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Anthropologie und Schauspielkunst: Studien zur >eloquentia corporis< im 18. Jahrhundert

معرفی کتاب «Anthropologie und Schauspielkunst: Studien zur >eloquentia corporis< im 18. Jahrhundert» نوشتهٔ Kosenina, Alexander، منتشرشده توسط نشر Max Niemeyer Verlag در سال 2012. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

This study presents a conceptual history of body-language in four different areas of the human sciences: 1. the system of rhetoric, 2. the doctrines of practical philosophy and social behaviour, 3. theories explaining the interaction of soul and body (anthropology), and finally, pragmatic approaches to theatrical acting. The focus of this interdisciplinary study is the connection between the language of gesture and its psychological foundations in the nascent discipline of anthropology. This investigation aims at the foundation of a hermeneutics of body-language, which provides a new understanding of drama. From this perspective, plays of Gerstenberg, Iffland, Klinger, Kotzebue, Lessing and Schiller are interpreted not simply as texts, but in the context of theatrical representation and the 'second language' of man, that of mime and gesture.

Die Forschungsrichtung der literarischen Anthropologie hat sich bislang auf die Liaison psychologischer Menschenkunde mit der Poetik der inneren Geschichte in Roman und Autobiographie konzentriert. Die vorliegende Arbeit ergänzt diese Tradition um eine neu begründete anthropologische Dramaturgie, Histrionik und Theaterhermeneutik. Körpersprache als ein mit den Worten konkurrierendes Ausdruckssystem wird zunächst historisch aus den Disziplinen der Rhetorik (actio-Lehre), der prudentistischen Verhaltenslehre (Kunst der Verstellung und Dechiffrierung), der philosophisch-medizinischen Anthropologie (Wechselwirkung zwischen Seele und Körper) sowie Theorien der Schauspielkunst (Naturwahrheit aufgrund psychologischer Menschenkenntnis) entwickelt. Dabei zeigt sich, daß die neue Psychologie der 'philosophischen Ärzte' in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zunehmend von Schauspiellehrern aufgegriffen und praktisch angewendet wird. Entsprechend zielt die Studie im zweiten Teil auf die Ausdruckspsychologie von Mienen und Gebärden als Bindeglied zwischen der dichterischen Gestaltung und der Theateraufführung. Dies geschieht im Anschluß an die quellenorientierte Konzeptgeschichte in sechs exemplarischen Interpretationen von Dramen Gerstenbergs, Ifflands, Klingers, Kotzebues, Lessings und Schillers. Hier wird eine Hermeneutik der Körpersprache erprobt, die den meist auf Texte fixierten Blick der Literaturwissenschaftler um die Perspektive der Theaterzuschauer erweitert. Denn erst durch Einbeziehung der historisch rekonstruierten oder durch Leser imaginierten Repräsentation auf der Bühne entfalten die vorgestellten Stücke - wie die meisten Dramen überhaupt - ihre eigentümliche künstlerische Qualität und Bedeutung.

