Anthropologie in Antike und Gegenwart : Biologische und philosophische Entwürfe vom Menschen
معرفی کتاب «Anthropologie in Antike und Gegenwart : Biologische und philosophische Entwürfe vom Menschen» نوشتهٔ Diego De Brasi (Hrsg.); Sabine Föllinger (Hrsg.)، منتشرشده توسط نشر Verlag Karl Alber in der Verlag Herder GmbH در سال 2016. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die Überlegung, was das spezifisch Menschliche ausmacht, prägte die antike Philosophie und Medizin und brachte vielfältige Diskussionen hervor: Was unterscheidet den Menschen vom Tier? Gibt es eine vom Körper unabhängige Seele? Wie ist das Verhältnis von Körper und Seele? Und welche Rolle spielt der Geist? Damit hing die Frage nach der Moralität des Menschen zusammen: Was macht die besondere moralische Stellung des Menschen aus? Wie entstehen Entscheidungen? Wie verhalten sich Egoismus und Altruismus zueinander? Diese Fragen zielen auf Probleme, die - unter den Prämissen eines geänderten Erkenntnisstandes - ganz aktuell sind. So beschäftigt sich die moderne Evolutionstheorie unter der Voraussetzung einer gemeinsamen Entwicklung mit dem Verhältnis von Mensch und Tier und mit der Stellung der menschlichen Moral. Die Genetik thematisiert die Frage nach der Abgrenzung von Kultur und Natur. Die Ergebnisse der Gehirnforschung haben zu einer neuen Diskussion über Materialität und Immaterialität kognitiver Prozesse und über die Existenz einer Willensfreiheit geführt. Der vorliegende Band vereint Beiträge aus der Klassischen Philologie, Philosophie, Biologie, Medizingeschichte und Wirtschaftswissenschaft, die anthropologische Entwürfe der Antike und der Moderne über die Fächergrenzen hinaus miteinander ins Gespräch bringen. Er will auch zeigen, dass biologische Aspekte nicht nur in modernen Diskussionen im Fokus stehen, sondern ebenfalls in antiken Diskursen eine wichtige Rolle spielten. Mit Beiträgen von Johannes Breuer, Philip H. Crowley, Diego De Brasi, Sabine Föllinger, Francesco Fronterotta, Christian Illies, Brigitte Kappl, R. A. H. King, Evelyn Korn, Karl-Heinz Leven, Sabine Luciani, Francesca Masi, Jörn Müller und Arbogast Schmitt. Anthropologie in Antike und Gegenwart Inhalt Sabine Föllinger, Diego De Brasi: Einleitung 1. Fragestellung 2. Der Gegenstand der Anthropologie und die hier zugrundegelegte Auffassung von ‚Anthropologie‘ 3. Überblick über die antike Behandlung der Fragestellung 4. Die Positionierung des vorliegenden Bandes in der Forschungssituation 5. Die Konzeption des Bandes a) Der Mensch als ‚Naturwesen‘ und das Verhältnis von Körper und Geist b) Der Mensch als ‚moralisches Lebewesen‘ c) Der Mensch – ein ‚Egoist von Natur aus‘? d) Entwürfe christlicher Anthropologie in der Spätantike I. Der Mensch als ‚Naturwesen‘ und das Verhältnis von Körper und Geist Francesco Fronterotta: Plato’s Conception of the Self. The Mind-Body Problem and its Ancient Origin in the Timaeus Jörn Müller: Leib-Seele-Dualismus? Zur Anthropologie beim späten Platon 1. Wein, Tanz und Gesang: Kinetischer Interaktionismus von Leib und Seele 2. Ontologischer Dualismus? Selbst- und Fremdbewegung der Seele in Nomoi X 3. Zwischen Gott und Mensch: Ethischer Dualismus? 4. Fazit: Der späte Platon zwischen physiologischer und pragmatischer Anthropologie Sabine Luciani: L’homme et l’animal dans l’anthropologie cicéronienne 1. L’animal, voix de la nature 2. „Désanimaliser“ l’homme 3. Animalité et dualisme Karl-Heinz Leven: „Eine lächerliche Kopie des Menschen“ – der Affe in den Tierversuchen Galens Einleitung Tierversuche und Tierschutz im historischen Kontext Tierversuche in der Antike Affen als Versuchstiere Demonstrationen und Schau-Sektionen Menschenähnlichkeit als Problem Fazit Sabine Föllinger: Das Denken als psychosomatischer Prozess in der antiken Medizin und Philosophie 1. Einleitung 2. Aristoteles 3. Galen 4. Nemesios 5. Resümee II. Der Mensch als moralisches Lebewesen R. A. H. King: