An der Schwelle zum Land der Verheißung : Rhetorik und Pragmatik in Dtn 9,1-10,11
معرفی کتاب «An der Schwelle zum Land der Verheißung : Rhetorik und Pragmatik in Dtn 9,1-10,11» نوشتهٔ Simon Weyringer; Otto Harrassowitz GmbH & Co. KG، منتشرشده توسط نشر Harrassowitz در سال 2021. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Im Buch Deuteronomium kommt Mose mehrmals auf die Ereignisse am Berg Horeb zu sprechen. Während in Dtn 4; 5 Gottes Offenbarung und Bundesschluss im Fokus stehen, thematisiert er in Dtn 9,1-10,11 Israels „Ursünde“ mit dem Kalb am Fuße des Berges, um dann die Überwindung des Konfliktes zwischen Gott und seinem Volk zu schildern. Diese Sünden- und Rettungserzählung verknüpft er mit weiteren Rebellionen der Wüstenzeit, insbesondere mit dem Scheitern der Eltern an der Schwelle zum Land in Kadesch-Barnea. Die vorliegende Studie widmet sich der Frage, warum und mit welchen Zielen Mose der Moabgeneration angesichts der bevorstehenden Landnahme von diesen Ereignissen in der dargebotenen Form erzählt. Dabei zeigen sich mehrschichtige Zusammenhänge zwischen Israels bewegter Vergangenheit und den Herausforderungen diesseits und jenseits der Schwelle, die der Jordan markiert. In einem zweiten Schritt werden diese Zusammenhänge aus der Welt der Erzählung auf die Kommunikation zwischen den Autoren und ihren Adressaten hin bedacht. Welche möglichen historischen Kommunikationssituationen lassen sich in Dtn 9,1-10,11 erkennen und mit welchen pragmatischen Zielen könnten sich Autoren dabei an ihre Adressaten gewendet haben? Cover Titelseiten Inhalt Tabellen und Schemata Tabelle 1: Wiederaufnahmen von Schlüsselwörtern aus Dtn 9,1–6 in Dtn 9,7–10,11 Tabelle 2: Die Ermutigungsreden und ihre rhetorischen Elemente Tabelle 3: Struktur von Dtn 9,4–6 Tabelle 4: Entsprechung von Israels Sünde und Gottes Drohung Tabelle 5: Vergleich von Gottes und Moses Charakterisierung der Verfehlung Tabelle 6: Verstoßungsformeln Tabelle 7: Plus und Minus in Dtn 9,9–17 im Vergleich zu Ex 24; 32 Tabelle 8: Moses Gebet in Dtn 9,26–29 und Ex 32,11–13 Tabelle 9: Erneuerungserzählung in Dtn 9f. und Ex 33–34 Tabelle 10: Verknüpfungen zwischen Dtn 9,1–6 und Ex 33,1–34,11 Tabelle 11: Verknüpfungen der Horebkrise mit der künftigen Krise Tabelle 12: Verknüpfungen zwischen Dtn 9f. (Ex 32–34) und 1–2 Kön; Jer Tabelle 13: Die Wende am Horeb und in der Zukunft Tabelle 14: Verknüpfungen zwischen Dtn 9f. und 1 Kön 8 Schema 1: Verknüpfungen zwischen Konklusion, Geschichtsrückblick und Paränese Schema 2: Textinterne Perspektive Schema 3: Perspektive des Erzählers Schema 4: Applizierte Textexterne Perspektive Schema 5: Beziehung von Erinnerung und Erkenntnis in Dtn 9f. Schema 6: Dynamik von der Landnahme zum Landverlust Schema 7: Beziehung zwischen Paränese und Geschichtsrückblick Schema 8: Entsprechungen zwischen textinterner und textexterner Welt Abkürzungsverzeichnis Vorwort Einleitung 1. Hermeneutik, Methodologie und Fragestellung 1.1 Der protomasoretische Text der persischen Periode 1.2 Textpragmatik als hermeneutischer Zugang 1.2.1 Textinterne und textexterne Kommunikation a) Textinterne