معرفی کتاب «Actio: Körper und Geschlecht in der Rhetoriklehre (Studien zur deutschen Literatur 196) (German Edition)» نوشتهٔ Tonger-Erk, Lily، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2012. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Main description: From antiquity until the twentieth century, rhetorical training was exclusively concerned with forming male speakers as well as producing an explicitly masculine speaking style and method. This study focuses on such body and gender-specific training by analyzing the actio doctrine. The book also demonstrates how the "transformation" of rhetoric in the eighteenth century was accompanied for the first time by a discursive shift: gesture, imitation, voice, and dress guidelines were adapted for use with both genders in general education and to teach the art of conversation I Prolog: Körperbildungsmacht Rhetorik II Körper-Rede, Macht, Geschlecht: Rhetorik mit Pierre Bourdieu und Judith Butler III Aufführung von Männlichkeit: Actio und Geschlechterdifferenz in der alten Rhetorik 1 Einleitung 1.1 Stellenwert der actio in der alten Rhetorik 1.2 Fragestellung und Vorgehen 2 Antike Konzeptionen der actio und ihr gendering 2.1 Stimme 2.2 Gestik und Mimik 2.3 Kleidung 2.4 Leitdifferenz angemessen/unschicklich: Decorum 3 Das rhetorische Subjekt 3.1 Ars und natura 3.2 Der vir bonus 3.3 Rednerbildung, Mannwerdung: Die Ausbildung zum Redner 3.4 Lebenslang: Rhetorik für jedes Alter 3.5 Nachahmungen: Imitatio 3.6 Stimmübungen: Declamatio 3.7 Leibesübungen: Palaestra 4 Die rhetorische Situation 4.1 Schauplätze – Kampfplätze 4.2 Reden vor Massen: Publikum 4.3 Sich als etwas zeigen: Ethos und actio 4.4 Die Kunst verbergen: Redner und Schauspieler 5 Synthese Exkurs: Damen und Herren im Gespräch: Actio in der Gesprächsrhetorik des 16. und 17. Jahrhunderts 1 Ein weiblicher vir bonus? Castigliones Hofdame 2 Bildungsmittel weiblicher Rhetorik: Harsdörffers Frauenzimmer Gesprächspiele IV Ansehen von Weiblichkeit: Actio und Geschlechterdifferenz im 18. Jahrhundert 1 Einleitung 1.1 Fragestellung und Vorgehen 1.2 Die actio in der Rhetorik des 18. Jahrhunderts 1.3 Polarisierung der Geschlechtscharaktere 1.4 ›Öffentliche‹ und ›private‹ Rede 2 Das Frauenzimmer als Rednerin: Positionen der Frühaufklärung 2.1 »Nacheiferung«: Aufruf zur imitatio historischer Rednerinnen in Frauenzimmer-Lexika 2.2 »Redner im Reifrocke«: Eine Scherzrede über die Vorzüge weiblicher Rhetorik (Blaufus) 3 Geschlechtsneutrale Aktion? Actio in Rhetoriken 3.1 Wiederbelebung der Tradition: Gottscheds ›männliche‹ Rhetorik 3.2 Universalistische Entwürfe: Die Herausbildung der actio als selbstständige Disziplin (Engel, Lessing, Cludius, Pfannenberg, Seckendorf) 3.3 Einzelfall: Eine Redekunst fürs Frauenzimmer 4 Praktische Bildung: Actio in Erziehungsliteratur 4.1 Im pädagogischen Jahrhundert: Erwachendes Interesse an Mädchenbildung 4.2 Perspicuitas, brevitas, latinitas: Fénelons Anforderungen an eine weibliche Rhetorik 4.3 Gefallenwollen: Rousseaus Ideal einer weiblichen Rhetorik 4.4 Bescheidenheit: Campes Einschränkung weiblicher Rhetorik 4.5 Gesprächigkeit: Einspruch einer Gouvernante 5 Anstand im Leibe: Actio in der Anstandsliteratur 5.1 Von der Rhetorik zur Sittenlehre: Actio als körperlicher Anstand 5.2 Konzeptionen der ›Wohlanständigkeit‹ (Zedler, Sulzer, Garve) 5.3 Über den Umgang mit Menschen und Frauenzimmern (Knigge) 5.4 Knigges Nachfolger/innen: Körperlicher Anstand für Männer und Frauen von Welt (Siede, Wenzel, Wallenburg) 5.5 Anstand üben: Verkörperungen 6 Synthese V Rhetorische Aneignung: Actio und Geschlechterdifferenz um 2000 1 Einleitung: Actio in Populärrhetoriken für Frauen 2 Rhetorisches Subjekt und rhetorische Situation 2.1 Karrierefrau im Haifischbecken 2.2 Leitdifferenz durchsetzungsstark/harmoniebedürftig 2.3 Ars und natura 3 Aktuelle Definitionen der actio und ihr gendering 3.1 Strategien der Aneignung und Vermischung männlicher und weiblicher Redestile 3.2 Stimme 3.3 Gestik und Mimik 3.4 Kleidung 3.5 Raum- und Distanzverhalten: Abschied von der Bescheidenheit 4 Rhetorik-Training 5 Die geschlechtliche Codierung von Gespräch und öffentlicher Rede VI Epilog VII Literaturverzeichnis 1 Quellen 2 Forschungsliteratur
Von der Antike bis ins 20. Jahrhundert bildet die Rhetorik ausschließlich den Mann als Redner aus und leitet zu einer explizit männlichen Art und Weise des Redeauftritts (actio) an. Die Studie nimmt diese – körperliche und geschlechtsspezifische – Ausbildung durch die actio-Lehre in den Blick. Dabei zeigt sie, wie mit der ‚Transformation‘ der Rhetorik im 18. Jahrhundert diskursive Verschiebungen einhergehen: Die rhetorischen Regeln für Gestik, Mimik, Stimmführung und Kleidung werden von der Konversations- und Erziehungslehre adaptiert und erstmals für beide Geschlechter ausformuliert.
The series Studien zur deutschen Literatur (Studies in German Literature) presents outstanding analyses of German-speaking literature from the early modern period to the present day. It particularly embraces comparative, cultural and historical-epistemological questions and serves as a tradition-steeped forum for innovative literary research. All submitted manuscripts undergo a double peer-review process.