'Auschwitz drängt uns auf einen Fleck' : Judendarstellung und Auschwitzdiskurs bei Martin Walser
معرفی کتاب «'Auschwitz drängt uns auf einen Fleck' : Judendarstellung und Auschwitzdiskurs bei Martin Walser» نوشتهٔ Matthias N. Lorenz Dr. phil. (auth.)، منتشرشده توسط نشر J.B. Metzler : Imprint: J.B. Metzler در سال 2005. این کتاب در 9 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Ist Martin Walser ein "geistiger Brandstifter", sein Roman 'Tod eines Kritikers' ein antisemitischer Text? Was ist überhaupt "literarischer Antisemitismus"? Der Verfasser zeichnet die für das deutsche Selbstverständnis so signifikante Walser-Debatte nach, um davon ausgehend den Blick zurück auf das Gesamtwerk des Autors zu richten. Er setzt akribische Lektüren gegen eine Philologie des Verdachts, aber auch gegen blinde Apologie. Sein Befund: Walsers in den 1990er Jahren offenkundig gewordenen Ressentiments sind selbst in jenen Werken angelegt, die längst zum Kanon der so genannten "Vergangenheitsbewältigung" zählen. Im Anhang ein Interview mit Martin Walser vom 15. Juli 2003. "Die Untersuchung von Matthias N. Lorenz macht der Spekulation und Mutmaßung ein Ende." Wolfgang Benz. Cover 1 Title 3 Copyright 4 Inhaltsverzeichnis 5 Vorwort 10 1. Einleitung: Martin Walser „revisited“ 12 1.1 Grundfragen 13 1.2 Zu einigen Problemen der Walser-Forschung 16 1.2.1 Walsers Wandel - Ein Problem 18 1.2.2 Eine veränderte Perspektive auf Walsers Werk: Kontinuität 30 1.3 Bemerkungen zur Methode: Vom Versuch, den Autor zu fassen 34 2. Zum Begriff des Antisemitismus 42 2.1 Zum Antisemitismus in Deutschland nach Auschwitz 44 2.2 Zum Problem des literarischen Antisemitismus 58 3. Über Martin Walsers „Tod eines Kritikers“ und den Antisemitismusvorwurf 78 3.1 Die Debatte um „Tod eines Kritikers“ 79 3.2 Literaturbericht zu „Tod eines Kritikers“ 112 3.3 Exkurs: Martin Walser und die Literaturkritik 137 3.4 Analyse des Romans 147 3.4.1 Skizze der Handlung 147 3.4.2 Die Fassungen 148 3.4.3 „Tod eines Kritikers“ als Schlüsselroman: Das Figurenarsenal 150 3.4.3.1 Der Roman als Abrechnung mit Marcel Reich-Ranicki 167 3.4.3.2 Die jüdischen Nebenfiguren 196 3.4.3.3 Zwischenergebnis I: Ein antisemitischer Roman? 209 3.5 Exkurs: Der Roman als Reaktion auf die Walser-Bubis-Debatte 212 4. Werkkontinuität oder -diskontinuität? Zu Martin Walsers Blick auf das jüdisch-deutsche Verhältnis 220 4.1 „Walsers Juden“-exemplarische Beziehungen 220 4.1.1 Martin Walser und Marcel Reich-Ranicki 223 4.1.2 Martin Walser und Ignatz Bubis 234 4.1.3 Martin Walser und Jurek Becker 236 4.1.4 Martin Walser und Ruth Klüger 239 4.1.5 Martin Walser und Victor Klemperer 243 4.1.6 Martin Walser und Heinrich Heine 251 4.1.7 Zwischenergebnis II: Überformung und Abwehr — die Anzeichen eines Ressentiments 254 4.2 Die fiktionale Bearbeitung der jüdisch-deutschen Thematik in Walsers dramatischen und epischen Werken 256 4.2.1 Die frühen Prosatexte 257 4.2.1.1 „Halbzeit“ (1960), Teil I der Anselm-Kristlein-Trilogie: Walsers erste literarische „Auseinandersetzung mit dem Faschismus“ 261 4.2.1.2 „Das Einhorn“ (1966) und „Der Sturz“ (1973), Teile II und III der Anselm-Kristlein-Trilogie: Klischierte Juden, skurrile Täter 273 4.2.1.3 Zwischenergebnis III: Parallele Leidenswege und das schwindende Bewusstsein für die NS-Vergangenheit 280 4.2.2 Die Theaterstücke der frühen 60er Jahre 281 4.2.2.1 „Eiche und Angora. Deutsche Chronik I“ (1961/62): Eine Verteidigung der braven Leute und ihrer „typisch deutschen“ Eigenschaften 288 4.2.2.2 „Der Schwarze Schwan. Deutsche Chronik II“ (1961/64): Gegen eine „Verurteilung“ der Täter 297 4.2.2.3 Zwischenergebnis IV: Auschwitz (?) auf dem Theater — vom Holocaust ohne Juden 307 4.2.3 Die Romane und Novellen der 70er und 80er Jahre sowie ein Hörspiel und ein Drehbuch 309 4.2.3.1 Schriftstellerische Krise und Abkehr vom linkspolitischen Engagement in den 70er Jahren 309 4.2.3.2 „Tassilo: Das Gespenst von Gattnau“ (1978): Die Unmöglichkeit einer Verständigung zwischen Opfern und Tätern 313 4.2.3.3 „Seelenarbeit“ (1979): Subtext einer deutschen Opferrolle 320 4.2.3.4 „Das Schwanenhaus“ (1980): Auch eine Abrechnung mit Marcel Reich-Ranicki? 