Kommunikation und Moses Rhetorik b) Textexterne Kommunikation und Pragmatik 1.2.2 Sinn und Pragmatik von Erinnerung 1.3 Methodologie 1.3.1 Textgattungen 1.3.2 Narrative Analyse 1.3.3 Rhetorische Analyse 1.3.4 Intra- und Intertextualität 1.4 Fragestellung und bisherige Forschungsgeschichte 1.4.1 Die Frage nach der rhetorischen Dynamik in Dtn 9f. a) Geschichtsrückblick als Beweisgrundlage b) Weitere Interpretationsansätze 1.4.2 Die Frage nach der textexternen Pragmatik 1.4.3 Offene Fragen 2. Hinführung zur Auslegung 2.1 Rhetorischer Kontext, Abgrenzung und Einheit 2.1.1 Größerer rhetorischer Zusammenhang (Dtn 1–11) 2.1.2 Abgrenzung 2.1.3 Dtn 9f. als rhetorische Einheit 2.2 Beziehungen innerhalb des Buches Deuteronomium 2.3 Übersetzung und Textkritik 2.3.1 Übersetzung 2.3.2 Text 2.4 Struktur 2.5 Grundlegendes zu Dtn 9f. 2.5.1 Stimmen 2.5.2 Die unterschiedlichen Zeitebenen 2.5.3 Topographie der Ursprungsgeschichte Israels 2.5.4 Hauptprotagonisten und ihre Beziehungen 2.5.5 Dynamik: Wiederaufnahme von Motiven 3. Moses Ermutigung (Dtn 9,1–3) 3.1 Struktur und Dynamik 3.1.1 Das syntaktische Schema von Dtn 6,4–5; 9,1–3; 27,9–10 3.1.2 Dtn 9,1–3 als Ermutigungsrede 3.1.3 Dynamik und Struktur der Ermutigungsrede in Dtn 9,1–3 3.2 Auslegung 3.2.1 Mission: Die Überquerung des Jordan zur Landnahme Exkurs: Schwellenmotivik 3.2.2 Die äußeren und inneren Hindernisse 3.2.3 Vergewisserung von Gottes Beistand 3.3 Textexterne Pragmatik 3.4 Kriegsideologie und -rhetorik in Dtn 9,1–3 4. Warnung vor der falschen Selbstzuschreibung (Dtn 9,4–6) 4.1 Struktur und Dynamik 4.2 Die Bedeutung von צדקה in Dtn 9,4–6 4.2.1 Allgemeine Begriffsanalyse 4.2.2 Die Bedeutung von צדקה in Dtn 9,4–6 4.3 Auslegung 4.3.1 Die falsche Herzenserwägung und Moses Ergänzung (Dtn 9,4) 4.3.2 Belehrung über die Gründe des Gelingens (Dtn 9,5) 4.3.3 Aufruf zu Einsicht und Selbsterkenntnis (Dtn 9,6) 4.4 Textinterne und Textexterne Kommunikationsebene 5. Geschichtsrückblick (Dtn 9,7–10,11) 5.1 Hinführung zur Auslegung 5.1.1 Verknüpfung von Paränese und Geschichtsrückblick 5.1.2 Abgrenzung, Einheit und Verknüpfung mit Dtn 10,12–11,32 5.1.3 Struktur von Dtn 9,7–10,11 5.1.4 Dynamik a) Die Horeberzählung: Aufbau nach Handlungsmomenten b) Die übergeordnete Dynamik 5.1.5 Fabel: Ein einziges Gebet 5.1.6 Die Symbolik der Tafeln, des Kalbes und der Lade 5.2 Israels Rebellionen und die Verschonung am Horeb (Dtn 9,7–24) 5.2.1 Struktur und Dynamik 5.2.2 Behauptung von Israels Rebellion der Wüstenzeit (Dtn 9,7) 5.2.3 Die Rebellion am Gottesberg und die Verschonung Israels (Dtn 9,8–21) 5.2.3.1 Einleitung in die Horebepisode (Dtn 9,8) 5.2.3.2 Die Übergabe der Tafeln (Dtn 9,9–10) a) Die Tafeln b) Moses Aufenthalt c) Die Übergabe der Tafeln 5.2.3.3 Das Gussbild und Gottes Zorn (Dtn 9,11–14) a) Moses Sendung b) Israels Vergehen c) Gottes Urteil und Vernichtungsandrohung 5.2.3.4 Moses Abstieg und das Zerschmettern der Tafeln (Dtn 9,15–17) a) Moses Abstieg b) Moses Bestätigung und Uminterpretation c) Das Kalb d) Die Zerstörung der Tafeln e) Textexterne Kommunikationsebene 5.2.3.5 Moses Sühnegebet und dessen Erhörung (Dtn 9,18–20) a) Moses