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A. W. Ifflands theatralische Werke : In einer Auswahl. Band 4, Frauenstand. Hausfrieden

معرفی کتاب «A. W. Ifflands theatralische Werke : In einer Auswahl. Band 4, Frauenstand. Hausfrieden» نوشتهٔ AUGUST WILHELM IFFLAND، منتشرشده توسط نشر De Gruyter در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Er schnupft daraus. Margrethe. Wehmüthig. Ich habe Ihm doch im mer den schönen achten Pariser daraus offeriert. Friedrich. Ja/ der Pariser war immer extra. Margrethe. Und habe wieder ein ganzes Pfund für Ihn bey mir/ wenn Er -Friedrich lächelnd. Pariser? Margrethe zuthätiq. Freylich. Friedrich. Ist es erlaubt? Margrethe jleht den Tobak hervor, öffnet. Friedrich schnupft. Wie lauter Blumen, wahr und wahrhaftig? Margrethe. Und viel mehr soll Er haben, wenn Seine massive Ehrlichkeit nicht Lärm darüber schlagt, daß meine Mamsell das Gut von Seinem Herrn gekauft hat. Friedrich. Sagt, die Mamsell? Margrethe. Ja. Geschehen ist eS nun doch, denn eben ha.be ich die Ohrringe dafür gebracht. Friedrich. Ohrringe? Ohrringe für ein Gut? Geh -Du machst mich heiß. Wenn meine Ehrlich keit massiv ist, so ist sie dafür auch ganz. Um Kaffee und Tobaks willen brennt schon mancher Bediente bey dem -Gott sey bey uns. Packe Sie Sich fort, Sie, die Zettelchen, die Bestellungen und der Tobak, zu Ihrer Jesabell. Er hat ste hastig nach der Thür geführt. Berg. Wie für sich. Das Buch ist schön gedruckt. Lettern und Papier sind -Hofrath. Wozu das? Ich spreche -Berg. Ja ja. Gehört habe ich schon, aber ant worten will ich nicht darauf. Hofrath. Berg, ich bin unglücklich. Die Ver hältnisse in meinem Ehestände sind fromm -und gut; allein sie machen weich, muthlos, halten mich auf; sie .engen, quälen, bangen und pressen mich matt und elend! Berg legt das Buch weg. Freund, Du wolltest solid werden. Hofrath. Nun ja -Berg. Und wardst deßhalb Ehemann. Ho frath. Still, stillich bin ja auch Vater. Berg. Also komplet solid. Hofrath. Ach ja, ja. Berg. Heirathenkann man, nach meinem Begriff, nur aus zwey Ursachen: bequemer zu seyn, oder sich zu poussieren. Hofrath. Heirath aus Leidenschaft -Berg. Ist Tollheit. Hofrath. Aus ruhiger Ueberzeugung, daß -Berg. Ach, die Ueberzeugungen -wir kennen das. -Neinman hat nicht gern, daß die Suppe anbrennt, man halt etwas auf ein gut versehenes Ameublement, man liebt eine bestimmte Konversa-IO F r a u e n st a n d. ttonnun nimmt man eine Frau. Gut! So hast Du es gemacht, und nun sey zufrieden. Hofrath. Da ich nun aber, eben durch die Gefühle, welche diese Ehe mir geben würde, mich, Weib und Kind zu erheben, auf hohe Stufen von Glück und Ehre zu bringen träumte -Berg. Da träumtest Du. Hofrath. Nun bin ich erwacht, und sehe das. Berg. Hast Du einen Weg machen wollenso hattest Du die Rauning heirathen sollen; die hat Familieneinfluß. Hofrath. Ich habe sie nicht geliebt. Berg. Ich liebe sie auch nicht, und denke sie doch zu heirathen, und sehr glücklich zu seyn. Hofrath. Wie soll das möglich seyn? Berg. So gut als Du und Deine Frau sich herzlich lieben und nicht glücklich seyn können. Hofrath. Könnte das stille Hausleben mir ge nügenkein Mensch wäre glücklicher als ich. Berg. 'Nun so lege Dir eine Perücke zu, schaukle Dein Kind und lab Dir genügen. Hofrath. Und meine Aussichten? Kraft ist in mir -das sagt die Welt -Berg. Und ich fühle es. Hofrath. Dor mir ist Bahn zu Ehre und hohem Glück. Berg. Betritt sie mit Mannseifer, noch geleitet Dich Iugendglück. Erster Aufzug. ix Hofrath. Wenn ich es will, dann hangen Weib, Kind, Ehestand und Bürgerton sich an mich, und ich bin an den Boden gebannt! Ich bin verheirathet, ich bin verschenkt, ich bin weg! In keiner Tochter Leidenschaft kann ich wirken, und in keines Vaters Plan kann ich nützen. Todt bin ich für die Welt, und muß die Flamme, die in mir brennt, in Rauch vergehen sehen. Berg. Was kann ich dazu sagen? Hofrath. Mir rathen, wie ich es andre. Berg. Du kannstaber Du wirst nicht. Hofrath. Ich will. Ich sage Dir, ich will. Berg. Nie denn Du kennest -Friedrich tritt ein. Ihr Herr Onkel laßt fra gen, ob die Schrift fertig ist -Hofrath. Schrift? -Welche? -Friedrich: Für den Mann, den er Ihnen empfohlen hat -Hofrath. Ahah so. Ja. Hole Er von meinem Schreibtische die Papiere linker Hand. Friedrich gebt in dcS Hof.arhS Kadinet. Hofrath. Warum würde ich es nie ändern können? Berg. Du kennst die Weiber nicht. Du knieest vor ihrer Liebe, ihrer Zärtlichkeit, ihrer Anhänglich keit. Alles dieß ist eine Laune, die wechselt. Wer noch auf diese Laune Plane baute, hat es mit Haar ausraufen bezahlt. Dle Dich am besten amüsiert, if\* Frauenstand. Hofrath reicht ihm die Hand. So soll'ö seyn. Ater meine Frauwelche Figur in den großen Zirkeln? Berg. Laß sie dort weg. Hofrath. Das krankt sie dann wieder. Berg. So schicke ihr Leute von Welt und Leben ins Haus, dann kommt das dunkle Kolorit in goldnen Rahm. -Es ist mir lieb, daß das Gut weg ist, wo Deine Frau Dich den Sylvio spielen ließ. -Es ist freylich zu wohlfeil weggegeben. Aber -Hofrath. Darüber habe ich keine Reue. Ich wollte die Rauning verbinden. Berg. Spiele ich Dir nicht einen Streich, wenn ich sie heirathe? Denn Du hast den Wahnsinn, alles mit Leidenschaft -u thun. Hofrath. Nicht doch. Berg. Amüsiere Dich bey ihr. Liebst Du, so gehörst Du ins Tollhaus. Hofrath. Sie interessiert sich sehr, daß ich die Referendarstelle erhalte. Berg. Ich weiß es. Hofrath. Das ist edel. B e r g. Gar nicht. Rache ist es gegen Ramstein, der Dich abhielt, sie -u heirathen, und auch Refe rendar seyn will. Hofrath. Ramstein sucht die Stelle? So be werbe ich mich nicht mehr darum. Berg. Bist Du von Sinnen, Mensch? H0frath. Ich weiß, was ich meinem ersten Freunde schuldig bin.
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