Archiv für Geflügelzucht und Kleintierkunde: Band 13, Heft 6
معرفی کتاب «Archiv für Geflügelzucht und Kleintierkunde: Band 13, Heft 6» نوشتهٔ Deutsche Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin; Kurt Gbuhn; Arno Hennig; Fritz Häselek; Dagmak Mulsow; Elisabeth Urban، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2022. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
## Problemstellung Die Kunstbrut beim Hausgeflügel gewann in den letzten Jahrzehnten mit Steigen der Tierbestände und dem Einsetzen einer umfangreichen Zuchtarbeit stetig an Bedeutung. Im Zuge dieser Entwicklung wurde die Forschungstätigkeit im besonderen auf Probleme im Zusammenhang mit der Kunstbrut gerichtet. Im Vordergrund standen Untersuchungen über die einzelnen Brutfaktoren mit dem Bemühen, unter den Bedingungen der künstlichen Erbrütung von Eiern die gleich guten Schlupfergebnisse wie in der Naturbrut zu erreichen. Fragen, die Entwicklung des Embryos betreffend, traten in gleicher Weise in den Vordergrund. Einem Problem dieses Gesamtkomplexes Embryo-Kunstbrut, der Entwicklung der Embryonalorgane Allantois und Amnion im Zusammenhang mit der Weißeiaufnahme des Embryos, wurde jedoch wenig Bedeutung beigemessen. Während über die Entwicklung der genannten Embryonalhüllen viel veröffentlichtes Material vorliegt, wurden die funktionellen Zusammenhänge von Allantois und Amnion bei der Ernährung des Embryos erst in jüngster Zeit bekannt. Neben den anderen Funktionen schrieb man der Allantois eine weitere Fähigkeit zu, mittels des ausgedehnten Blutsystems für die Weißeiaufnahme verantwortlich zu sein. Dagegen sah man die einzige Bedeutung der Amnionhülle darin, den Embryo vor schädigenden Einflüssen zu schützen. Eine aktive Aufgabe im Stoffwechsel wurde der Amnionhülle mit der in ihr befindlichen Flüssigkeit nicht zuerkannt. Der Prozeß der Weißeiaufnahme wurde bis dahin nur im Zusammenhang mit der Ausbildung der Allantois gesehen, obgleich keine exakten Untersuchungen dies bewiesen hatten. Die Allantois umkleidet das Weißei und bildet den Eiweißsack. So war es selbstverständlich, daß sie auch für die Überführung des Weißeies in den Embryo in Frage kam. Bis zur Veröffentlichung der Arbeiten von WIT-SCHI[77] 1949 undRAGOSiNA[50,51] 1950/51 dominierte die alte 1889 vonDuvAL [6] aufgestellte Theorie. Darin wird von einer Weißeiresorption durch die seröse Hülle der Allantois und über eine Aufnahme durch den Dottersack gesprochen. Obgleich unter anderem HIBOTA [17], FÜLLEBOBN [14] und SCHAUINSLAND [59] eine Verbindung zwischen Eiweißsack und Amnionhülle den Amnion-Serosa-Ka-1 Jetzt Institut für Geflügelzucht Rottenau der Deutschen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin 2 Auszug aus der gleichnamigen Dissertation, Landwirtschaftliche Fakultfit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 1962 20\* 300 URBAN, Ausbildung der Allantoia und Schlupffähigkeit bef der Brut von Enteneiern der Entwicklung des Hühnerembryos werden die morphologischen Voraussetzungen für diesen Vorgang gekennzeichnet. RAGoSINA [51] veröffentlichte 1955 eine weitere Arbeit, die sich speziell mit dem Einfluß des Eiweißschluckens auf die Entwicklung des Verdauungstraktes der Spiegelente befaßt. Die genannte Abhandlung bildet zugleich die Ausgangsbasis für die vorliegenden Untersuchungen. In Anlehnung an die von RAGOSINA [51] durchgeführten physikalischen Untersuchungen in der Entenembryologie schien es angezeigt, diese Darlegungen über die Ausbildung der Allantois und des Amnions sowie die Aufnahme des Weißeies mit ihren ursächlichen Zusammenhängen unter den hier vorliegenden Bedingungen darzustellen und zu vergleichen. Dieser Gedanke resultierte aus der Tatsache, daß, allein durch unterschiedliches Versuchsmaterial bedingt, abweichende Schlußfolgerungen gezogen werden können. Die hier darzulegenden Untersuchungen wurden nach den Methoden von SCHKL-JAR [62] und RAGOSINA [50, 51] durchgeführt. Sie begannen beim 24stündig bebrüteten Ei und endeten mit dem Schlupf nach 27% Bruttagen. Insgesamt standen 260 Enteneier für diese Beobachtung zur Verfügung. Das Hauptaugenmerk richtete sich auf die Entwicklung der beiden Embryonalorgane Allantois und Amnion. Daneben wurde der Ausbildung des Eiweißsackes, des Amnion-Serosa-Kanals sowie dem Abschlucken des Weißeies durch den Embryo besondere Aufmerksamkeit gewidmet. 3.1. Ausbildung der Allantois Der Zeitraum, in dem die Allantois den Raum unter den Eihäuten vollständig auskleidet und somit den gesamten Eiinhalt in sich birgt, wird von RAGOSINA [51] für den 14. Bruttag angegeben und ist bei allen Eiern mit dem 17. Tag abgeschlossen. In den vorliegenden Beobachtungen konnten bereits am 13. Bruttag Enteneier mit einer geschlossenen Allantois und einem vollständig ausgebildeten Eiweißsack registriert werden. Mit dem 16. Tag gilt der Prozeß der. Entwicklung der Allantois als abgeschlossen. 