Die Forschungsrichtung der literarischen Anthropologie hat sich bislang auf die Liaison psychologischer Menschenkunde mit der Poetik der inneren Geschichte in Roman und Autobiographie konzentriert. Die vorliegende Arbeit erg�anzt diese Tradition um eine neu begr�undete anthropologische Dramaturgie, Histrionik und Theaterhermeneutik. K�orpersprache als ein mit den Worten konkurrierendes Ausdruckssystem wird zun�achst historisch aus den Disziplinen der Rhetorik (actio-Lehre), der prudentistischen Verhaltenslehre (Kunst der Verstellung und Dechiffrierung), der philosophisch-medizinischen Anthropologie (Wechselwirkung zwischen Seele und K�orper) sowie Theorien der Schauspielkunst (Naturwahrheit aufgrund psychologischer Menschenkenntnis) entwickelt. Dabei zeigt sich, da� die neue Psychologie der 'philosophischen �Arzte' in der zweiten H�alfte des 18. Jahrhunderts zunehmend von Schauspiellehrern aufgegriffen und praktisch angewendet wird. 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Die vorliegende Arbeit ergänzt diese Tradition um eine neu begründete anthropologische Dramaturgie, Histrionik und Theaterhermeneutik. Körpersprache als ein mit den Worten konkurrierendes Ausdruckssystem wird zunächst historisch aus den Disziplinen der Rhetorik (actio-Lehre), der prudentistischen Verhaltenslehre (Kunst der Verstellung und Dechiffrierung), der philosophisch-medizinischen Anthropologie (Wechselwirkung zwischen Seele und Körper) sowie Theorien der Schauspielkunst (Naturwahrheit aufgrund psychologischer Menschenkenntnis) entwickelt. Dabei zeigt sich, daß die neue Psychologie der 'philosophischen Ärzte' in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zunehmend von Schauspiellehrern aufgegriffen und praktisch angewendet wird. Entsprechend zielt die Studie im zweiten Teil auf die Ausdruckspsychologie von Mienen und Gebärden als Bindeglied zwischen der dichterischen Gestaltung und der Theateraufführung. Dies geschieht im Anschluß an die quellenorientierte Konzeptgeschichte in sechs exemplarischen Interpretationen von Dramen Gerstenbergs, Ifflands, Klingers, Kotzebues, Lessings und Schillers. Hier wird eine Hermeneutik der Körpersprache erprobt, die den meist auf Texte fixierten Blick der Literaturwissenschaftler um die Perspektive der Theaterzuschauer erweitert. Denn erst durch Einbeziehung der historisch rekonstruierten oder durch Leser imaginierten Repräsentation auf der Bühne entfalten die vorgestellten Stücke - wie die meisten Dramen überhaupt - ihre eigentümliche künstlerische Qualität und Bedeutung Die Forschungsrichtung der literarischen Anthropologie hat sich bislang auf die Liaison psychologischer Menschenkunde mit der Poetik der inneren Geschichte in Roman und Autobiographie konzentriert. Die vorliegende Arbeit ergänzt diese Tradition um eine neu begründete anthropologische Dramaturgie, Histrionik und Theaterhermeneutik. Körpersprache als ein mit den Worten konkurrierendes Ausdruckssystem wird zunächst historisch aus den Disziplinen der Rhetorik ( actio -Lehre), der prudentistischen Verhaltenslehre (Kunst der Verstellung und Dechiffrierung), der philosophisch-medizinischen Anthropologie (Wechselwirkung zwischen Seele und Körper) sowie Theorien der Schauspielkunst (Naturwahrheit aufgrund psychologischer Menschenkenntnis) entwickelt. Dabei zeigt sich, daß die neue Psychologie der 'philosophischen Ärzte' in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zunehmend von Schauspiellehrern aufgegriffen und praktisch angewendet wird. Entsprechend zielt die Studie im zweiten Teil auf die Ausdruckspsychologie von Mienen und Gebärden als Bindeglied zwischen der dichterischen Gestaltung und der Theateraufführung. Dies geschieht im Anschluß an die quellenorientierte Konzeptgeschichte in sechs exemplarischen Interpretationen von Dramen Gerstenbergs, Ifflands, Klingers, Kotzebues, Lessings und Schillers. Hier wird eine Hermeneutik der Körpersprache erprobt, die den meist auf Texte fixierten Blick der Literaturwissenschaftler um die Perspektive der Theaterzuschauer erweitert. Denn erst durch Einbeziehung der historisch rekonstruierten oder durch Leser imaginierten Repräsentation auf der Bühne entfalten die vorgestellten Stücke - wie die meisten Dramen überhaupt - ihre eigentümliche künstlerische Qualität und Bedeutung. Einführung in den Zusammenhang von Anthropologie und Schauspielkunst ERSTER TEIL: Theorie und Geschichte der eloquentia corporis 1. »Ach! dein Mund sagt nein; und deine eignen Thränen sagen ja«: Rhetorik der Körpersprache und Schauspielkunst 2. »Du wirst ihre ganze Seele in ihrem Gesichte lesen«: Körperliche Beredsamkeit und Verstellungskunst in der Klugheitslehre 3. »Was seh’ ich, Lady? Sie haben sich entfärbt? Sie zittern?« Die anthropologische Neubegründung der eloquentia corporis 4. »Diese Hand hängt wie todt an der betäubten Seite«: Die Entwicklung der neuen psychologisierenden Schauspielkunst 5. Johann Jakob Engels Ausdruckspsychologie in den ›Ideen zu einer Mimik‹ und ihre Wirkung ZWEITER TEIL: Drameninterpretationen Vorüberlegung 1. »Deine weggewandte Augen, diese Glut auf deiner Stirne sind treuere Erzähler als deine Lippen«: Gerstenbergs ›Ugolino‹ 2. »... aus ihren Mienen schloß ich es«: Natürlichkeit und Verstellung in Lessings ›Emilia Galotti‹ 3. »Sieh nicht so schrecklich!« Die Korrektur des Ausdrucks in Klingers ›Die Zwillinge‹ 4. »In jedem Blick, in jedem Händedruck, in jedem Kuß das Herz sehen«: Rührung in Ifflands ›Albert von Thurneisen‹ 5. »Ein entsetzliches Schicksal hat die Sprache unsrer Herzen verwirrt«: Schillers ›Kabale und Liebe‹ 6. »... bist du scheu, dein Auge zum Spiegel deiner Seele zu machen?« Die sich verbergende Natürlichkeit in Kotzebues ›Menschenhaß und Reue‹ Körpersprache und Drameninterpretation, ein Ausblick ANHANG Verzeichnis der Abkürzungen Literaturverzeichnis I. Quellen II. Nachschlagewerke III. Forschung Personenregister Körpersprache als literarische und ästhetische Ausdrucksform der Seele ist Thema dieses Buches. Sie wird historisch aus den Disziplinen der Rhetorik, der konversationstheoretischen Verhaltenslehre, der medizinisch-philosophischen Anthropologie sowie der Schauspielkunst rekonstruiert. Die neue Menschenkunde durchdringt nach und nach diese Bereiche und prägt in besonderem Maße die gleichzeitig entwickelten Theorien über schauspielerische Aktion. Daraus ergibt sich ein neuer hermeneutischer Ansatz, der in sechs exemplarischen Drameninterpretationen (Gerstenberg, Iffland, Klinger, Kotzebue, Lessing, Schiller) durch konsequente Einbeziehung der Seelensprache des Körpers erprobt wird Alexander Košenina. Originally Presented As The Author's Thesis (doctoral)--freie Universität Berlin, Wintersemester 1993/94. Includes Bibliographical References (p. 298-324) And Index.
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