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Aquatische Erkenntnisräume im poetischen Realismus : Zur Kultur- und Motivgeschichte des Wassers

معرفی کتاب «Aquatische Erkenntnisräume im poetischen Realismus : Zur Kultur- und Motivgeschichte des Wassers» نوشتهٔ Ann-Kristin Haude; J.-B.-Metzlersche Verlagsbuchhandlung und Carl-Ernst-Poeschel-Verlag، منتشرشده توسط نشر J.B. Metzler در سال 2019. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Ann-Kristin Haude spürt hier der Komplexität des Wasserraums nach, indem sie 14 Prosatexte aus der deutschsprachigen Literatur der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit der Zielsetzung untersucht, die literarische Architektur der Relationierung zwischen Wasserräumen und Wahrnehmung, Erkenntnis und Wissen zu konkretisieren. Die Analysen dokumentieren, dass sich der erkenntnistheoretische Wandel vom Idealismus zum Positivismus an Wasserräumen zeigt. Zugleich konturiert die Arbeit den Wasserraum als einen Chronotopos und liefert einen Beitrag zur im Medium der Literatur konstruierten Kultur- und Motivgeschichte des Wassers. Inhaltsverzeichnis 6 Siglen 11 1 Einleitung 12 1.1 Inspirationsquellen und initialer Kontextualisierungsfluss 12 1.2 Aufbau und Struktur der Forschungsarbeit 26 1.3 Pluridiskursive Blicke auf naturwissenschaftliche Charakteristika des Wassers 37 1.4 Forschungsstand: Wasser im Raum – Wasser und Raum 48 1.5 Prämissen und methodologische Überlegungen 79 1.5.1 Der spatial turn als literaturwissenschaftliche Analysemethode 84 1.5.2 Wasserlandschaft: Landschaft als Wahrnehmungs- und Erkenntnisparadigma 97 1.5.3 Wissenspoetologie: Reziprozität von Literatur, Erkenntnisphilosophie und Wissenschaftsgeschichte 119 2 Wasser-Narrationen: Motivische Erkundungen auf dem Weg zu einer Literaturgeschichte der aquatischen Erkenntnis 129 2.1 Wasser als erstes philosophisches Erkenntnisprinzip: Entstehen und Vergehen 130 2.2 Modi des Erkennens und Wahrnehmens – Wasserdynamiken: Das Heraklitsche pánta rheí – Prozessualität, Wandel und vanitas 141 2.3 Genderkodierte Erkenntnisgrenzen: Wasserfrauen und (Erkenntnis-) Restriktionen 144 2.4 Erkunden und Erkennen des ‚Äußeren‘: Auf und über das Meer hinaus 167 2.4.1 Jules Michelet: La mer (1861) 178 2.4.2 Aquatische Fortbewegungsmittel und erkenntnistheoretischer Schiffbruch 181 2.4.3 Aquatische (Meeres-)Metaphern in erkenntnistheoretischen Überlegungen des 19. Jahrhunderts 187 2.5 Erkunden und Erkennen des ‚Inneren‘: Psyche und Unbewusstes 200 2.6 Letale Subjekterkenntnis und Selbstliebe: Der Narzissmythos 206 3 Prosa des poetischen Realismus: Aquatische Verhandlungsräume von Wahrnehmung, Erkenntnis und Wissen 217 3.1 Der See-Raum: Erkenntnisgrenzen und Bedrohungen für physis und psyche 220 3.1.1 Stifters Der Hochwald (1841): Ein magischer See im Bann von Licht und Dunkelheit, Liebe und Zerstörung, Mythos und Naturwissenschaft 221 3.1.1.1 Novelleninitiation. Antagonistische Wasserszenarien als Präfiguration von Erkenntnisordnungen 231 3.1.1.2 (Wasser-)Farbenpoetik: Blau – Schwarz – Dunkel – Klar – Schimmernd 236 3.1.1.3 Visuelle Wahrnehmung und Erkenntnis: Fernrohr – Modi der Orientierung und Erkenntnis im Innen- und Außenraum 238 3.1.1.4 Seenlandschaft und Mythologie 246 3.1.1.5 Schlussfolgerung. Wissensordnungen an der (Epochen-)Schwelle 254 3.1.2 Storms Immensee (1849): Der See als Ort der gefahrvollen Selbsterkenntnis 259 3.1.2.1 Intensivierte Sinneswahrnehmungen im Wald- und Seeraum 268 3.1.2.2 Wald und See: Lebensentwürfe zwischen Künstler- und