Sühnegebet b) Dtn 9,18 und die Untergangsgeschichte der Reiche c) Moses Furcht vor dem vernichtenden Zorn Gottes d) Dtn 9f. und Israels zukünftige Katastrophe e) Die Erhörungsnotiz f) Gottes Zorn über Aaron (v20) 5.2.3.6 Die Zerstörung des Kultobjektes (Dtn 9,21) a) Aspekte der Sühne b) Entmachtung des selbstgemachten Gottes c) Dtn 9,21 und die Kultreformen der Königszeit 5.2.4 Weitere Rebellionen (Dtn 9,22–23) a) Drei Rebellionen: Tabera, Massa und Kibrot-Taawa b) Die Rebellion von Kadesch-Barnea c) Die Rebellionen am Horeb und in Kadesch-Barnea 5.2.5 Zweite allgemeine Rebellionsaussage (Dtn 9,24) 5.3 Die Gründe für Israels Verschonung (Dtn 9,25–29) 5.3.1 Einzelanalyse a) Einleitung b) Die Bitte um Verschonung c) Erinnerung an die Patriarchen und Abwendung von der Sünde d) Das Völkerurteil e) Die unauflösliche Beziehung 5.3.2 Textinterne und textexterne Kommunikationsebene 5.4 Erneuerung am Horeb (Dtn 10,1–11) 5.4.1 Die Erneuerung der Tafeln und die Lade (Dtn 10,1–5) a) Auftrag zur Herstellung der neuen Tafeln und der Lade b) Ausführung c) Textexterne Pragmatik 5.4.2 Der Stamm Levi als Garant der erneuerten Beziehung (Dtn 10,6–9) 5.4.2.1 Sukzession des Priesteramtes (Dtn 10,6–7) a) Einzelanalyse b) Tod und „Weiterleben“ von Mose und Aaron 5.4.2.2 Die Dienste des Stammes Levi (Dtn 10,8–9) a) Die Aussonderung des Stammes Levi b) Die Besitzlosigkeit Levis und ihre Kompensation 5.4.2.3 Textexterne Pragmatik in Dtn 10,6–9 5.4.3 Erhörung und Aufbruch in Richtung Land (Dtn 10,10–11) a) Einzelanalyse b) Dtn 10,10–11 als mehrfacher Abschluss c) Dtn 10,10–11 auf textexterner Kommunikationsebene 6. Textinterne Kommunikation und rhetorische Dynamik 6.1 Horeberzählung in Dtn 9f. und in Ex 32–34 6.1.1 Die Übergabe der Tafeln und die Sünde (Dtn 9,9–17 und Ex 24; 32) a) Dtn 9,9–11 als Zusammenfassung von Ex 24,12–18; 31,18 b) Die Akzentuierung des Bundesthemas c) Zuspitzung von Verantwortlichkeit und Schuld d) Bruch des ersten Gebotes in Form des Bilderverbots e) Die Zerstörung der Tafeln als prophetische Zeichenhandlung 6.1.2 Moses Beten a) Moses Gebet in Dtn 9f. als Abstrahierung seines langen Ringens b) Verschonung der Schuldigen 6.1.3 Die Erneuerung am Sinai/Horeb a) Dtn 10,1–5 als Verdichtung der Bundeserneuerung in Ex 34 b) Die Erneuerung als Geschehen zwischen ihm und Jhwh c) Die Lade als Symbol des Schutzes und der Bewahrung d) Berufung des Stammes Levi e) Mose schließt mit der Zusage der gelingenden Landnahme 6.1.4 Moses Paränese zur Landnahme und ihre Beziehung zu Ex 33–34 6.1.5 Konklusion: Die Eigenart von Moses Nacherzählung 6.2 Die rhetorische Dynamik in Dtn 9f. 6.2.1 Die Ermutigungsrede (Dtn 9,1–3) 6.2.2 Warnung vor der falschen Selbstzuschreibung (Dtn 9,4–6) 6.2.3 Kohärenz und Spannung in Dtn 9,1–6 6.2.4 Rebellions- und Rettungsgeschichte (Dtn 9,7–24) 6.2.5 Die Gründe für Israels Verschonung (Dtn 9,25–29) 6.2.6 Erneuerung der Gottesbeziehung (Dtn 10,1–11) 6.3 Beziehungen zwischen Paränese und Geschichtsrückblick 6.3.1 Im rhetorischen Dienst von Moses Paränese 6.3.2 Sinnzusammenhang von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft a) Der