327 4.2.3.5 „Brandung“ (1985): Die „schöne Jüdin“ als das personifizierte schlechte Gewissen 331 4.2.3.6 „Dorle und Wolf“ (1987) und „Jagd“ (1988): Konzentrationslager ohne Juden — die Deutschen als Opfer ihrer eigenen Geschichte 338 4.2.3.7 „Armer Nanosh“ (1989): Der rechtsradikale Täter als das eigentliche Opfer 344 4.2.3.8 Zwischenergebnis V: Das erneute Aufkommen des deutschen und damit auch des jüdischen Themas in Walsers Belletristik der 70er und 80er Jahre 351 4.2.4 Die Romane der 90er Jahre und ein Bühnenstück 354 4.2.4.1 „Die Verteidigung der Kindheit“ (1991): Dresden = Auschwitz? 354 4.2.4.2 „Ohne einander“ (1993): Wider die Political Correctness in der jüdisch-deutschen Frage 360 4.2.4.3 „Kaschmir in Parching. Deutsche Chronik III - Szenen aus der Gegenwart“ (1994/95): Über die Instrumentalisierung einer „jüdischen Identität“ 366 4.2.4.4 „Finks Krieg“ (1996): Von der Ehre des deutschen Soldaten 373 4.2.4.5 „Ein springender Brunnen“ (1998): Das Erschreiben einer „eigenen Geschichte“ oder Das richtige Leben im Falschen 377 4.2.4.6 Zwischenergebnis VI: Literarisch kodierter Antisemitismus in Walsers Alterswerk 391 4.3 Die essayistische Bearbeitung der jüdisch-deutschen Thematik in Walsers Aufsätzen und Reden über Auschwitz 393 4.3.1 Vorwort zu Elie Wiesels „Die Nacht“ (1962) 397 4.3.2 Über nationale Identität: „Ein deutsches Mosaik“, Teil 3: „Deutsche Szene im Zug“ (1963) 401 4.3.3 Als Beobachter des Frankfurter Prozesses: „Unser Auschwitz“ (1965) 404 4.3.4 Schriftstellerische „Tendenzwende“ und vergangenheitspolitische Leerstelle: Martin Walser als Essayist zwischen 1965 und 1979 413 4.3.5 Zum Fall Filbinger und zur Verjährung von Auschwitz: „Unsere historische Schuldigkeit“ (1978) und „Zur Verjährung“ (1979) 423 4.3.6 Die Volksgemeinschaft der Täter: „Auschwitz und kein Ende“ (1979) 427 4.3.7 Die Ausarbeitung des nationalen Themas in Walsers Essayistik der 80er Jahre: „Schlageter“ (1981), „Tartuffe weiß, wer er ist“ (1985) und „Reise ins Leben“ (1988) 429 4.3.8 „Über Deutschland reden. Ein Bericht“ (1988) und die „Antigone“-Aufsätze (1989) - Der erste „Walser-Skandal“ und seine Wirkung 438 4.3.9 Die Friedenspreis-Rede „Erfahrungen beim Verfassen einer Sonntagsrede“-Der zweite „Walser-Skandal“ (1998) 445 4.3.10 Die Walser-Bubis-Debatte als „erster Antisemitismusstreit der Berliner Republik“ 462 4.3.11 Drei Besprechungen deutscher Weltkriegserfahrungen aus den Jahren um 2000: Walser über Joachim Fests „Staatsstreich“, Martin Doerrys „Mein verwundetes Herz“ und Jörg Friedrichs „Der Brand“ 474 4.3.12 Zwischenergebnis VII: Konstanten in Walsers essayistischer Auseinandersetzung mit Auschwitz 1962-2002 478 5. Resümee: Die Konstruktion nationaler Identität über Auschwitz -und gegen die Juden 482 Anhang: Interview mit Martin Walser am 15.07.2003 (Christina Prüver) 494 Verzeichnis der Abkürzungen und Siglenz 503 Abkürzungen 503 Siglen für Texte Walsers 504 Gespräche mit Walser und ihre Siglen 509 Literaturverzeichnis 513 Primärliteratur 513 Sekundärliteratur und andere Quellen 515 Bibliographie der tagesaktuellen Beiträge zur Debatte um „Tod eines Kritikers“ 537 Namensregister 552 Front Matter....Pages 1-12 Einleitung: Martin Walser „revisited“....Pages 13-42 Zum Begriff des Antisemitismus....Pages 43-78 Über Martin Walsers „Tod eines Kritikers“ und den Antisemitismusvorwurf....Pages 79-220 Werkkontinuität oder -diskontinuität? Zu Martin Walsers Blick auf das jüdisch-deutsche Verhältnis....Pages 221-482 Resümee: Die Konstruktion nationaler Identität über Auschwitz — und gegen die Juden....Pages 483-494 Back Matter....Pages 495-560 Matthias N. Lorenz ; Mit Einem Vorwort Von Wolfgang Benz. Originally Presented As The Author's Thesis (doctoral)--universität Lüneburg, 2004. Includes Bibliographical References (p. [515]-538) And Index.
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