Das menschliche Gute und der gute Mensch bei Platon Nomoi Politeia Philebos Gute Menschen leben gut Bibliographische Notiz Brigitte Kappl: Das Tier in Dir. Menschliches Handeln und tierisches Verhalten bei Aristoteles 1. Die Verwandtschaft von Mensch und Tier 2. Konsequenzen für das Verhältnis des Menschen zum Tier Francesca Masi: Memory, self and self-determination. The mind-body relation in Epicurus’ psychology 1. The function and significance of memory in Epicurus’ philosophy 2. The Epicurean physiology of memory 3. Conclusions: the role of the physiology of memory in Epicurus’ psychology Christian Illies: Evolution und Menschenwürde. Lässt sich die evolutionäre Sicht des Menschen mit einer normativen Sonderstellung verbinden? I. Kant oder Darwin? II. Das Ende des Homo sapiens? III. Der Mensch als Tier? IV. Naturalisierung der praktischen Vernunft V. Darwin und Kant! Philip H. Crowley: Human Evolution, Culture, and the Balance Between Individual and Social Learning Introduction Analysis and Results Brainpower Variable/Stressful Climate and Cultural Disruptions Discussion Appendix A. Cultural Disruptions Halt Social Learning III. Der Mensch – Ein ‚Egoist von Natur aus?‘ Arbogast Schmitt: Gerechtigkeit bei Platon. Zur anthropologischen Grundlegung der Moral in der Platonischen Politeia 1) Gibt es universale Normen gerechten Handelns bei Platon? 2) Die methodische Orientierung am ‚érgon‘ zur Ermittlung, was gut oder schlecht für etwas ist 3) Zur Ermittlung der Kriterien für das, was wirklich gut für einen Menschen ist a) Die staatliche Gemeinschaft als leichter erkennbarer Ausgangspunkt b) Die Bedingungen eines guten Zusammenlebens in der Gemeinschaft 4) Gerechtigkeit und Glück: Selbstverwirklichung als das jedem zustehende ‚Gute‘ a) Das Nichtwiderspruchsaxiom als Kriterium der Differenzierung des Urteils über die Seele als Untersuchungsgegenstand b) Zwischen sinnlichem Begehren und vernünftigem Wollen: das Sich-Ereifernde (thymoeidés) c) Die ‚Arten‘ (eíde) seelischen Verhaltens als drei verschiedene Weisen des Erkennens, Fühlens und Wollens d) Ist die Politeia die Konstruktion einer Utopie? 5) Versuch einer kritischen Würdigung des platonischen Gerechtigkeitsbegriffs Evelyn Korn: Kooperatives Verhalten in der Ökonomik. Theorie und experimentelle Evidenz 1. Einleitung 2. Das Allmendeproblem als Beispiel für (mangelnde) Kooperation 3. Experimente zum ‚Homo Oeconomicus‘ 4. Schlussfolgerungen IV. Entwürfe christlicher Anthropologie in der Spätantike‘ Johannes Breuer: Anthropologische Diskurse im lateinischen apologetischen Schrifttum Minucius Felix Arnobius von Sicca Lactanz Firmicus Maternus Fazit Diego De Brasi: Eine Neubewertung des Körpers. Anthropologie und Glauben in den Schriften zur menschlichen Natur des Nemesios von Emesa und Gregor von Nyssa Einleitung Die Argumentationsstrategie in Gregors De hominis opificio Die Argumentationsstrategie in Nemesios’ De natura hominis Schlussbetrachtungen Bibliographie English Abstracts Stellenregister Namenregister Autorenhinweise Die Überlegung, was das spezifisch Menschliche ausmacht, prägte die antike Philosophie und Medizin und brachte vielfältige Diskussionen hervor: Was unterscheidet den Menschen vom Tier? Gibt es eine vom Körper unabhängige Seele? Und welche Rolle spielt der Geist? Damit hing die Frage nach der Moralität des Menschen zusammen: Was macht die besondere moralische Stellung des Menschen aus? Wie entstehen Entscheidungen? Wie verhalten sich Egoismus und Altruismus zueinander? Diese Fragen zielen auf Probleme, die - unter den Prämissen eines geänderten Erkenntnisstandes - ganz aktuell sind. Der vorliegende Band vereint Beiträge aus verschiedenen Disziplinen, die anthropologische Entwürfe der Antike und der Moderne über die Fächergrenzen hinaus miteinander ins Gespräch bringen
دانلود کتاب Anthropologie in Antike und Gegenwart : Biologische und philosophische Entwürfe vom Menschen