معرفی کتاب «Aus Dem Naturwissenschaftlichen Jahrhundert: Gesammelte Aufsätze Von Emil Schiff. Nach Seinem Tode Hrsg. Mit E. Vorw. Von Carl Posner (German Edition)» نوشتهٔ Emil Schiff (editor); Carl Posner (editor)، منتشرشده توسط نشر Georg Andreas Reimer Verlag در سال 2018. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
dessen Andenken durch den vorliegenden Band geehrt und belebt werden soll, auf seinem Krankenbette lag, ohne freilich zu ahnen, daß es sein Sterbelager werden sollte, ist zu wiederholten Malen zwischen uns die Frage besprochen worden, ob er nicht die unfreiwillige Muße, die sein Leiden ihm gebot, dazu ausnutzen möchte, unter seinen verstreuten Aufsätzen Umschau zu halten und zu einem Sammelwerke zusammenzustellen, was etwa von bleibendem Interesse für weitere Kreise sich erwiese. Insbesondere schien mir, wie wohl vielen anderen seiner Freunde, erwünscht, daß die liebevoll vertieften Charakterzeichnungen hervorragender Naturforscher unserer Zeit, wie er sie bei feierlicher Gelegenheit den Lesern verschiedener großer Journale dargeboten hatte, ihrem Werte und Verdienste gemäß, über diese vergängliche Form der Veröffentlichung herausgehoben und als dauernder Beitrag zur Geschichte der neuesten Naturforschung erhalten würden. Schiff war dem Plan nicht abgeneigt; ihn in Angriff' zu nehmen hielt ihn, wie mich dünkt, eine gewisse, bei einem so schwer Leidenden nur zu begreifliche Scheu zurück. Wie furchtbar auch ihn seine unheilbare, aller ärztlichen Kunst spottende Krankheit getroffen hatte, wie schwer er die Unmöglichkeit empfand, am Leben des Tages, mit dem er durch tausend starke Bande sich verknüpft fühlte, eigenen Anteil zu nehmen, -seine geistige Kraft blieb bis zur letzten Stunde ungebrochen; mit nie erlahmendem Interesse verfolgte er alle Ereignisse, von denen ihm Kunde zuging; und-manche schlaflose Nacht wurde mit dem Studium älterer Meister ausgefüllt, deren Werke in ihm wiederum neue Ideen in bunter Fülle wachriefen. Sollte es da nicht, scheinen, als wenn ein Zurück greifen auf seine eigenen, von ihm längst überholten Leistungen gleichbedeutend wäre mit dem Verzicht auf fernere Arbeit? War er, der noch jugendliche Mann, dem Leben schon so entrückt, daß er dessen endgültige Summe ziehen, dessen vollen Ertrag als eingeheimst hätte an-') Louis Pasteur, his life and labours by his son-in-law, translated from the french by lady Claud Hamilton. London, Longmans, Green & Co. 1885. schwenglichkeiten abgesehen, bietet das Buch eine klare und ansprechende Darstellung der Arbeiten Pasteur's, während einige Parteilichkeiten, namentlich eine tendenziös geringschätzende Stelle über Koch, von Tyndall in der Einleitung entschieden gerügt und richtiggestellt sind. Da die Übersetzung und Einleitung mit Pasteurs Wissen und Zustimmung verfaßt ist, so darf man die letztere auch bei den erwähnten Korrekturen annehmen. Und wir können uns in dem folgenden wissenschaftlichen Lebensbilde Pasteurs mit gutem Gewissen der Führung dieses Buches im Wesentlichen anschließen. Pasteur wurde am 27. Dezember 1822 zu Dôle geboren, als der Sohn eines ausgedienten Soldaten des Kaiserreichs, welcher dort eine Lohgerberei betrieb. Der Vater, welcher den Sohn frühzeitig für eine gelehrte Laufbahn bestimmte, überwachte eifrig dessen Erziehung und übersiedelte, als derselbe drei Jahre alt war, nach Arbois, in dessen Collège Pasteur die erste Schulbildung erhielt, bis er später in das höher gestellte Collège von Besançon als Staatszögling mit freier Kost und Wohnung und 24 Frcs. monatlich aufgenommen wurde. Auf beiden Anstalten tat sich der junge Pasteur durch seinen Fleiß und durch eine frühzeitige lebhafte Neigung zur Experimentalchemie hervor, welche oft durch seine der Schule weit vorausgeeilten Kenntnisse eine Verlegenheit für seine Lehrer war. Mit einundzwanzig Jahren bestand er die Prüfung für die Aufnahme in die Pariser Ecole normale, der berühmten Hauptanstalt Frankreichs für die angewandten exakten Wissenschaften. Hier waren Baiard, der Entdecker des Broms, und der große erst kürzlich verstorbene J. B. Dumas seine Lehrer in der Chemie, während er mit dem Assistenten des letzteren, Barruel, die Sonntage mit Experimentieren zubrachte. Der pietätvolle Schwiegersohn erzählt als bezeichnende Anekdoten aus jener Zeit, wie Pasteur eines Tages von vier Uhr früh bis neun Uhr abends mit der Darstellung von Phosphor aus Knochen, die er beim Fleischer gekauft, beschäftigt war, und wie die dabei gewonnene Menge von 60 Gramm Phosphor noch lange Jahre im Laboratorium aufbewahrt wurde, oder wie Pasteur ein Tuch, das er einst Dumas beim Darstellen fester Kohlensäure lieh, und dessen Versuch er sogleich zu Hause wiederholte, noch heute verehrend aufbewahrt. Von großem Einfluß scheint auf Pasteur ein anderer Professor der "Ecole normale", Delafosse, der Schüler und Nachfolger des berühmten Mineralogen und Krystallographen Hauy, gewesen zu sein, welcher ihn zum Nachdenken über die Geheimnisse der Krystallbjldung und der Mole-1\* ') Aus der "Deutschen Rundschau" vom 1. Oktober 1891. ') Aus der "Deutschen Rundschau" November 1891. ') Aus der "Neuen Freien Presse\* am 13. Oktober 1891: ') Aus der "Neuen Freien Presse" vom 8. Mai 1894. 9\* ') Aus der »Neuen Freien Presse" vom 28. August 1895.
Die Reihe publiziert Originalarbeiten zur Beschreibung und theoretischen Analyse der Struktur natürlicher Sprachen. Schwerpunkt sind die Prinzipien und Regeln der grammatischen und lexikalischen Kenntnis sowohl unter einzelsprachlichen wie unter sprachvergleichenden Gesichtspunkten. Abgedeckt werden alle systematischen Bereiche der Sprachwissenschaft, insbesondere Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik und Pragmatik, unter Einbeziehung von Aspekten des Spracherwerbs, des Sprachwandels, der Sprachverwendung und der phonetischen und neuronalen Realisierung.
Vorwort Inhalts-Verzeichnis Louis Pasteur Hermann von Helmholtz Rudolf Yirchow Emil Du Bois-Reymond Ein Titanen-Jubiläum Die Medizin bei Ibsen Die Natur der Gemütsbewegungen Gemütsbewegungen und Seelenkunde Pithecanthropus erectus Bei den Ahnen der Säugetiere Im Weltteile der lebenden Fossilien Hundert Jahre Schutzpocken-Impfung Der Mensch in grossen Höhen Der Mensch in den grössten Höhen