Geschichtsrückblick lässt Gegenwart verstehen b) Relationierung der Gegenwart mit der Vergangenheit c) Der Geschichtsrückblick lässt Zukunft erhoffen und erwarten 6.3.3 Die Dynamik der Überwindung 6.3.4 Resümee 6.4 Dtn 9f. in der Dynamik des Buches Deuteronomium 6.4.1 Israels Übergang in eine neue Lebensphase 6.4.2 Die Horeberzählung als Paradigma 6.4.3 Das einmalige Horebereignis mit Auswirkung auf die Zukunft a) Moses einmaliger Einsatz b) Die Rettung am Horeb und ihre Auswirkungen auf die Zukunft c) Grundlegung der Zukunft am Horeb 6.4.4 Narrative Identität 6.4.5 Die Beziehungen zwischen Dtn 9f. und Dtn 31–32 a) Weiterentwicklung von Dtn 9,1–6 b) Vorkehrungen für Israels Zukunft am Horeb und in Moab c) Reinszenierung der Horebereignisse 7. Textexterne Kommunikation und Pragmatik 7.1 Dtn 9 und Israels Untergangsgeschichte bis zum Exil 7.1.1 Die Horebkrise und die zukünftige Krise in Dtn 4; 28; 29; 31–32 7.1.2 Dtn 9 und der Untergang der beiden Reiche in 1–2 Kön und Jer a) Dtn 9f. und der Untergang des Nordreichs b) Dtn 9 und der Untergang Judas 7.1.3 Dtn 9f. und die Auswirkungen von Gottes Zorn auf Israel und Juda 7.2 Überwindung des göttlichen Zornes a) Moses paradigmatische Fürbitte b) Die Wirksamkeit von Moses Fürbitte c) Adressierung der textexternen Adressaten d) Die Überwindung von Gottes Zorn am Horeb und in der Zukunft 7.3 Erneuerung a) Die erneuerten Tafeln b) Die Lade und ihre Beziehung zu Jos 3–4 und 1 Kön 8 c) Dtn 9f. und die Erneuerung im Buch Deuteronomium 7.4 Bewahrung und Kontinuität der Gottesbeziehung a) Die Lade als Zeichen der Bewahrung des Bundes b) Die Sukzession des Priesteramtes Aarons c) Der Stamm Levi als Garant der Gottesbeziehung 7.5 Aufruf zur Heimkehr 7.6 Zusammenfassung Zusammenfassung, Auswertung und Ausblick Literatur Bibelstellenindex Autorenindex "Im Buch Deuteronomium kommt Mose mehrmals auf die Ereignisse am Berg Horeb zu sprechen. Während in Dtn 4; 5 Gottes Offenbarung und Bundesschluss im Fokus stehen, thematisiert er in Dtn 9,1-10,11 Israels „Ursünde" mit dem Kalb am Fuße des Berges, um dann die Überwindung des Konfliktes zwischen Gott und seinem Volk zu schildern. Diese Sünden- und Rettungserzählung verknüpft er mit weiteren Rebellionen der Wüstenzeit, insbesondere mit dem Scheitern der Eltern an der Schwelle zum Land in Kadesch-Barnea. Die vorliegende Studie widmet sich der Frage, warum und mit welchen Zielen Mose der Moabgeneration angesichts der bevorstehenden Landnahme von diesen Ereignissen in der dargebotenen Form erzählt. Dabei zeigen sich mehrschichtige Zusammenhänge zwischen Israels bewegter Vergangenheit und den Herausforderungen diesseits und jenseits der Schwelle, die der Jordan markiert. In einem zweiten Schritt werden diese Zusammenhänge aus der Welt der Erzählung auf die Kommunikation zwischen den Autoren und ihren Adressaten hin bedacht. Welche möglichen historischen Kommunikationssituationen lassen sich in Dtn 9,1-10,11 erkennen und mit welchen pragmatischen Zielen könnten sich Autoren dabei an ihre Adressaten gewendet haben?" --Provided by publisher
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