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Apologien der Lust : Zum Diskurs der Sinnlichkeit in der Lyrik Hoffmannswaldaus und seiner Zeitgenossen mit Blick auf die antike Tradition

معرفی کتاب «Apologien der Lust : Zum Diskurs der Sinnlichkeit in der Lyrik Hoffmannswaldaus und seiner Zeitgenossen mit Blick auf die antike Tradition» نوشتهٔ Fröhlich, Harry، منتشرشده توسط نشر Max Niemeyer Verlag در سال 2005. این کتاب در 6 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Instead of appealing to theory-formation and abstract classification, this study consciously uses close text analysis to examine secular German baroque poetry from a specifically problem-oriented viewpoint. Sensuality as a problem: the literature of antiquity agonized over the impact of __eros__ in a way that was hardly any less soul-searching than that of later Christianity. Authors like Opitz, Fleming, Zesen, Stieler, and above all Hoffmannswaldau take their bearings from this tradition, essaying in their erotic texts a discourse on sensuality that goes beyond the __musa iocosa__ to adumbrate positions represented in the early Enlightenment.

Der erotischen Lyrik des Barock haftet das Etikett der "Musa iocosa" an: scherzhaft-rhetorische Gebilde ohne anderen Welt- und Subjektbezug als den der höfischen Unterhaltung. Die Studie versucht, dieses Urteil zu differenzieren, wenn nicht zu widerlegen, indem sie in Gedichten von Opitz, Fleming, Zesen, Stieler und vor allem Hoffmannswaldau einen ausgeprägten Diskurs der traditionell problematischen Sinnlichkeit erkennt. Im Rahmen der Systeme von Rhetorik, Poetik und Ethik wird der Einzeltext intensiv daraufhin befragt, wie sich im normativen Rahmen dessen Diskussion und Veränderung vorsichtig vollzieht und wie die Autoren nicht nur ihre Sprachartistik ausstellen, sondern auch einen Einspruch gegen eine sinnlichkeitsfeindliche Anthropologie und Theologie zur Sprache bringen, der nirgendwo sonst artikulierbar gewesen wäre. Besondere Aufmerksamkeit wird Hoffmannswaldaus »Vermischten Gedichten« gewidmet, wobei die Aporie der Pendantgedichte »Die Wollust« und »Die Tugend« gelöst wird. Die Lyrik Hoffmannswaldaus und seiner Zeitgenossen weist über das Ästhetische wie Erotische hinaus auf Positionen der Frühaufklärung, ohne schon zu gelingenden Synthesen ihrer Widersprüche zu gelangen. Erst allerdings von der gesicherten Basis der antiken Tradition aus lässt sich bestimmen, welche Problembestände Eros und Aphrodite an die Frühe Neuzeit weitergereicht haben.

Inhalt I. Einleitung 1. Der Forschungsstand 2. Die Methode 3. Gang der Untersuchung II. Die antike Tradition erotischer Lyrik 1. Zur Einführung 2. Aphrodite und Eros – Venus und Amor: Antike Liebeskonzeptionen 3. Die griechische Philosophie 4. Die archaische Poesie 5. Die klassische Tragödie 6. Die hellenistische Literatur 7. Römische Liebesdichtung I: Catull und Horaz 8. Römische Liebesdichtung II: Die Elegiker Properz, Tibull und Ovid 9. Die Satire des Petronius und priapeische Dichtungen 10. Die Anthologia Graeca und die Anakreonteen 11. Die christliche Spätantike 12. Zusammenfassung und Ergebnisse III. Barocker Eros i: Vergnügung in unvergnügter Zeit. Opitz – Fleming – Zesen – Stieler 1. Martin Opitz: »damit die böse Zeit nun würde hingebracht« 2. Paul Fleming: »was nicht last sagen sich« 3. Philipp von Zesen: »was uns dampf antuht« 4. Kaspar Stieler: »in Fühlen nur alleine...« 5. Ergebnisse IV. Barocker Eros 2: Von der Schönheit der ›Frau Welt Dame Poesie‹ 1. Zur Einführung 2. Die Vermischten Gedichte: »es wird kein Mensch sich recht entmenschen können« 3. Die Wollust – Die Tugend: »der Menschen höchstes Guth« 4. Die erotischen Gedichte: »was spielen wir doch nicht in des gemüthes schrancken?« 5. Abschließende Überlegungen Literaturverzeichnis Main description: Instead of appealing to theory-formation and abstract classification, this study consciously uses close text analysis to examine secular German baroque poetry from a specifically problem-oriented viewpoint. Sensuality as a problem: the literature of antiquity agonized over the impact of eros in a way that was hardly any less soul-searching than that of later Christianity. Authors like Opitz, Fleming, Zesen, Stieler, and above all Hoffmannswaldau take their bearings from this tradition, essaying in their erotic texts a discourse on sensuality that goes beyond the musa iocosa to adumbrate positions represented in the early Enlightenment
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