Anruf, Adresse, Appell : Figurationen der Kommunikation in Philosophie und Literatur
معرفی کتاب «Anruf, Adresse, Appell : Figurationen der Kommunikation in Philosophie und Literatur» نوشتهٔ Andrea Allerkamp، منتشرشده توسط نشر Transcript Verlag f ur Kommunikation در سال 2005. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die literaturtheoretisch und komparatistisch angelegte Untersuchung widmet sich drei kommunikativen Figuren der Anrufung des Anderen: dem Anruf, der Adresse und dem Appell. Die Analyse der Rhetorik in dieser triadischen Konstellation lässt weit zurückreichende religiöse, mythische und politische Sprech- und Schreibakte archäologisch zu Tage treten. Als kulturelles und diskursives Muster hat die Anrufung zwar kritische Momente durchlaufen, sich aber doch durch Jahrhunderte hinweg in Diskursen der Philosophie und Literatur gehalten: in Anrufen, die an die Stimme oder akustische Medien gebunden sind, in Post- und Lese-Adressen, in terrorisierenden Lager-Appellen. Die enge und komplizierte Verbindung zwischen Adresse und Teleologie macht aber zugleich eine Dialektik der Säkularisierung sichtbar, die die Anrufung des Anderen als kommunikative Figur erfasst und seine Singularität in den Vordergrund rückt. INHALT Vorwort 1. Performanz des Anrufs Zur Frage der Macht Tonloser Gewissensruf (Martin Heidegger) Polizeiliche Interpellation (Louis Althusser) Sprechakt und Zitat: Die angeführte Sprache (John L. Austin) Das Drama der Apostrophe (Jacques Derrida) Das Versprechen der Sprache 2. Sakrale Anrufungen Medium und Bekenntnis Ruf nach Innen: Noli foras re (Augustinus) „So geh und werde selbst die Schrift“ (Angelus Silesius) Bejahung des Anrufs: „Urwort Ja“ (Franz Rosenzweig) Anruf im Namen (Walter Benjamin) 3. Verwerfungen „Wem sonst als dir“ (Friedrich Hölderlin) Das Echo des Nachrufs Quälende Quellen Genommener Name Im Echo versagende Stimme(n) Widmung oder/und Poetologie: „O Diotima!“ „Je signe“ – Hölderlins Unterschriften 4. Post-Adressen Verwaltung und Adresse Die Ironie der Adresse (Sören Kierkegaard) Virtuelles Postvergnügen (Stéphane Mallarmé) Der Witz der Adresse (Franz Kafka) 5. Die letzte Adresse „Pensa, lettor“ (Dante Alighieri) Anrufung des Lesers Inferno: Infernale Apostrophe Purgatorio: Den Schleier nehmen Paradiso: O Höhenflug des Rufs (fama) 6. Politik des Appells Zeugnis Akten und Zuschauer Délire/Unlesbarkeit (Charlotte Delbo) Nachwort Dank Bibliographie Die literaturtheoretisch und komparatistisch angelegte Untersuchung widmet sich drei kommunikativen Figuren der Anrufung des Anderen: dem Anruf, der Adresse und dem Appell. Die Analyse der Rhetorik in dieser triadischen Konstellation lässt weit zurückreichende religiöse, mythische und politische Sprech- und Schreibakte archäologisch zu Tage treten. Als kulturelles und diskursives Muster hat die Anrufung zwar kritische Momente durchlaufen, sich aber doch durch Jahrhunderte hinweg in Diskursen der Philosophie und Literatur gehalten: in Anrufen, die an die Stimme oder akustische Medien gebunden sind, in Post- und Lese-Adressen, in terrorisierenden Lager-Appellen. Die enge und komplizierte Verbindung zwischen Adresse und Teleologie macht aber zugleich eine Dialektik der Säkularisierung sichtbar, die die Anrufung des Anderen als kommunikative Figur erfasst und seine Singularität in den Vordergrund rückt. Rhetorik,Responsivität,Macht,Derrida,Butler,Literatur,Literaturtheorie,Sprachphilosophie,Medientheorie,Literaturwissenschaft,Literature,Theory of Literature,Philosophy of Language,Media Theory,Literary Studies
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