Unternehmertum 274 3.1.2.3 Kontrastive Frauenfiguren: Elisabeth und das Zithermädchen – der (rurale) See und das Urbane 285 3.1.2.4 Wasserfrau und Wasserlilie: Varianten romantischer Motive 287 3.1.3 Storms Aquis submersus (1876): Theologische und sexuelle (Erkenntnis-)Gewässer 296 3.1.3.1 Einleitung: Verortung und Orientierung am Meer 300 3.1.3.2 Sexuelle Gewässer: Die rauschende Liebesnacht von Johannes und Katharina 303 3.1.3.3 Theologische Wassersemantiken und tödliche Erkenntnis- und Identitätsgewässer 306 3.1.3.4 Disputable rhetorische Wasserrätsel 312 3.1.4 Fontanes Schach von Wuthenow. Erzählungen aus der Zeit des Regiments Gensdarmes (1882) – Spiegelung als Konstruktionsprinzip der Narration 314 3.1.4.1 Ästhetik der Oberfläche I: Die Reflexion des Gesellschaftlichen im Individuellen 317 3.1.4.2 Ästhetik der Oberfläche II: Tödliche Reflexionen des Individuums am See 319 3.1.4.3 Exkurs: Exemplarische Einblicke in die aquatischen Landschaften der Wanderungen durch die Mark Brandenburg 324 3.2 Der Bach- und Flussraum: Vorübergehendes, Sich-Entwickelndes und Sich-Übertragendes 333 3.2.1 Stifters Der arme Wohlthäter. (1847): Zwischen psychologischem und theologischem Erkenntnis- und Offenbarungsraum 335 3.2.1.1 Differente Erkenntniswege: Pfarrer und Landvermesser 345 3.2.1.2 Flussqualitäten: Wege der (Gottes-)Erkenntnis 351 3.2.1.3 Gewitter als meteorologisches Initiationsmoment für figurale Erkenntniswege 354 3.2.1.4 Der Fluss als Raum des Wissens- und Erkenntnistransfers 358 3.2.1.5 Schuld und Sühne: Wasser und Weiß 359 3.2.1.6 Stifters Sanftes Gesetz: Pfarrer und Landschaft 366 3.2.1.7 Exemplarischer Vergleich I: Romantik – Poetischer Realismus: Wasser als Transzendenzraum: Grillparzers Der arme Spielmann und Stifters Der arme Wohlthäter 374 3.2.2 Raabes Die Innerste. Erzählung (1874): (Wissens-)Ordnungen am Fluss – (Wissens-)Ordnungen im Fluss 384 3.2.2.1 Einleitung. Fluvialer Raum als narratives und semantisches Organisationszentrum 385 3.2.2.2 Fluviale Semiotik: Rätsel und Prophetie 396 3.2.2.3 Flusslandschaft und Wasserfrauen: Wissen und Tod 404 3.2.2.4 Schlussfolgerung. Aufklärung und Einbrüche des Mythischen 413 3.2.3 Fontanes Grete Minde (1879): Hoffnungsschimmernde Fluss-Floß-Flucht- Erkenntnisse 417 3.2.3.1 Grete: Eine liminale Figur zwischen Wasser und Feuer 422 3.2.3.2 Wald und Flusslauf: Des-/Orientierung und Sexualität/Liebe 428 3.2.3.3 Fluss und Floß: Liminale aquatische Heterotopie und idyllische Rauminszenierungen vor und während der Flucht 432 3.2.4 Fontanes Irrungen, Wirrungen (1887): Resignative Erkenntnisstrukturen 436 3.2.4.1 Antagonistische (Wasser-)Raumstrukturen und die vorbeirauschende vanitas der Liebe 440 3.2.4.2 Ephemere und destabilisierende (Wasser-)Begegnungen 447 3.2.4.3 Hankels Ablage: Liebesgeständnis und Desillusionierung 450 3.2.4.4 Dualistische Wasserfrauen: Lene und Käthe 454 3.2.4.5 Schlussfolgerung. Botho und Lene: Problematische rhetorische und visuelle Erkenntniswege 462 3.2.4.6 Exkurs: Das Fontanesche Wasserfrauen-/Melusinen-Narrativ 467 3.3 Der Meer-Raum: Destruktion, Aufklärung und Reorganisation 477 3.3.1 Spielhagens Sturmflut (1877): Der Schiffbruch als rezeptionsästhetisches Erkenntnismodell 480 3.3.1.1 Meer und Festland – Figurenspezifische Wahrnehmungsmodelle 488 3.3.1.2 Wasser, Mammon, Lust und Begehren – Rhetorische Inflation der Fluten 490 3.3.1.3 Schiffbruch: Geschlossene Romanstruktur 496 3.3.1.4 Erkenntnispolaritäten: Wissenschaftliche Prognostik und Spekulation 497 3.3.2 Storms Der Schimmelreiter (1888): Erkenntnis- und Wissensformationen zwischen Aberglauben und ingenieurwissenschaftlicher Deichbaukunst 502 3.3.2.1 Einleitung. Visuelle und auditive Wahrnehmung: Flut der Augen – Stille und Geräuschkulisse 511 3.3.2.2 Dualistische Raum- und Beobachtungsdistinktionen: Diesseits und jenseits des Deiches 522 3.3.2.3 Gegenderte Naturwahrnehmung und gegenderte Erkenntnisstrategien 525 3.3.2.4 Schlussfolgerung. Allmachtsansprüche naturwissenschaftlicher Erkenntnismuster – Die gescheiterte Bändigung der Nordsee 530 3.3.3 Fontanes Unwiederbringlich (1891): Das Meer als Katalysator von Dekomposition und Dissolution 537 3.3.3.1 Einleitung. Antagonistische Wasser-, Gesellschafts- und Eheordnungen 541 3.3.3.2 Defizitäre Erkenntnis: Holks Homerische Irrfahrt zwischen Holkenäs und Dänemark 547 3.3.3.3 Ebba von Rosenberg: Eine moderne Variante der Sirene 553 3.3.3.4 Christine: Die verschmähte Wasserfrau und der männliche Grenzübertritt 557 3.4 Exzeptionelle Wasserformationen: Aquatische Räume als Bindeglieder und Hindernisse 561 3.4.1 Stifters Der heilige Abend. (1845): Eine Narration über die Möglichkeiten und Grenzen menschlicher Erkenntnis 562 3.4.1.1 Einleitung. Antagonistische Raumnarrative: Dörfer und Wald- und Seenlandschaft vs. Gebirgs- und Eislandschaft 566 3.4.1.2 Sinneswahrnehmung: Die Priorität des Visuellen und Auditiven 569 3.4.1.3 Ästhetik des Glazialen: Schönheit, Bedrohung und Rettung 570 3.4.1.4 Exemplarischer Vergleich II: Poetischer Realismus und Moderne: Stifters Der heilige Abend und die ‚Schneeepisode‘ aus T. Manns Der Zauberberg (1924) 575 3.4.2 Stifters Nachkommenschaften. (1864): Moor und Genealogie – Narrationen über Stagnation, Sukzession und Streben 595 3.4.2.1 I. Ästhetische Überlegungen am Moor: Die Relation zwischen Kunst und Wirklichkeit 597 3.4.2.2 II. Biologische Überlegungen am Moor: Moor und Genealogie – Bilder des Fließend-Bewahrenden und der Extinktion 602 3.4.2.3 Susanna – Ein Kontrapunkt zur Muse und zur Wasserfrau 605 3.4.3 Fontanes Der Stechlin (1899): Ein märkischer See als polyvalentes aquatisches Raum-Konnektiv 606 3.4.3.1 Wassersemantik: Gesprächsfluss, rhetorische Fontänen und ein See von Ambiguitäten 615 3.4.3.2 Fontänen-Dynamik I: Kommunikationsmedium zwischen Lokalem und Globalem, Klausur und urbanem Mundus 618 3.4.3.3 Fontänen-Dynamik II: Aufstieg und Fall – Zwischen Kulturpessimismus und Fortschrittsoptimismus 625 3.4.3.4 Melusine: Bedrohung durch eine intellektuelle Sirene 628 4 Resümee zu einem Versuch einer narrativen Wasserpoetik für den poetischen Realismus 635 Literaturverzeichnis 649 Primärliteratur 649 Sekundärliteratur 666 Front Matter ....Pages I-XIII Einleitung (Ann-Kristin Haude)....Pages 1-117 Wasser-Narrationen: Motivische Erkundungen auf dem Weg zu einer Literaturgeschichte der aquatischen Erkenntnis (Ann-Kristin Haude)....Pages 119-206 Prosa des poetischen Realismus: Aquatische Verhandlungsräume von Wahrnehmung, Erkenntnis und Wissen (Ann-Kristin Haude)....Pages 207-624 Resümee zu einem Versuch einer narrativen Wasserpoetik für den poetischen Realismus (Ann-Kristin Haude)....Pages 625-638 Back Matter ....Pages 639-700 Ann-Kristin Haude spurt hier der Komplexitat des Wasserraums nach, indem sie 14 Prosatexte aus der deutschsprachigen Literatur der zweiten Halfte des 19. Jahrhunderts mit der Zielsetzung untersucht, die literarische Architektur der Relationierung zwischen Wasserraumen und Wahrnehmung, Erkenntnis und Wissen zu konkretisieren.
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