3.2. Übertritt des Weißeies in die Amnionhöhle In einem engen Zusammenhang mit dem Schließungsprozeß der Allantois und der Eiweißsackausbildung steht auch der Eintritt des Weißeies in die Amnionhülle über den Serosa-Amnion-Kanal. Nach Auswertung der Untersuchungen wird der Übergang des Weißeies am 17. Bruttag eingeleitet, zur gleichen Zeit muß zwangsläufig die Menge des Weißeies in der Amnionhülle ansteigen. Als Höhepunkt weist sich der 19. Bruttag aus. Zu diesem Zeitpunkt ist das Weißei aus dem Eiweißsack vollständig in die Flüssigkeit des Amnions übergetreten. Das aktive Abschlucken der eiweißhaltigen Flüssigkeit durch den Embryo erreicht am 20. Bruttag ebenfalls seinen Höhepunkt, um am 23. Tag beendet zu sein. Chemische Untersuchungen der Amnionflüssigkeit und Allantois, die zur Ergänzung vorgenommen wurden, bestätigen die Angaben. Die zeitlich frühere Schließung der Allantois sowie der Eintritt des Weißeies in die Amnionflüssigkeit und damit verbunden die absolute Steigerung der Flüssigkeitsmenge konnte 1-2 Tage früher festgestellt werden als bei RAGOSINA [51] Archiv für Geflügelzucht und Kleintierkunde, 13. Band, Heft 6, 1964 301 angegeben. Aus einer Gegenüberstellung ergibt sich, daß die Ursachen eher in unterschiedlichen Kunstbrutbedingungen sowie im Eimaterial zu suchen sind. Grundsätzliche Differenzen im Entwicklungsrhythmus der Entenembryonen liegen nach meiner Meinung nicht vor. 3.3. Beziehung zwischen Weißeiaufnähme und Dottersackeinziehung Nach den Darlegungen von RAGOSINA [51] ist das Entenküken erst dann in der Lage, den Dottersack vollständig in die Bauchhöhle einzuziehen, wenn das gesamte Weißei aufgebraucht ist. Diese Angaben können jedoch nicht im vollen Umfang bestätigt werden. Nach den Ausführungen von RAGOSINA [51] muß man schlußfolgern, daß bei jeder gestörten Weißeiaufnahme das Küken nicht in der Lage ist, den Dottersack einzuziehen und in der Folge züm Absterben gezwungen wird. Hier ist eine Einschränkung vorzunehmen. Küken mit geringeren unverbrauchten Weißeiresten können bei sonst normaler Entwicklung zum Schlupf kommen. Sie weisen bei eingezogenem Dottersack ein geringeres Endgewicht, verminderte Vitalität und durch die Reste des Eiweißes ein verklebtes Dunengefieder auf. Solche Küken sind bei der Kunstbrut nicht selten anzutreffen. Steht dem sich entwickelnden Embryo jedoch, durch größere Störungen bedingt, wenig Weißei zur Verfügung, verlangsamt sich das Wachstum, und das Küken stirbt kurz vor oder während des Schlupfes ab. Bei diesen Tieren findet man häufig einen teilweise oder nicht eingezogenen Dottersack, in Einzelfällen kann trotz der starken Entwicklungsstörungen der Dottersack eingezogen werden, jedoch ist das Küken lebensunfähig und bleibt ebenfalls im Ei stecken. 4. Untersuchungen zur Klärung der Beziehungen zwischen der Ausbildung der Allantois und der Weißeiaufnahme des Entenembryos 4.1. Untersuchungen der steckengebliebenen Entenküken Die Entenbrutergebnisse im Institut für Geflügelwirtschaft "Merbitz", dargestellt in Tab. 1, befriedigten in der Saison 1957 in keinem Fall ;vonll883 Eiern schlüpften nur 45,48 v. H. der eingelegten und 52,66 v. H. der befruchteten Eier. Die Eier Wurden bei ömaliger Wendung auf dem spitzen Pol stehend bebrütet. Um die Ursache der mangelhaften Ergebnisse zu erfassen, wurden von Februar bis Juli sämtliche steckengebliebenen Entenküken untersucht. 81,35 v. H. des gesamten Materials zeigten in der Eischale noch größere oder kleinere Mengen unverbrauchten Weißeies. Es besteht die Tendenz, daß der Anteil der Eier mit Weißeiresten mit fortschreitender Jahreszeit zunimmt. Die Ausbildung der Allantois war bei den Eiern mit Weißeiresten unvollständig, dies führte zu einer starken Entwicklungsdepression und dem Tod des Kükens. Im Gegensatz zu den von RAGOSINA [51] gemachten Ausführungen fanden sich bei den Steckenbleibern mit Weißeiresten Küken, die den Dottersack vollständig eingezogen hatten. Jedoch war in dieser Gruppe der Weißeianteil geringer. Demnach ist eine Abstufung der Befunde wie folgt vorzunehmen. Bei einer geringen Störung der Weißeiaufnahme des Embryos kann die Entwicklung durch Einziehung des Dottersackes weiter voranschreiten, dagegen bei einer starken Störung des Prozesses wird die Entwicklung zögernd Inhalt Zusammenhänge zwischen Ausbildung der Allantois, der Weißeiaufnahme und der Schlupffähigkeit bei der Brut von Enteneiern Untersuchungen über Schlachtleistungen bei Pekingenten und -erpeln (amerikanischer Zuchtrichtung) Vergleichende Untersuchungen über die Wirkung eines Zusatzes von a-Aminobuttersäure, Oxytetracyclin und Penicillin zum Kükenmastfutter Ein Beitrag zur Methodik der Ausschlachtung von Jungmastgeflügel Buchbesprechungen
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