Ästhetik und Politik im Werk des italienischen Filmregisseurs Elio Petri
معرفی کتاب «Ästhetik und Politik im Werk des italienischen Filmregisseurs Elio Petri» نوشتهٔ Simon Lang، منتشرشده توسط نشر edition text + kritik. im Richard Boorberg Verlag GmbH & Co KG در سال 2023. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Elio Petri (1929–1982) zählte zu Lebzeiten in Italien zu den wichtigsten Vertretern des politischen Kinos. Auch außerhalb seines Heimatlands stießen seine Filme auf enorme Resonanz, insbesondere "Indagine su un cittadino al di sopra di ogni sospetto" (1970) und "La classe operaia va in paradiso" (1971). Anfangs noch einhellig als Speerspitze einer italienischen 'Neuen Welle' gefeiert, wurde er im Zuge zivilgesellschaftlicher Politisierung zum Gegenstand kontroverser Diskussionen – zu unkritisch bediene er sich der spektakulären Erzählformen des Unterhaltungskinos. Mit seinen heterogenen Stilweisen entwickelt Petri ein zeitkritisches Kino, das dem Originalitätsgedanken des Kunstkinos eine Absage erteilt – stets im Versuch, auf sich wandelnde historische Umstände zu reagieren: Ansätze aus dem Autorenfilm, der bildenden Kunst und dem Theater kommen hierbei ebenso in Betracht wie populäre Genres, um die Zuschauer zur Erkenntnis ihrer Situation in einem repressiven Gesellschaftssystem anzuleiten. Als erste deutschsprachige Monografie vollzieht das Buch die Genese von Petris Werk umfassend nach. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Zusammenhang von Ästhetik und Politik. Es interessieren mithin nicht nur die Interpretationen der politischen Verhältnisse, die Petris Filme anbieten: Ebenso im Vordergrund steht die Frage, wie diese ästhetisch organisiert sind. Cover Titel Impressum Inhalt 1. Elio Petri – eine kontroverse Figur des politischen Films 1.1 (Auto-)Biografie eines Nonkonformisten 1.2 Forschungsüberblick 1.3 Theoretische und historische Grundlagen 1.3.1 Begriffsannäherungen: Politik – politisch – politischer Film 1.3.2 Historische Skizze des politischen Films 1.4 Konzeption der Werkanalyse 1.4.1 Ästhetik des politischen Films – Politik und Ästhetik im Film 1.4.2 Verfahrensgeschichtlicher Kontext 1.4.3 Filmpoetologie und Debattengeschichte 1.5 Korpus 2. Politischer Film nach dem Neorealismus: vor dem Spielfilmdebüt (1951–1960) 2.1 Petri in der postneorealistischen Debatte 2.1.1 Formalistisches Impasse: zwischen Neorealismus und Realismus 2.1.2 Fokusverschiebung: neue Inhalte 2.2 Unselbstständige Projekte 2.3 Selbstständige Arbeiten: Nonfiktionalität jenseits des neorealistischen Films 2.3.1 Vorrecherchen für den Spielfilm – inchieste: Roma ore 11 (1951/56) und Giorni d’amore (1954) 2.3.2 Kurzdokumentarfilme: Nasce und campione (1954) und I sette contadini (1957) 2.4 Zusammenfassung: offene Situation des politischen Films nach dem Neorealismus 3. Für ein neues Kino: Anfangszeit als Spielfilmregisseur (1961–1965) 3.1 Petri und die Debatte um eine kinematografische Modernisierung 3.1.1 Theoretisierung eines ›neuen‹ Kinos 3.1.2 Ein ›Kino der Ideen‹: von Godard zur Science-Fiction 3.2 Zur Ambivalenz der Modernisierung: L’assassino (1961) und I giorni contati (1962) 3.2.1 Zirkuläre Narrationen 3.2.2 Modernismen und filmische Selbstthematisierung 3.3 Ein anderes Kino der Moderne: Il maestro di Vigevano (1963) und Peccato nel pomeriggio (1964) 3.3.1 Parodistischer Bezug zum bürgerlichen Kino der Moderne 3.3.2 Ein Gegenmodell zum Neo-Ästhetizismus 3.4 Schöne neue Unterhaltungswelt: Nudi per vivere (1964) und La decima vittima (1965) 3.4.1 Ironisierung der Schaulust 3.4.2 Dystopie der Unterhaltungs- als Mediengesellschaft 3.4.3 Intermedialität und Medienreflexion 3.5 Carosello: Storie dal futuro – Al di là della mente (1966) und Esperto di cavalli (1969) 3.6 Zusammenfassung: Neuaushandlung des politischen Films 4. Kino für die Massen: Etablierung als ›politischer‹ Spielfilmregisseur (1966–1976) 4.1 Petri in der Debatte um das cinema politico 4.1.1 Die Positionen innerhalb der Kontroverse 4.1.2 Die Konzeption eines politisch-popularen Kinos 4.2 Krisen des Blicks: A ciascuno il suo (1967) und Un tranquillo posto di campagna (1968) 4.2.1 Krisenhafte Intellektuellenfiguren 4.2.2 Epistemologische und ästhetische Krisen 4.3 Schritte ins militante Kino: Cinegiornale no. xyz (1969) und Documenti su Pinelli (1970) 4.4 Scheiternde Revolutionen: ›Trilogie‹ (1970–1973) 4.4.1 Darstellungen der Repression: Indagine su un cittadino al di sopra di ogni sospetto (1970) und La classe operaia va in paradiso (1971) 4.4.2 Funktion der Medien und Selbstpositionierung des ordnungskritischen Films 4.4.3 Sonderfall La proprietà non è più un furto (1973) 4.5 Politischer Schlüsselfilm: Todo modo (1976) 4.5.1 Exerzitien: von der Gewissenserforschung zur Selbsteliminierung 4.5.2 Pseudomessianischer Politiker 4.5.3 Bedrohliche Sichtbarkeit 4.6 Zusammenfassung: Festigung eines ›volksnahen‹ Politkinos 5. Fernsehen und Theater: Endphase im Zeichen des Medienwechsels (1977–1982) 5.1 Petris Engagement für das (politische) Kino 5.1.1 Zur Theoriediskussion über das Verhältnis zwischen Kino und Fernsehen 5.1.2 Prämissen und Konzeption eines antitelevisuellen Films 5.2 Der Mensch im televisuellen Zeitalter: Le mani sporche (1978) und Buone notizie (1979) 5.2.1 Alltägliches Spektakel als Wirklichkeitsillusion 5.2.2 Realitätskritik eines antirealistischen Fernsehfilms 5.3 Zum Wandel der Leitmetaphorik: nicht realisierte Projekte 5.4 Exkurs ins Theater: L’orologio americano (1981/82) 5.5 Zusammenfassung: Revitalisierungsversuche eines politischen (Kino-)Films 6. Fazit und Schlussbetrachtung Quellenverzeichnis Werkverzeichnis Archivalien Filmverzeichnis Literaturverzeichnis Onlinequellen Sonstige Quellen Danksagung
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