von dem Patrioten selbst öfters gelobet, überall wohl aufgenom-\*) Sonderlich durch den II. Theil der asiatischen Banise, den II. Theil der europaischen Höfe, die Hamburger Bibliothek, die Matrone, den alten Deutschen, und ein poetisches Lexicon. Fortgesetzte Nachricht von des Verfassers eignen Schriften, bis zum 1745sten Jahre Der Ersten Gründe der Weltweisheit Praktischer Theil. Einleitung zur praktischen Weltweisheit überhaupt Der praktischen Weltweisheit Erster Theil. Die allgemeine Sittenlehre Einleitung zur allgemeinen Sittenlehre Das I. Hauptstück. Von den Handlungen der Menschen und ihrem Unterscheide Das II. Hauptstück. Von dem Gesetze der Natur und der Verbindlichkeit desselben Das III. Hauptstück. Von der Tugend, und von dem Laster Das IV. Hauptstück. Von der menschlichen Glückseligkeit, und von den Mitteln dazu zu gelangen Das V. Hauptstück. Von dem Gewissen, und der Beobachtung desselben Das VI. Hauptstück. Von der Bekehrung eines Lasterhaften oder von der philosophischen Buße Das VII. Hauptstück. Von der Kunst, sich selbst und andere zu prüfen, ob man tugendhaft oder lasterhaft sey? Das VIII. Hauptstück. Von der Beständigkeit im Guten, und den Wachsthumein der Tugend Der praktischen Weltweisheit Zweyter Theil. Das Recht der Natur. Einleitung zum Rechte der Natur Der erste Abschnitt. Von den Pflichten eines jeden Menschen, im Zustande der natürlichen Gleichheit Das I. Hauptstück. Von den Pflichten gegen Gott. . Das II. Hauptstück. Von den Pflichten des Menschen gegen sich selbst Das III. Hauptstück. Von den Pflichten gegen andere Menschen überhaupt Das IV. Hauptstück. Von den Pflichten in Worten und Vertragen Das V. Hauptstück. Von den Pflichten im Absehen auf das Eigenthum Das VI. Hauptstück. Von den Vergleichen oder Contracten Des Rechtes der Natur Zweyter Abschnitt. Von den Pflichten eines rechtschaffenen Burgers Das I. Hauptstück. Von der Gesellschaft überhaupt Das II. Hauptstück. Von der ehelichen Gesellschaft Das III. Hauptstück. Von der väterlichen Gesellschaft Das IV. Hauptstück. Von der herrschaftlichen Gesellschaft Das V. Hauptstück. Von dem Hauswesen, oder von einer Familie Das VI. Hauptstück. Von dem gemeinen Wesen, und dessen Einrichtung überhaupt Das VII. Hauptstück. Von Stiftung eines Staates oder gemeinen Wesens Das VIII. Hauptstück. Von den bürgerlichen Gesetzen Das IX. Hauptstück. Von der höchsten Macht und Gewalt der Regenten Das X. Hauptstück. Von Verwaltung des gemeinen Wesens Das XI. Hauptstück. Vom Rechte des Krieges und Friedens Der praktischen Weltweisheit Dritter Theil. Die Tugendlehre Einleitung zur Tugendlehre Der erste Abschnitt. Von den Vorbereitungen zur Tugend Das I. Hauptstück. Von der Lust und Liebe zur Tugend Das II. Hauptstück. Von Verbesserung der ersten Kraft des Verstandes und der Erlangung der Schärfsinnigkeit und Tiefsinnigkeit Das III. Hauptstück. Von der Einsicht, Wissenschaft, und Gründlichkeit Das IV. Hauptstück. Von dem Witze, der Kunst, und Geschicklichkeit im Erfinden Das V. Hauptstück. Von der Weisheit und Klugheit Das VI. Hauptstück. Von Beherrschung der Gemüthsbewegungen Der zweyte Abschnitt. Von Erlangung der sittlichen Tugend Das I. Hauptstück. Von der sittlichen Tugend überhaupt, und dem Erkenntnisse seiner selbst Das II. Hauptstück. Von der Mäßigkeit im Essen und Trinken Das III. Hauptstück. Von der Sorgfalt für seinen Leib, und von der Keuschheit Das IV. Hauptstück. Von dem Fleiße, der Sparsamkeit und Freygebigkeit Das V. Hauptstück. Von der Bescheidenheit, der Demuth und dem Edelmuthe Das VI. Hauptstück. Von der Standhaftigkeit, der Unerschrockenheit und Mäßigung im Glücke Das VII. Hauptstück. Von der Menschenliebe, Sanftmuth und Freundschaft Das VIII. Hauptstück. Von der Aufrichtigkeit, Verschwiegenheit, und Gesprachsamkeit Das IX. Hauptstück. Von der Gerechtigkeit und Redlichkeit Der dritte Abschnitt. Von der philosophischen Frömmigkeit Das I. Hauptstück. Von der Erkenntniß, Liebe und Furcht Gottes Das II. Hauptstück. Von der Ehrfurcht, dem Vertrauen und der Gelassenheit gegen Gott Das III. Hauptstück. Von dem Gebethe, der Danksagung und dem Gottesdienste Der praktischen Weltweisheit Vierter Theil. Die Staatslehre Einleitung zur Staatslehre Der erste Abschnitt. Von der Haushaltungskunst Das I. Hauptstück. Von der Wohlfahrt des Ehestandes Das II. Hauptstuck. Von der Kinderzucht Das III. Hauptstück. Von Regierung des Hausgesindes und ganzen Hauses Der zweyte Abschnitt. Von der Herrschsucht Das I. Hauptstück. Von kluger Einrichtung des gemeinen Wesens überhaupt Das II. Hauptstück. Von der Sorgfalt der Regenten für die ihrer Bürger Verstand und Erkenntniß Das III. Hauptstück. Von der Sorgfalt der Regenten für die Tugend und Frömmigkeit ihrer Bürger Das IV. Hauptstück. Von der Sorgfalt eines Regenten, für das Leben, Vergnügen und die Ehre seiner Bürger Das V. Hauptstück. Von Handhabung der Gerechtigkeit im gemeinen Wesen Das VI. Hauptstück. Von guter Regierung des gemeinen Wesens Anhang einiger Philosophischen Abhandlungen. Vorbericht zur I. Abhandlung I. Abhandlung. oder philosophisches Gespräch, über die Frage: Ob mehr als ein unendliches Wesen seyn könne? II. Abhandlung. Beweis, daß diese Welt unter allen die beste sey III. Abhandlung. Untersuchung der Frage: Wie sich ein Weltweiser, der von einer göttlichen Offenbarung nichts wußte, zufrieden stellen könnte IV. Abhandlung. Philosophische Mutmaßungen von dem Aufenthalte der abgeschiedenen Seelen V. Abhandlung. Ob man die geoffenbarte Theologie in mathematischer Lehrart abhandeln könne Register derer in beyden Theilen vorkommenden Sachen Die Reihe „Ausgaben Deutscher Literatur des XV. bis XVIII. Jahrhunderts" startete 1967 mit dem Ziel, zur besseren Textkenntnis der vernachlässigten mittleren deutschen und neulateinischen Literatur beizutragen. In der Reihe erscheinen kritische Gesamtausgaben - in einzelnen Fällen auch Auswahlausgaben – der Werke bedeutender Autoren. Die Ausgaben werden in Textbände und Realienbände aufgeteilt. Sie enthalten neben dem Textcorpus, einem kritischen Apparat und einem ausführlichen wissenschaftlichen Apparat auch – soweit vorhanden – Briefwechsel, Tagebücher, Gespräche, Zeugnisse der Zeitgenossen zu Person und Werk des Autors, Bildnisse usw. Daneben gibt es Dokumentationsreihen, in denen einzelne historisch interessante Texte zu einem repräsentativen Überblick über ihre Gattung zusammengestellt sind (Beispiele hierfür sind die Reihen ‚Drama' und ‚Roman').
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Die Reihe Patristische Texte und Studien publiziert seit 1963 Forschungsergebnisse, die durch die Patristische Kommission, heute ein Gemeinschaftsunternehmen aller deutschen Akademien der Wissenschaften, koordiniert werden. In ihr erscheinen Editionen, Kommentare und Monographien zu den Schriften und Lehren der Kirchenväter.